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Vorträge und Seminare zu Politik, Gesellschaft, Geschichte, Umwelt

Die Volkshochschule versteht sich als demokratischer Ort des sozialen und politischen Lernens, auf Grund ihres gesetzlichen Auftrags zur politischen Bildung durch das Weiterbildungsgesetz NRW und ihres eigenen Selbstverständnisses. Ein besonderer Stellenwert kommt der politisch-gesellschaftlichen Bildung zu, die keinerlei Belehrung, normative Erziehung oder Parteipolitik verfolgt. Vorträge und Seminare zu gesellschaftlichen, politischen, historischen, juristischen, ökonomischen und ökologischen Themen sollen das Verständnis gesellschaftlicher Prozesse und allgemeines zivilgesellschaftliches Engagement für demokratische Werte und Menschenrechte fördern. Durch die Vermittlung von Hintergrundwissens und Kenntnissen über gesellschaftliche Prozesse sollen individuelle Partizipations- und rationale Urteilsfähigkeit an der und über die Gesellschaft gestärkt werden.
Die Veranstaltungen sind geprägt durch einen offenen Gedankenaustausch zwischen Menschen, in sachlicher und kontroverser Diskussionen im Rahmen der freiheitlich demokratischen Grundordnung sowie geltender Gesetze. Die politische Bildung gehört nach dem Weiterbildungsgesetz in NRW zum Pflichtangebot der Volkshochschulen und folgt dem Beutelsbacher Konsens zur politischen Bildung.

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Anmeldung möglich 10001 Geschichte des Antisemitismus in Deutschland

(Wesel, am Di., 31.8., 18.00 Uhr , Wolfgang Hoffmann)

Die Nachwirkungen und Dimension der antisemitischen Gräueltaten im sog. "Dritten Reich" lassen oft vergessen, dass es fast zwei Jahrtausende mitteleuropäischer und deutscher Geschichte gegeben hat, die ohne jüdisches Leben und Kultur nicht denkbar wären. Leider haben Menschen jüdischen Glaubens unter anderem auch in Deutschland ein wechselvolles Schicksal erlitten, wobei sie gleichermaßen Anteil am gesellschaftlichen Leben hatten, zugleich wiederkehrend in eine benachteiligte Minderheitenstellung gedrängt und immer wieder zu Opfern machtpolitischer Partikularinteressen und antisemitischer Strömungen wurden.
Ein Vortrag mit Bildern anlässlich des Themenjahres "1700 Jahre jüdischen Lebens in Deutschland".

freie Plätze 10002 Filmvorführung "Das Wunder von Wörgl"

(Wesel, am Mi., 1.9., 18.30 Uhr , Heinz Baumeister)

Mitten in der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre, nach Börsencrash, abfließenden Krediten und Inflation, als das klassische Geld an Wert und Vertrauen verlor, gelingt dem Bürgermeister der Tiroler Gemeinde Wörgl das Unmögliche: Mit einem gewagten Experiment und dem sog. "Schwundgeld", ein nur in Wörgl verwendbares Lokalgeld, führt er zu Vollbeschäftigung und Wohlstand. Doch für manche wird er genau damit zur großen Bedrohung.
Der Film dient als Einstieg und Diskussion in den Vortrag "Geld drucken..." am 15.09.2021 um 18:30 Uhr.

freie Plätze 10003 Verbraucherrechte im Internet

(Wesel, am Mo., 6.9., 18.00 Uhr , Constanze Brinkmann)

Shoppen im Internet scheint so einfach. Einkaufen per Mausklick kann aber seine Tücken haben. Die Preise schwanken stark nach Uhrzeit und Endgerät. Die Seriosität von Händlern und die Qualität von Waren ist nicht unmittelbar zu überprüfen. Der klassische Prozess des direkten Austausches von Ware und Geld ist im Internet zeitverzögert. Wie soll ich bezahlen, per Kreditkarte, Lastschrift, Vorkasse? Welche Daten gebe ich weiter? Warum gibt es Shops, in denen ich ohne Benutzerkonto bestellen kann und bei anderen ist dies nicht möglich? Diese und andere Fragen werden in diesem Vortrag geklärt.

freie Plätze 10004 Strengthening Europe: Visit Scotland - On the road with an expert

(Wesel, am Mi., 8.9., 19.00 Uhr , Thomas Ian Pearce)

This evening Thomas Ian Pearce, who was born and raised in Scotland and is a frequent traveller and tour guide, will introduce you to the history, cultural highlights and mentality of the country. Scotland enchants with castles, impressive abbey ruins, misty lochs and great history. Which cities should you definitely visit on a trip? Are the Scots really as stingy as they are said to be and why? For many of the visitors to Scotland, they are a non plus ultra: the wild Highlands. Which routes are recommended? Which islands should you have seen once? You will explore "Bonny Scotland", the land of the Brave-hearts, of Rob Roy, the Scottish outlaw of the early 18th century, and of course of whisky.

freie Plätze 10005 Jüdisches Leben in Deutschland

(Wesel, am Do., 9.9., 19.00 Uhr , Dr. med. Guido Sold)

"Ain wasèr flist vor Bóvilon, do sasén mir mit schmerzén" (An Wasserflüssen Babylon, da saßen wir mit Schmerzen) lesen wir in einem jiddischen Liederbuch der Zeit um 1600. Und wir erfahren: Von den Gemeinden in Mainz, Worms und Speyer sei einst die Lehre für ganz Israel und die Welt ausgegangen. In der Tat - beginnend 321 n. Chr. in Köln - entstanden längs des Rheins bis nach Straßburg und Basel bedeutsame jüdische Gemeinden. Mit einem gewissen Schwerpunkt auf den Städten SchUM, benannt nach den Anfangsbuchstaben von Schpira (Speyer), UUarmaisa (Worms) und Magenza (Mainz), soll diese Entwicklung nachgezeichnet und an ihre Bedeutung erinnert werden.
Dabei soll auch von den Gelehrten jener Tage die Rede sein, von der jiddischen Sprache und nicht zuletzt von Edith Stein, deren Lebensweg von Breslau nach Speyer und von dort nach Münster und Köln führte.
Der Dozent Dr. Sold war lange Jahre mit den Schwerpunkten Kardiologie und Angiologie am Evangelischen Krankenhaus Wesel tätig. Mit der Thematik dieses Vortrags kehrt er gedanklich zu seiner Gymnasialzeit in Speyer zurück, wo ihn der Schulweg täglich durch das nahe dem romanischen Dom gelegene von Juden bewohnte Viertel mit den Resten von Synagoge und Mikwe führte. Mit dem Judentum ergaben sich dann während des Studiums und des Berufs unvorhergesehen weitere Berührungspunkte.

freie Plätze 10006 Geld drucken...

(Wesel, am Mi., 15.9., 18.30 Uhr , Heinz Baumeister)

Reichtum, Hunger, Krieg und Klimawandel. Welche Rolle spielt Geld auf globaler, aber auch lokaler Ebene bei Konflikten und Entwicklung? Können lokale, nicht zentralistisch organisierte Währungen einen Ausweg, u.a. aus einem globalen Schuldensystem, bieten? Unser traditionelles Geldsystem mit Zins und Zinseszins führt zu exponentiellem Wachstum von Geldvermögen, aber auch von Schulden.
Regionalgeldsystemen könn(t)en hier einen Ausweg bieten. Diese ermöglichen Warenaustausch und Dienstleistungen auf rein lokaler Ebene, ohne Einsatz klassischen Geldes. Damit entfällt die Möglichkeit, ein von allen anerkanntes Geld zu handeln. In dem Vortrag wird insbesondere der "Minuto" vorgestellt. Zum Abschluss der Veranstaltung haben die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, selber "Geld" zu schöpfen und in Umlauf zu bringen.

freie Plätze 10007 Wohin mit dem Geld? - Wenig bekannte Wege lohnenswerter Geldanlage

(Wesel, am Sa., 18.9., 13.30 Uhr , Christian Grams)

Viele Verbraucher sind risikoscheu und wollen Geld sicher anlegen. Das ist aber wegen Niedrigzinsen meist unprofitabel. Stattdessen bieten innovative Angebote aus dem Versicherungs-, Banken- und Anlagebereich Sicherheiten und Erträge, die größer als Kosten, Steuern und Inflation sind. Man könnte sie "Geheimwege legitimer Geldvermehrung" nennen. Im Seminar werden solche Kapitalanlagen besprochen, die sich von üblichen Angeboten des Massenmarktes unterscheiden und lohnenswerte Alternativen bieten.

freie Plätze 10008 Sicher unterwegs in sozialen Medien

(Wesel, am Mo., 20.9., 18.00 Uhr , Constanze Brinkmann)

Viele Menschen, die SocialMedia benutzen, treibt die Frage nach der sicheren und unproblematischen Nutzung um. Medien berichten fast täglich über juristische und moralische Probleme in der Nutzung sozialer Medien. Der Vortrag richtet sich an all jene, die mehr darüber wissen möchten, wie man sich rechtssicher in SocialMedia bewegt, was man dort "posten" darf und was nicht. Welche Fotos darf man teilen, welche Nachrichten weiterleiten. Im Fokus des Vortrags stehen insbesondere Haftungsfragen und die rechtliche Analyse des Umgangs auf und mit Twitter, Facebook, Instagram und Co. Vorwissen und eigene Aktivität im Bereich der sozialen Medien ist nicht notwendig.

Anmeldung möglich 10009 Die lange Gründung des Deutschen Kaiserreichs

(Wesel, am Mi., 22.9., 18.00 Uhr , Wolfgang Hoffmann)

Als 1813 Ernst Moritz Arndt, der sog. "Lyriker der Befreiungskriege", gegen die napoleonische Vorherrschaft in Deutschland das Gedicht "Was ist des Deutschen Vaterland?" schrieb, brachte er die Hoffnungen und Wünsche sog. deutscher Patrioten auf einen geeinten deutschen Nationalstaat zum Ausdruck. Die Restauration auf dem Wiener Kongress 1814/15 nach den napoleonischen Kriegen festigte jedoch den Status Quo der europäischen Mächte und verhinderte einen deutschen Nationalstaat. Was dann eine Generation später im Rahmen der "bürgerlichen Revolution" 1848/49 verwehrt blieb, vollzog sich dann erst 1871 noch eine Generation später in Folge des deutsch-französischen Krieges als "Revolution von oben".
Im Vortrag werden wichtige Stationen dieser Entwicklung dargestellt - auch anhand anschaulicher Filmausschnitte.

Anmeldung möglich 10010 Der Klimawandel - Wie schlimm wird es noch?

(Wesel, am Di., 28.9., 18.00 Uhr , Prof. Dr. Rainer Nawrocki)

Die Atmosphäre besteht zu 99,96 % aus Stickstoff, Sauerstoff und Argon. Warum stellen CO2, Methan, Stickstoffoxid und Fluorkohlenwasserstoffen in der geringen Restkonzentration ein Problem dar? Wie wirken sich diese 0,04% als Treibhausgase auf das Klima aus? Warum gibt es Warm- und Kaltzeiten? Welche Möglichkeiten bietet das sog. "Geo-Engineering", um CO2 wieder aus der Atmosphäre zu entfernen? Der Referent, Prof. Dr. Rainer Nawrocki, Westfälische Hochschule Bocholt, stellt erwartbare technische Lösungen des Geo-Engineering, z.B. Absaugen des CO2 oder Aufforstung von Wäldern oder Schwefelsäure in der Atmosphäre, vor.

Anmeldung möglich 10011 Erbrecht und Testament auch für junge Menschen

(Wesel, am Mo., 4.10., 18.00 Uhr , Karsten Tieben)

Kann man durch ein handgeschriebenes Testament einen Partner als Alleinerben einsetzen und Kinder enterben? Erben die eigenen Geschwister auch? Was ist ein Schlusserbe? Besser ein notarielles Testament als ein Handgeschriebenes? Der Dozent, Notar und Fachanwalt für Familien- und Erbrecht mit Schwerpunkt Erbrecht in Wesel tätig, gibt einen umfassenden Überblick über die Grundbegriffe des Erbrechts: gesetzliche Erbfolge, Testament, Pflichtteilrecht, Vermächtnis, Erbengemeinschaft, Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Erbschaftssteuer.
Bitte beachten Sie auch den Vortrag "Der digitale Nachlass" am 25.10.2021 sowie den Vortrag "Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht" am 18.11.2021.

freie Plätze 10012 31 Jahre Deutsche Einheit - Ein Fotoreisebericht

(Wesel, am Di., 5.10., 19.00 Uhr , Helmut Westkamp)

"Die Volkskammer erklärt den Beitritt der DDR zum Geltungsvertrag des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland gemäß Art. 23 des Grundgesetzes mit Wirkung vom 3. Oktober 1990" - so heißt es in einem Beschluss der Volkskammer der DDR von 22. August 1990. Im Einigungsvertrag (Art. 2 Abs. 2) wurde der 3. Oktober als Tag der Deutschen Einheit gesetzlicher Feiertag.
Der damals amtierende Bundeskanzler Helmut Kohl hatte 'blühende Landschaften' in Aussicht gestellt, die Euphorie war groß. Wie sieht es 30 Jahre später aus, ist 'zusammen gewachsen, was zusammen gehört' (Bundeskanzler Willy Brandt)?
Helmut Westkamp, pensionierter Jurist, hat 1990 mitgeholfen, die Arbeitsverwaltung in Brandenburg und Berlin aufzubauen und war von 2005 - 2011 Arbeitsamtsdirektor in Schwerin. Kurz vor dem dreißigsten Jahrestag der Deutschen Einheit war er in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen unterwegs. Und hat, wie immer, von seinen Reisen viele Fotos und Eindrücke mitgebracht, die er in seinem Foto-Reisebericht präsentieren möchte.
Die Reise beginnt am Grab des ersten römisch-deutschen Kaisers Otto I. im Dom von Magdeburg, geht über Dessau (Bauhaus), Torgau und Meißen (Porzellan) nach Bautzen. Nach Dresden, Freyburg (Rotkäppchen), Halle (Synagoge) war die Wartburg die Endstation, von der es dann in 4 Stunden zurück nach Wesel ging.
"Selten war ich von einer Reise so beeindruckt wie von dieser! So ein Crash-Kurs in deutscher Geschichte und Gegenwart und so viele sehenswerte Orte - viel mehr 'Wessis' sollten den östlichen Teil Deutschlands erkunden und natürlich sollten auch viel mehr 'Ossis' an den Niederrhein und in andere Gegenden im Westen reisen. Es ist viel geschafft worden, in den Köpfen ist aber noch Potenzial nach oben!" - so sein Fazit.

freie Plätze 10013 gesellschaftspolitischer Gesprächskreis

(Wesel, ab Fr., 8.10., 18.00 Uhr , Catrin Opheys)

Gerade in der aktuellen Zeit, die von einschneidenden Entwicklungen und Diskussionen, Corona, Digitalisierung, Bildungsungleichheit, Rechtspopulismus und Klimawandel, aber auch von Distanz, Sorge, Unsicherheit und Perspektivlosigkeit geprägt ist, fehlt es an Räumen und Orten, um über aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen ins Gespräch zu kommen und sich über persönliche Wahrnehmungen, Erfahrungen und Herausforderungen auszutauschen und zu diskutieren.
Hier knüpft der Kurs an. Es geht darum, aktuelle Themen, Ereignisse und individuelle Wahrnehmungen anhand verschiedener Methoden und Zugänge zu besprechen und zu diskutieren. Im Zentrum steht der Mitmach-Charakter, es geht weniger um Wissensvermittlung, sondern stärker um Austausch und Diskussion. Nach einem Impuls, z.B. anhand eines Zeitungsartikels, eines Videos oder einer Bildersammlung, gibt es genügend Raum für Diskussion und Austausch.

Anmeldung möglich 10014 Der digitale Nachlass - früh kümmern

(Wesel, am Mo., 25.10., 18.00 Uhr , Karin Bordin)

Ein Leben ohne Internet, PC und Smartphone ist für viele kaum noch vorstellbar: In sozialen Netzwerken werden Profile angelegt, Kontakte mit Freunden und Familie aufrechterhalten und neue Geschäftspartner gefunden. Aber auch viele Verträge werden oft nur noch online abgeschlossen, Einkäufe in Online-Shop bestellt und Anbieter online gewechselt. Die Zahl der Nutzerkonten und Online-Zugänge nimmt stetig zu. Was aber passiert mit diesen, wenn wir uns nicht mehr kümmern können oder sterben? Denn Accounts, Abos und Verträge, die online abgeschlossen wurden, werden vererbt.
Der Vortrag gibt einen Überblick darüber, wie man Zugangsdaten sicher aufbewahren kann, wie Accounts vererbt und übergeben werden können und welche Möglichkeiten es gibt, Anbieter entsprechend zu informieren.

Anmeldung möglich 10015 Künstliche Intelligenz - Wann ist die Maschine schlauer als der Mensch?

(Wesel, am Do., 28.10., 18.00 Uhr , Prof. Dr. Rainer Nawrocki)

Es gibt utopische Zukunftsaussichten, dass der Mensch wie im klassisch-hellenistischen Griechenland philosophierend und schöngeistig umherwandelt, während Roboter sich sklavengleich ums Alltägliche kümmern. Es gibt aber auch dystopische Phantasien, der Mensch sei nur die Vorstufe einer höher entwickelten Intelligenz, die sich dereinst den Menschen Untertan machen und über ihn erheben wird.
An diesem Abend wird der aktuelle Stand künstlicher Intelligenz dargestellt und diese mit der menschlichen vergleichen. Was ist künstliche Intelligenz, was maschinelles Lernen, was sind neuronale Netze? Wo steht der Roboter heute? Könn(t)en Maschinen auch ein Bewusstsein und einen freien Willen haben oder entwickeln?
Der Referent, Prof. Dr. Rainer Nawrocki, Westfälische Hochschule Bocholt, arbeitet als Lehrstuhlinhaber für Kommunikationstechnik und -systeme seit vielen Jahren im Bereich Interaktion von maschinell-künstlicher und natürlicher Intelligenz.
Beachten Sie bitte auch den Vortrag "Digitale Demokratie oder Datendiktatur" am 24.11.2021.

freie Plätze 10016 Tunisreise - August Macke, Paul Klee und der Norden Afrikas

(Wesel, am Di., 2.11., 19.00 Uhr , Clemens Schmale)

Vor mehr als 100 Jahren lockte der Orient die noch jungen und später berühmt gewordenen Künstler August Macke, Paul Klee und Louis Moillet in den Norden Afrikas. Kurz nach dieser legendär gewordenen 'Tunisreise' verstarb Macke unmittelbar zu Beginn des 1. Weltkriegs, und auch Paul Klee ist seit mehr als 80 Jahren verstorben. Lohnt heute noch eine Reise auf ihren Spuren in den doch so nahe gelegenen Norden Tunesiens? "Unbedingt", sagt der Referent, der sich seit mehr als 40 Jahren immer wieder nach Nordtunesien begeben hat und seine Zuhörer*innen an diesem Abend mitnehmen möchte nach Tunis und in dessen reizvolle, geschichtsträchtige und kulturreiche Umgebung.
Vorgestellt werden in diesem bebilderten Vortrag die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Medina der Hauptstadt mit ihren zahlreichen Baudenkmälern sowie die spätere 'Franzosenstadt' der Kolonialzeit samt dem weltberühmten Bardo-Museum mit der einzigartigen Mosaik-Sammlung. Diese geht u.a. auf das benachbarte Karthago zurück, jener punisch-römischen Metropole im Mittelmeerraum, welche auch von Klee und Macke besucht wurde. Ebenso wie das pittoreske Künstlerdorf Sidi Bou Said welches bis heute Touristen und Hauptstädter an die Küste lockt.
Schließlich führt der Vortrag entlang der historischen Reiseroute von 1914 ins weiße Hammamet am Meer und ins ockerfarbene Kairouan, das schon beinahe am Rande der Wüste im Landesinneren liegt. Hier entstand vor etwa 1300 Jahren die erste arabische Stadt im Maghreb - der bis heute wichtigste muslimische Wallfahrtsort Nordafrikas.
Der Referent wirft erneut einen Blick auf das heutige Tunesien, das Ursprungsland der arabischen Revolution, welches touristisch gut erschlossen und bei Urlaubern beliebt ist.
Clemens Schmale ist gebürtiger Westfale, machte sein Abitur auf einer Nordseeinsel und studierte in Bochum und Paris Sozialwissenschaften, Romanistik, Philosophie, Publizistik und Pädagogik. Er arbeitete als Feuilleton-Journalist für verschiedene Medien und als Deutschlehrer am Genfer See.
Er bereiste alle Länder Europas, zahlreiche Regionen Asiens, Afrikas und Amerikas und vor allem den Großteil der arabischen und islamischen Welt. Er leitet regelmäßig Studienreisen und hält länderkundliche Vorträge seit 1990. Seit über 30 Jahren ist er in der Weiterbildung tätig und arbeitet seit 2007 als Volkshochschulleiter in Waltrop.
Zum ersten Mal war Clemens Schmale 1972 in Nordafrika und besuchte bis heute mehr als zehnmal den afrikanischen Kontinent von den Kapverden bis zur Libyschen Wüste und vom Atlasgebirge über Schweitzers Urwaldhospital in Lambarene bis zur Pazifikküste Mosambiks.

freie Plätze 10017 Investmentfonds

(Wesel, am Di., 9.11., 18.30 Uhr , Christian Grams)

In Zeiten von Niedrigzinsen und Strafzinsen wird Investmentfonds nachgesagt, sie böten lukrative Erträge, hohe Flexibilität und weitreichenden Anlegerschutz - aber stimmt das? Was sind eigentlich Fonds? Wie kann der Privatanleger so investieren, dass ihn auch fallende Kurse freuen? Wie verdient man an fallenden Kursen? Was sind ETF´s und Indexfonds, Fondspolice und Fondssparplan? Welche Investments bieten Kapitalabsicherung und eine Alternative zu Niedrigzinsen? Der Abend wird einen spannenden ersten Überblick geben.

freie Plätze 10018 Die 'grüne Revolution' in Paris

(Wesel, am Fr., 12.11., 19.00 Uhr , )

Fast unbemerkt von der deutschen Öffentlichkeit hat sich in der französischen Hauptstadt ein bemerkenswerter ökologischer und verkehrspolitischer Wandel vollzogen, der gerade in der aktuellen Debatte um den Umweltschutz und Klimaschutz hochinteressant ist. Die Abkehr vom Individualverkehr besonders vom Auto und die Entwicklung alternativer Transportmöglichkeiten ist dabei nur EIN interessanter Aspekt. Genauso wichtig sind die Verbesserungen der Lebensbedingungen der Pariser sowie die Schaffung von 'lebenswertem' Freiraum für die Bewohner*innen der Stadt. Anhand von zahlreichen Beispielen zeigt der reich bebilderte Vortrag diesen Wandel und seine Folgen, die in der ganzen Stadt sichtbar sind. Auch die Akteure von Jean Tiberi über Bertrand Delanoë bis hin zu Anne Hidalgo, vor allem aber viele pfiffige Ideen für ein angenehmeres Großstadtleben werden vorgestellt.

Anmeldung möglich 10019 Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

(Wesel, am Do., 18.11., 18.00 Uhr , Karsten Tieben)

Was ist, wenn ich durch einen Unfall, einen Schlaganfall oder eine Erkrankung plötzlich nicht mehr für mich selbst entscheiden kann? Wer kümmert sich um Bankgeschäfte, um meine Wohnung, meine Verträge? Wer macht den Vertrag mit einem Pflegedienst und -heim?
Weder Freunde noch Angehörige haben ohne eine spezielle Vollmacht das Recht, stellvertretend zu handeln oder zu entscheiden. Worauf kommt es bei einer speziellen Vollmacht an und wen kann man als Betreuungsperson einsetzen? All diese Fragen sind Gegenstand des Vortrags des Weseler Notars und Rechtsanwalts Karsten Tieben, Fachanwalt für Familien- und Erbrecht.

Anmeldung möglich 10020 Digitale Demokratie oder Datendiktatur

(Wesel, am Mi., 24.11., 18.00 Uhr , Mike Karst)

Das Internet wird seit seiner Existenz von positiven und negativen Zukunftsvorstellungen in Bezug auf Demokratie und Diktatur gleichermaßen begleitet. Während die einen den Beginn einer neuen, demokratischen, offenen und partizipativen Epoche, in der sich jeder einbringen kann und das politische Geschehen offener wird, erhoffen, fürchten andere die unsichtbare, geheimnisvolle und technisch-undurchsichtige Macht einzelner Konzerne und ihre alles durchdringenden Algorithmen.
Führt die Digitalisierung zu mehr Beteiligungs- und Entscheidungsmöglichkeiten des Einzelnen oder geben uns Computer und künstliche Intelligenz zukünftig immer mehr vor, woraus wir wählen können und sollen? Bekommen Stimmabgabe und Parlamentarismus ein Update oder nähern wir uns der elektronisch gesteuerten Postdemokratie? Zu diesen Themen und Fragestellungen referiert der Politikwissenschaftler und Speaker Mike Karst (www.mikekarst.de) und wirft dabei einen Blick auf die Frage, was Digitalisierung im Politischen bedeutet.

Anmeldung möglich 10021 Bitcoin - Die digitale Währung

(Wesel, am Di., 30.11., 18.00 Uhr , Prof. Dr. Rainer Nawrocki)

Bitcoin, Ethereum und weitere Kryptowährungen haben das Potenzial, die klassische Bankenlandschaft und Wirtschaftssysteme umzukrempeln und zu einem neuen Finanzsystem zu führen. Die Technik dahinter - die Blockchain - könnte die weltweiten Handels- und Vertragsbeziehungen komplett neu aufmischen. Aber was ist eine digitale Währung? Wie funktioniert sie? Wie kann ich sie erwerben und wie ausgeben? Was ist sie wert?
An diesem Abend gibt der Referent, Professor im Fachbereich Wirtschaft & Informationstechnik der Rheinischen Hochschule in Bocholt, einen Einblick in die faszinierende Welt der Kryptowährungen.

freie Plätze 10022 Uganda

(Wesel, am Mi., 15.12., 19.00 Uhr , Clemens Schmale)

Winston Churchill sprach einst vom Juwel Afrikas, dem reichen, lieblichen und landschaftlich so abwechslungsreichen Land zwischen Albert- und Victoriasee, zwischen Rift Valley und Nilquelle, nördlich und südlich des Äquators.
Zu trauriger Berühmtheit weltweit gelangte es in den 70er Jahren unter Idi Amin, dem gefürchteten Diktator in Kampala, an den viele heute noch denken, wenn die Rede kommt auf Uganda, das touristisch aber längst wieder im Kommen ist - zumindest unter Insidern.
Im Übrigen sollte man andere Namen mit Uganda verbinden, z.B. den von Ernest Hemingway, der zwei Abstürze im Westen des Landes in den 50er Jahren überlebte oder den des großen Afrikaforschers John Hanning Speke, der im 19. Jahrhundert die Quelle des Weißen Nils bei Jinja verortete und damit eine Jahrhunderte währende Diskussion beendete. Auch der weitgehend unbekannte Deutsche Emin Pascha hatte vor mehr als 100 Jahren eine interessante Beziehung zu diesem Teil der Erde.
Der Referent geht auf alle diese berühmten Namen ein und führt in seinem Vortrag an die genannten Orte und durch die großartigen und wichtigsten Nationalparks Ugandas (Murchison Falls, Queen Elizabeth, Lake Mburo, Kibale ...) und zu den letzten Berggorillas der Erde im Grenzgebiet zu Ruanda und dem Kongo. Allein diese Begegnung mit den Menschenaffen südlich der Mondberge, deren Bestände sich langsam erholen, lohnt schon eine Reise nach Ostafrika.
Clemens Schmale, Romanist und Sozialwissenschaftler, Leiter der VHS Waltrop, besuchte mehr als zehnmal den afrikanischen Kontinent von den Kapverden bis zur Libyschen Wüste und vom Atlasgebirge über Schweitzers Urwaldhospital in Lambarene bis zur Pazifikküste Mosambiks.

freie Plätze 10030 Presse-Seminar für Vereine - Online

( ab Fr., 19.11., 18.00 Uhr , )

... wie tagtäglich zu lesen, hören und sehen ist. Aber was ist mit den Organisationen, die sich mit anderen Themen beschäftigen? Sie landen viel zu oft in der Rubrik 'Schlechte Nachrichten' unter ferner liefen. Das muss nicht sein! Denn auch der Pflegenotstand ist ein spannendes Thema, wenn die richtige Geschichte dazu erzählt wird.
Der Workshop deckt die ganze Bandbreite moderner Öffentlichkeitsarbeit ab, ohne die heute kein Verband und kein Verein auskommen: Wie schreibe ich eine Nachricht für die klassische Zeitung, wie für Online-Portale und soziale Kanäle? Wie meistere ich die Kunst des ersten Satzes, damit Leser und Leserin bei der Stange bleiben? Wie organisiere ich eine Pressekonferenz, worauf muss ich bei der Kontaktpflege zu Journalist*innen achten? Brauche ich Facebook oder ist das 'Schnee von gestern'?
Öffentlichkeitsarbeit ist viel mehr als reine Pressearbeit: Sie bindet und motiviert die Mitglieder, holt neue Unterstützerinnen und Unterstützer ins Boot, weckt Aufmerksamkeit. Natürlich nicht mit dem einsamen Trüppchen, das sich in der Vergangenheit um den langweiligen Infostand geschart hat. Deshalb gehören Tipps für kreative Aktionen ebenfalls zum Programm des Seminars.
Carmen Friemond führt leicht verständlich und praxisnah in das Thema ein. Die Dozentin kennt beide Seiten der Medaille. Sie war Redakteurin bei einer Tageszeitung, leitete mehr als zehn Jahre eine Lokalredaktion am linken Niederrhein und ist heute als freiberufliche Journalistin für die Öffentlichkeitsarbeit verschiedener Verbände und Einrichtungen zuständig.
Das Seminar findet online über Zoom statt. Wer sich für das Seminar anmeldet, erklärt damit gleichzeitig sein Einverständnis, dass die Mailadresse an die Dozentin weitergeleitet wird. Über diese Mailadresse wird den Teilnehmer*innen der Link zum Seminar zugeschickt.

freie Plätze 10031 Fundraising für Vereine und NGOs - online

( ab Fr., 26.11., 13.00 Uhr , Dr. Marion Steinbach)

Ob Sport- oder Tierschutzverein, Seniorenhilfe oder Tafel - gemeinnützige Einrichtungen und Vereine brauchen finanzielle Unterstützung, um ihre wichtige zivilgesellschaftliche Aufgabe und Verantwortung zu übernehmen. Und sie brauchen diese immer wieder, denn sie erwirtschaften keine oder nur sehr geringe eigene Mittel. Der Workshop zeigt, wie es gelingt, neue Mitglieder zu gewinnen, Spender zu überzeugen und passende Sponsoren zu finden.
Der praxisorientierte Workshop vermittelt die zentralen Voraussetzungen und wichtigsten Erfolgsfaktoren eines professionellen Fundraisings. Ziel ist es, die Breite der Möglichkeiten vorzustellen und Orientierung bei der Wahl der Instrumente zu bieten.
Die Referentin ist Inhaberin des Kommunikationsbüros SteinbachPR. Sie hat Pressestellen verschiedener deutschland- und europaweit tätiger Vereine und Verbände geleitet und war in dieser Funktion auch für das Fundraising verantwortlich.

freie Plätze 13503 Cross-over Seminar zum Thema Heimat

(Wesel, ab Do., 9.9., 19.30 Uhr , Michael Schumacher)

Ich sehe was, was du NOCH nicht siehst. Auch schon gesehen hast, aber anders als ich. Und es ist 'gelb'.
Der Briefkasten, die Leuchtreklame am Eissalon? Die verblasste Schrift auf der Wand? Was stand da früher mal? Und ich möchte es dir zeigen!
Wir stellen uns gegenseitig die Welt vor. So, wie wir sie sehen. Wir fotografieren sie, wir beschreiben sie.
Menschen, Gegenstände im öffentlichen Raum, Orte, die im Verborgenen liegen, verlassene oder alltägliche Orte. Vielleicht umgibt sie ein Geheimnis, was wir teilen möchten, auf jeden Fall haben sie eine Geschichte, meine und deine, und damit werden sie bedeutsam. Für mich, für uns.

Der Weseler Fotograf Johannes Wolsing und der Xantener Autor und Poetry Slammer Michael Schumacher begleiten in diesem, die künstlerischen Möglichkeiten übergreifenden Workshop, die Kursteilnehmer*innen auf einer Entdeckungsreise in ihre Umgebung.

Bilder suchen sich ihre Geschichten, Geschichten suchen sich ihre Bilder. Es geht immer ums Erzählen, Erinnern, mit- und untereinander, zum Abschluss des Kurses in Form einer gemeinsamen Ausstellung oder in einem Buch für alle, die dabei waren. Damit die Erinnerungen erhalten und lebendig bleiben, damit neue Geschichten entstehen - und du und ich die Welt neu entdecken können.
Jetzt sehe ich es auch! Und es ist gelb!
Teilnehmen können an unserer Expedition max. 12 Entdeckungsreisende, ob jung, ob alt, gerne auch als generationenübergreifendes Team, die Freude am Fotografieren und Schreiben haben. Eine eigene Kamera, dazu Stift und Papier, mehr braucht es nicht.

freie Plätze 21003 Assessment Center - Was ist das?

(Wesel, am Fr., 29.10., 17.00 Uhr , Fatma Boland)

Bewerber werden in Bewerbungsverfahren gerne einem sog. "Assessment Center" ausgesetzt, in dem die Bewerber unter (Zeit-)Druck alleine und in einer Gruppe verschiedene Aufgaben unter Beobachtung von Personalern bewältigen müssen. Arbeitgeber erhoffen sich dadurch eine realistischere Einschätzung und Beurteilung als dies in einem reinen Vorstellungsgespräch möglich wäre. Assessment Center sind daher mit vielerlei Mythen und auch Vorurteilen belastet.
In diesem Vortrag wird erklärt, was genau ein Assessment Center ist und in welchen beruflichen Kontexten es eingesetzt wird. Weiterhin wird es einen Überblick über die wichtigsten Methoden inkl. Erklärungen zu den Bewertungskriterien geben.

freie Plätze 21033 Start-up: Was ist das eigentlich?

(Wesel, am Di., 16.11., 18.00 Uhr , Constanze Brinkmann)

Ein Begriff, der nicht erst seit einer Fernsehsendung bekannt ist, ist der des "Start-ups". Hiermit werden Neugründungen von Unternehmen bezeichnet, die mit einer innovativen Idee die Verbraucher begeistern wollen. Die VHS bietet diesen Vortrag an, um eine erste Orientierung zu geben und vielleicht sogar erste Ideen für eine eigene Unternehmensgründung anzuregen. Der Vortrag beleuchtet Aspekte wie: Was ist ein Startup? Was fasziniert daran? Welche Herausforderungen gibt es? Aber auch genderspezifische Unterschiede, Frauen gründen anders als Männer. Und nicht zuletzt, welche Finanzierungsmöglichkeiten es gibt.
Constanze Brinkmann ist seit Jahren als gefragte Kompetenz in der Gründerszene deutschlandweit tätig. So berät sie Start-ups bei Berliner Businessplan-Wettbewerben und schreibt Gutachten in Dortmunder für start2grow.

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Kontakt

Volkshochschule Wesel Hamminkeln Schermbeck
Ritterstraße 10 14
46483 Wesel

Tel.: 0281/203-2590 o. 0281/203-2342
Fax: 0281/203-49950
E-Mail: vhs@vhs-wesel.de

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Montag Donnerstag
(außer in den Schulferien):

09:30 12:00 Uhr und
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