Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
Kursangebote >> Kursbereiche >> Mensch und Gesellschaft >> Vorträge und Seminare zur gesellschaftspolitischen Bildung
Die Volkshochschule versteht sich als demokratischer Ort des sozialen und politischen Lernens. Ein besonderer Stellenwert kommt dabei der politisch-gesellschaftlichen Bildung zu, die keinerlei Belehrung oder Parteipolitik verfolgt; allgemeines Engagement für demokratische Werte und Menschenrechte sowie das Verständnis gesellschaftlicher Prozesse soll durch Vorträge zu verschiedenen Themen, auch im Hinblick auf Bildung für nachhaltige Entwicklung und Umweltbildung soll gefördert werden. Dies betrifft unter anderem auch die Vermittlung von politischem Hintergrundwissen, Kenntnissen über historische Zusammenhänge und Fähigkeiten, verschiedene Aspekte gesellschaftlich einzuordnen. Ziel ist einerseits die Stärkung der individuellen Partizipationsfähigkeit in der Gesellschaft und zum anderen ein Transfer an Kenntnissen, um die rationale Urteilsfähigkeit zu stärken.
Die Veranstaltungen sind geprägt durch einen offenen Gedankenaustausch zwischen Menschen. In sachlichen und kontroversen Diskussionen soll ein freier Meinungsaustausch auf dem Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung erfolgen.
Die politische Bildung gehört nach dem Weiterbildungsgesetz in NRW zum Pflichtangebot der Volkshochschulen.

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freie Plätze 10014 Investmentfonds und ETF

(Wesel, am Di., 18.5., 18.30 Uhr , Christian Grams)

Lukrative Ertragschancen, hohe Flexibilität und weitreichender Anlegerschutz sind einige Aspekte, die Investmentfonds erfüllen. Wie kann der Privatanleger so investieren, dass ihn auch fallende Kurse freuen? Oder ganz ohne Verlustrisiko? Was sind die Unterschiede zwischen offenen und geschlossenen Fonds? Welche Investments bieten Kapitalabsicherungen und sind eine Alternative zu Niedrigzinsen? Die Antworten darauf werden im Kurs besprochen. Darüber hinaus erhalten die Kursteilnehmer*innen insbesondere Informationen wie Geldanlage mit Investmentfonds funktioniert, welche (Un-) Sicherheiten existieren und wie man eine Fondsauswahl trifft.

freie Plätze 10015 Vollgeld - Bedingungsloses Grundeinkommen?

(Wesel, am Do., 27.5., 18.00 Uhr , Prof. Dr. Rainer Nawrocki)

Sind das die neuen Heilsbringer, die alles besser werden lassen?
Das Vollgeld soll in Zukunft verhindern, dass die Banken Geld drucken - genauer formuliert, Giralgeld schöpfen können. Man kann damit nicht alle Probleme lösen, aber der Staat bekommt wieder Kontrolle über die Geldmenge und kann damit besser den Geldmarkt steuern. Klingt etwas abstrakt, aber wussten Sie, dass die Bank, die Ihnen Geld leiht, dieses einfach "druckt" und das Geld, das Sie auf Ihr Sparbuch einzahlen, einfach "in eine große Kiste wirft"?
Sehr umstritten ist auch das bedingungslose Grundeinkommen. Die einen glauben, dass alle zu Faulpelzen werden, die anderen sehen darin eine neue Freiheit des Menschen. Auch die Finanzierungsfrage ist bisher noch umstritten. In einigen Ländern gibt es in einem kleinen Maßstab bereits Experimente.
Die zwei Themen sind sehr mächtig und kompliziert, aber sie haben eine gemeinsame Schnittmenge.

Der Referent des Abends, Prof. Dr. Rainer Nawrocki von der Westfälischen Hochschule Bocholt, wird Ihnen beide Themen an diesem Abend näherbringen. Er ist seit August 1998 Professor und hat den Lehrstuhl für Kommunikationstechnik, insbesondere Kommunikationssysteme, im Fachbereich Wirtschaft und Informationstechnik inne.
So oder so ähnlich sind die Vorstellungen fast jedes Betroffenen, der zum ersten Mal im Zuge einer Trennung beim Anwalt sitzt. Doch dieses "Was mir zusteht" ist gar nicht einfach zu beurteilen. Es gibt eine Vielzahl potentieller Streitfelder, z.B. Unterhalt, Sorge- und Umgangsrecht, Zugewinn und Zugewinn-Ausgleich und nicht zuletzt die Aufteilung der Haushaltsgegenstände, die einen materiellen und emotionalen Wert haben und in die Überlegungen einbezogen werden müssen.

Der Referent, Notar und Fachanwalt für Familien- und Erbrecht in Wesel, ist seit über 20 Jahren im Familienrecht tätig und gibt einen Einblick in verschiedene Teilbereiche des Familienrechts, nimmt aber auch Stellung zu Eheverträgen und Scheidungsfolgevereinbarungen.

freie Plätze 10017 Schiedsgerichtsbarkeit und Mediation

(Wesel, am Do., 10.6., 19.00 Uhr , Prof. Dr. Ulrich Sick)

Der Kurs "Außergerichtliche Einigung" beleuchtet die verschiedenen Möglichkeiten, wie man im Falle eines Konfliktes zu einer außergerichtlichen Einigung kommen kann, also nicht den Weg zum Gericht und durch teilweise langwierige gerichtliche Instanzen gehen muss.

Zunächst werden die formellen Verfahren der "Alternativen Konfliktlösung" (engl.: ADR) dargestellt, von denen die bekanntesten die Mediation, das Schiedsgerichtsverfahren und die Schlichtung sind.
Dabei werden die sehr unterschiedlichen Bereiche der Mediation dargestellt, für die ein Mediationsverfahren zur Anwendung kommen kann (innerbetrieblich zwischen einem Mitarbeitenden bzw. dem Betriebsrat und dem Arbeitgeber, zwischen Unternehmen mit z.B. Kunden, Lieferanten oder aber auch innerhalb des Gesellschafterkreises in einem Unternehmen). Zur Regelung von Scheidungsfolgen ist die Mediation ebenfalls sehr beliebt, ja sogar zur Begleitung von Großprojekten, um die unterschiedlichen Interessen miteinander in Einklang zu bringen und lange Klageverfahren zu vermeiden.

In einem Schiedsgerichtsverfahren fällt der Schiedsrichter oder ein Schiedsgericht einen Schiedsspruch, der für die Parteien verbindlich ist; in einem Schlichtungsverfahren hingegen fällt der Schlichter einen Schlichterspruch, der von den Parteien aber nicht zwingend angenommen und umgesetzt werden muss. Beides geschieht nach entsprechendem Verfahren.

Aber auch außerhalb solcher formellen Verfahren der "Alternativen Konfliktlösung" kann man als Unternehmer wie als Rechtsanwalt oder Privatperson mediative Elemente in die Kommunikation einbauen, um eine weitere Eskalation des Konfliktes zu vermeiden und eine einvernehmliche Lösung herbeizuführen.

Die Teilnehmenden dieses Kurses werden einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Ansätze der "Alternativen Konfliktlösung" erhalten, gleichzeitig aber auch wichtige Tipps, die unmittelbar im (Unternehmens-)Alltag ganz praktisch umgesetzt werden können. Daneben besteht natürlich auch noch ausreichend Zeit, individuelle Fragen zu stellen.

Anmeldung möglich 11060 Friedrich Wilhelm I. und der preußische Mythos - online

(online, am Mi., 21.4., 19.30 Uhr , vhs.wissen-live)

Friedrich Wilhelm I. von Preußen, der "Soldatenkönig" (1688 - 1740), traumatisierte seinen Sohn, verprügelte seine Töchter, demütigte seine Beamten, verabscheute die Gelehrten, verachtete den Adel, verspottete die Frauen, war legendär geizig und detailversessen, rauchte, trank, fluchte und tobte, war aber peinlich bedacht auf Sauberkeit, Drill und strengste Frömmigkeit. Mit seinem bizarren Verhalten desavouierte er sämtliche Normen und Werte seiner Zeit. Im preußisch-deutschen Nationalmythos des 19. und 20. Jahrhunderts gilt er dagegen, für manche noch heute, als "Erzieher des deutschen Volkes zum Preußentum". Im Vortrag möchte ich zwei Fragen nachgehen: erstens, wie die Betroffenen damals mit dem Tyrannen umgingen, und zweitens, wie der extreme Deutungswandel zu erklären ist.

Prof. Barbara Stollberg-Rilinger ist Historikerin und Rektorin des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Sie ist vielfach ausgezeichnet u.a. mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Anmeldung möglich 11064 Neonazis und Antisemitismus; in Kooperation mit SZ - online

(online, am Di., 27.4., 19.30 Uhr , vhs.wissen-live)

Beleidigungen von und Attacken auf jüdische Mitbürger, rechtsextreme Netzwerke bei der Polizei, und eine Partei im Bundestag, die in großen Teilen nicht mehr demokratisch, sondern längst selbst rechtsextrem ist. Die Gefahr von Rechtsaußen für Freiheit, Vielfalt und Rechtsstaat ist von großen Teilen der Gesellschaft bis hin zu führenden Politikern lange nicht ernst genug genommen, sondern verharmlost worden. Alexandra Förderl-Schmid und Annette Ramelsberger sprechen darüber, was Deutschland, seine Justiz und vor allem seine Sicherheitsbehörden tun müssen, um rechte Extremisten konsequent zu verfolgen, auch in den eigenen Reihen.

Alexandra Föderl-Schmid ist seit Juli 2020 stellvertretende Chefredakteurin der Süddeutschen Zeitung. Annette Ramelsberger ist Ressortleiterin und Gerichtsreporterin der SZ. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. über ihre Beiträge zum NSU-Prozess.
Auf dem Tempelberg stand einst der jüdische Tempel, der von Babyloniern und nach seiner Wiedererrichtung von den Römern zerstört wurde. Später errichteten dort die Muslime zwei Moscheen, der Ort wurde zum drittwichtigsten Heiligtum des Islam. Unter der islamischen Herrschaft war es den Juden - anders als in byzantinischer Zeit - erlaubt, an der Klagemauer zu beten. Um die damit verbundenen Auflagen entzündete sich in spätosmanischer Zeit ein Streit, der unter der britischen Mandatsherrschaft eskalierte. Schon damals kam es zu Gewalt von arabischer Seite, wo Mufti al-Husseini das Gerücht verbreitete, die Juden beabsichtigten, die Moscheen zu zerstören, um ihren Tempel wieder zu errichten. Für religiöse Juden war das Betreten des Tempelberg-Plateaus lange tabu. Nun aber pilgern sie in immer größerer Zahl auf den Berg und fordern, auf dem Moscheenareal beten und sogar eine Synagoge bauen zu dürfen. Die Palästinenser fühlen sich zunehmend provoziert, zumal die jüdischen Eiferer durch ranghohe rechtsgerichtete israelische Politiker unterstützt werden. Auf den palästinensischen Widerstand reagiert Israel mit immer rigiderer Kontrolle.

Joseph Croitoru, geboren 1960 in Haifa, ist Historiker und Journalist. Lange Autor der Feuilletons der FAZ und der NZZ mit den Schwerpunkten Nahost und Osteuropa, schreibt er nun u.a. für Spiegel, die Süddeutsche Zeitung der die taz.

Anmeldung möglich 11067 Afrikas Kampf um seine Kunst; en français - online

(online, am Di., 18.5., 19.30 Uhr , vhs.wissen-live)

Schon vor 50 Jahren kämpfte Afrika um seine Kunst, die während der Kolonialzeit massenweise in europäische Museen gelangt war. Und es fand durchaus Unterstützung im Westen. Am Ende jedoch war der Kampf nicht nur vergebens, er wurde auch erfolgreich vergessen gemacht. Die Argumente aber, mit denen bereits damals versucht wurde, die Forderungen aus Afrika zu entkräften und Lösungen zu verhindern, ähneln auf frappierende Weise denen von heute.

Prof. Bénédicte Savoy ist Professorin für Kunstgeschichte an der TU Berlin und am Collège de France in Paris. 2016 erhielt sie den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Sie hat vielfältig zu Kunstraub und Beutekunst geforscht und ist eine der prominentesten Stimmen in der Debatte um die Rückgabe geraubter Kulturgüter in westlichen Sammlungen. Zusammen mit Felwine Sarr hat sie den vielbeachteten Bericht für Emmanuel Macron zur Restitution afrikanischen Kulturguts an die Herkunftsländer verfasst. 2021 erscheint bei C.H. Beck ihr neues Buch "Afrikas Kampf um seine Kunst: Geschichte einer postkolonialen Niederlage".

Arno Bertina ist Autor von Romanen, Essays und Radiofeatures, in denen er häufig zeitgeschichtliche Themen aufgreift. So behandelt er in dem von Bénédicte Savoy ins Deutsche übersetzten Buch "Mona Lisa in Bangoulap: Die Fabel vom Weltmuseum" (Matthes & Seitz 2016) ebenso spielerisch wie geistreich die Widersprüche der Museumsarbeit in der postkolonialen Weltgesellschaft.

Das Gespräch zwischen Bénédicte Savoy und Arno Bertina wird moderiert von Michaela Wiegel, politische Korrespondentin der FAZ für Frankreich. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Goethe-Institut Paris und der Heinrich Böll Stiftung Paris statt.
Nach 16 Jahren Kanzlerschaft geht Angela Merkel im Sommer 2021, mitten in national wie international schwierigen Zeiten. Gerade jetzt, zum ersten Mal seit 1949, können die Bürgerinnen und Bürger bei der nächsten Bundestagswahl nicht über einen Amtsinhaber urteilen. Und erstmals könnte es auf Bundesebene eine Koalition aus Union und Grünen geben, verbunden mit der Frage: Wie lange würde das halten? Wer auch immer auf Merkel folgt, muss eine Regierung zustande bringen, die vor größten Herausforderungen steht. Die Pandemie und deren soziale und wirtschaftliche Folgen werden Deutschland und die Welt noch lange beschäftigen; eine gesellschaftliche Spaltung muss verhindert werden; und der Klimawandel erfordert nicht nur einen Umbau der Wirtschaft, sondern fordert alle heraus.

Constanze von Bullion und Nico Fried. Beide arbeiten in der Parlamentsredaktion der SZ.

Anmeldung möglich 11070 Navid Kermani im Gespräch mit Prof. Michael Brenner - online

(online, am Do., 27.5., 19.30 Uhr , vhs.wissen-live)

Navid Kermani ist freier Schriftsteller und habilitierter Orientalist. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung sowie der Hamburger Akademie der Wissenschaften. Für sein akademisches und literarisches Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Friedenspreis des Deutsche Buchhandels und zuletzt mit der Buber-Rosenzweig-Medaille.
Michael Brenner ist Professor für jüdische Geschichte und Kultur an der LMU München. Er ist ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

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Ritterstraße 10 14
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Fax: 0281/203-49950
E-Mail: vhs@vhs-wesel.de

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