Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule

Als Partner im Kooperationsnetzwerkes vhs.wissen-live können wir Ihnen Online-Vorträge mit hochkarätigen Referent*innen zu politischen, gesellschaftlichen und naturwissenschaftlichen Themen anbieten. Dabei kooperieren wir als Teil von vhs.wissen-live derzeit mit der Süddeutschen Zeitung, der Max-Planck-Gesellschaft, dem Kursbuch Kulturstiftung und acatech, der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften. Den jeweiligen Kooperationspartner des Vortrags entnehmen Sie bitte der Vortragsbeschreibung.

Die Vorträge finden alle online statt. Sie müssen sich aus rechtlichen Gründen für den Vortrag anmelden und bekommen mit der Anmeldebestätigung und bei Angabe einer E-Mail den Link zum Vortrag zugeschickt. Sie können dem Vortrag von so gut wie allen Endgeräten aus folgen, indem Sie zuhören und sich das Videobild dazu ansehen. Sie haben auch die Möglichkeit, jederzeit schriftlich Fragen an den / die Referent*innen zu stellen. Sie selber werden nicht gefilmt und können auch nicht gehört werden.

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Die USA bekommen die Corona-Pandemie nicht in den Griff, die Zahl der Infizierten und Toten steigt schier unaufhörlich. Millionen US-Amerikaner sind arbeitslos geworden. Präsident Donald Trump spaltet das Land derweil weiter, um bei seinen Anhängern Angst und Empörung anheizen und um auf diese Weise die Präsidentenwahl im November zu gewinnen. Trumps Herausforderer Joe Biden führt in den Umfragen. Welche Chancen hat er auf den Wahlsieg?

Hubert Wetzel, geboren 1971, begann seine Arbeit als Journalist bei der Süddeutschen Zeitung. Nach dem Studium der Politikwissenschaft in Berlin wurde er 1998 Volontär bei der SZ. Anfang 2000 wechselte Wetzel zur damals neu gegründeten Financial Times Deutschland. Zunächst arbeitete er als Auslandsredakteur im Berliner Büro der Wirtschaftszeitung, 2003 wurde er politischer USA-Korrespondent mit Sitz in Washington. Nach knapp drei Jahren in den USA kehrte Wetzel ins Berliner FTD-Büro zurück und berichtete über deutsche Außenpolitik. Anfang 2009 folgte er dann dem Angebot, zur SZ zurückzukehren. Dort verantwortete er zunächst in der Außenpolitik-Redaktion als Chef vom Dienst die tägliche Auslandsberichterstattung. Ab Frühjahr 2012 war Hubert Wetzel stellvertretender Ressortleiter der Außenpolitik. Seit Mitte 2016 ist er Korrespondent in Washington.

Mit Hubert Wetzel, USA-Korrespondent der SZ

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung statt.

Anmeldung möglich 11014 Joseph Beuys "Multiples"

( am Mo., 5.10., 18.00 Uhr , )

Das Gedankengut von Joseph Beuys ist weit über die Kunstwelt hinaus in die Gesellschaft eingedrungen. Am 12. Mai 2021 würde diese eminent einflussreiche Persönlichkeit ihren 100. Geburtstag feiern. Zu diesem Anlass finden an vielen Orten der Welt große Ausstellungen statt, um das Werk neu zu betrachten. In der Pinakothek der Moderne in München befindet sich mit rund 300 Exponaten eine der größten Sammlungen seiner Arbeiten, die einen Überblick über die Staunen erweckende Vielfalt dieses Schaffens geben.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen vergleichsweise kleinformatige Objekte, die "Multiples". Beuys hat sie als "Vehikel" definiert, um Ideen zu transportieren. Welches Gut bringen sie dem Betrachter? Wie können wir die Botschaften, falls sie rätselhaft erscheinen, dechiffrieren?

Dr. Corinna Thierolf ist Hauptkonservatorin in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München und kuratierte als Referentin für Kunst ab 1945 zahlreiche Ausstellungen in der Pinakothek der Moderne, darunter zum Werk von Joseph Beuys, Dan Flavin, Arnulf Rainer, John Chamberlain.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Pinakothek der Moderne in München statt.
Babys unterscheiden sich von unseren nächsten Vorfahren, den Affen, dadurch, dass sie die angeborenen Fähigkeit zum Erlernen von Sprache besitzen.
Babys können jede Sprache der Welt erlernen, unabhängig davon, wie komplex sie ist. Im Unterschied zu Erwachsenen können Babys auch scheinbar mühelos zwei und mehr Sprachen erwerben. Die Muttersprache hinterlässt bereits vor der Geburt Spuren im Gehirn, die sich dann in den Melodien der Weinlaute Neugeborener zeigen. Die Sprachentwicklung beginnt "musikalisch", mit einer gerichteten Veränderung der Melodieformen im Weinen in den ersten 2-3 Monaten. In den neuartigen Lautäußerungen ab dem 2. Lebensmonat werden diese frühen Erfahrungen aufgegriffen und weiterentwickelt.
Weinen Mädchen anders als Jungen? Wie werden aus ersten Artikulationsbewegungen Silben? Was verbindet die Sprachentwicklung von Babys mit dem Gesangerlernen junger Singvögel? Welchen medizin-diagnostischen Wert haben Babylautanalysen? Was können Eltern tun, damit Babys Sprache(n) besser lernen? Wie verläuft die Sprachentwicklung in frühen Jahren?
Der Vortrag wird den Beginn der Sprachentwicklung im ersten Lebensjahr anhand von Ton- und Videobeispielen erläutern.

Prof. Kathleen Wermke leitet das interdisziplinäre Zentrum für vorsprachliche Entwicklung & Entwicklungsstörungen (ZVES) an der Poliklinik für Kieferorthopädie der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg.
Wirecard ist einer der größten, wenn nicht gar der größte Wirtschaftsskandal in der Bundesrepublik. Vorstandschef Markus Braun präsentierte den vielen Aktionären viele Jahre lang immer höhere Umsätze und Gewinne, Wirecard galt als deutscher Vorzeige-Konzern in der IT-Branche. Doch dann brach das Unternehmen wie ein Kartenhaus in sich zusammen, weil viele Geschäfte einfach nur erfunden waren. Braun und weitere Manager kamen wegen des Verdachts von Bilanzfälschungen und Betrügereien in Milliardenhöhe in Untersuchungshaft. Zugleich gerieten Wirtschaftsprüfer und die deutsche Finanzaufsicht in die Kritik, weil sie jahrelange nichts gemerkt hatten.

Cerstin Gammelin verfolgt in Berlin die politischen Auswirkungen des Skandals; Jörg Schmitt recherchiert als Investigativ-Reporter, wie es dazu kommen konnte.

Anmeldung möglich 11018 Wandel' Dich, nicht das Klima

( am Do., 29.10., 19.30 Uhr , )

Der Klimawandel gilt gemeinhin als eine der großen Herausforderungen, vor denen die Menschheit steht. Um den Klimawandel abzumildern und die Konsequenzen des Klimawandels abfedern zu können, bedarf es kollektiver Anstrengungen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Jede/r Einzelne ist gefragt - und kann auch antworten! In diesem Vortrag soll es darum gehen, wie unser alltägliches Handeln und Nichthandeln zum Klimawandel beiträgt und welche psychologischen und gesellschaftlichen Mechanismen uns motivieren, etwas zu ändern.

Prof. Gerhard Reese ist Leiter des Studiengangs "Mensch und Umwelt: Psychologie, Kommunikation, Ökonomie" an der Universität Koblenz-Landau.
Die Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2020 ist für den 3. November 2020 vorgesehen. Stephan Bierling wird sie für uns kommentieren und im Gespräch mit Andrea Kister, Leiterin des Fachbereichs "Politik und Wirtschaft" im Bayerischen Rundfunk, die wichtigsten Entwicklungen herausarbeiten.

Stephan Bierling ist Professor für Internationale Politik an der Universität Regensburg und einer der führenden Experten für die Machtverschiebungen in der Weltpolitik. Er war Gastprofessor in den USA, Israel, Südafrika und Australien und hat mehr als ein Dutzend Bücher zur Außenpolitik der USA und Deutschlands geschrieben.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Hanns-Seidel-Stiftung statt.

Anmeldung möglich 11025 "Die Kultur der Reparatur" (Nr. 3 acatech)

( am Di., 10.11., 19.30 Uhr , )

Kaum ist die Garantie abgelaufen, gehen unsere Geräte kaputt. Das Display des Smartphones spinnt, der Laptop überhitzt und schaltet ab. Doch wir können der Wegwerfgesellschaft entkommen, indem wir wieder reparieren lernen. Das schont nicht nur die Ressourcen des Planeten, es macht auch Spaß! Überall in Deutschland gibt es Repair-Cafés, in denen Menschen gemeinsam an alten Plattenspielern schrauben und aus Secondhandklamotten Designermode machen.

Prof. Dr. rer. nat. Wolfgang M. Heckl ist Generaldirektor Deutsches Museum und acatech Mitglied. Er ist zudem Professor für Experimentalphysik und forscht auf dem Gebiet der Nanowissenschaften und der Wissenschaftskommunikation. Die Kommunikation von Wissenschaft in die Öffentlichkeit ist eines seiner besonderen Anliegen; er betätigt sich umfangreich in den Bereichen TV, Radio, Internet und Printmedien. Heckl ist Autor des Spiegel Bestsellers "Die Kultur der Reparatur", übersetzt in mehrere Sprachen. Heckl ist Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Gremien und berät die Europäische Kommission sowie die Bundesregierung im Bereich Nanotechnologie und Wissenschaftskommunikation.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt.
Warum wurden in der Corona-Krise so viele Konserven, Mehl und Zucker gekauft - obwohl die Versorgungssicherheit nie gefährdet war? Offenbar weisen bestimmte Nahrungsmittel über ihren Nährwert hinaus auch kulturelle Werte auf: Essen kann solide wirken und Sicherheit suggerieren - oder zum "Soul Food" werden. Der französische Theoretiker Roland Barthes nannte die Ernährung ein "System der Kommunikation, ein Korpus von Bildern, eine Gebrauchsanordnung, ein System der Situationen und Verhaltensweisen". Für Barthes ist das Essen ein Zeichen, das sich lesen lässt. Der Vortrag erläutert in einem ersten Schritt solche und andere theoretischen Annäherungen an das allgegenwärtige "Kulturthema Essen" (Alois Wierlacher). In einem zweiten Schritt werden wir danach fragen, warum jemand eine bestimmte Speise als "jüdisch" wahrnimmt: Was ist an Pastrami, Bagels und gefillte Fisch jüdisch? Dabei werden wir auf popkulturelle Kontexte, aber auch auf Gegenwartsliteratur eingehen.

PD Dr. Caspar Battegay ist Lehrbeauftragter am Fachbereich Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft an der Universität Basel. Seit 2015 ist er Mitglied der Jungen Akademie.
Luca und Ludmilla, die Hauptfiguren in Sybille Heins turbulentem Zauberabenteuer, sind ein elfjähriger Junge, der begnadet Schlagzeug spielen kann und eine alte Hexe, die schon bessere Tage erlebt hat. Beide wollen sich einen lang gehegten Herzenswunsch erfüllen: Luca freut sich auf den ersten großen Auftritt mit der Schulband. Ludmilla fehlt nur noch eine Zutat, um einen teuflischen Zaubertrank zu beenden. Doch manchmal ist der Herzenswunsch des Einen, ein großes Grauen für den Anderen. Ludmilla kommt Luca gehörig in die Quere - und trotzdem gibt es am Ende ein furioses Happy End für beide Glückssuchende!

Zusammen mit ihrem Schlagzeuger Rafat Muhammad lässt Sybille Hein spannende, lustigeund auch traurige Passagen ihrer Geschichte lebendig werden. Während sie liest, entsteht auf zahlreichen Klangkörpern Hexenküchenatmosphäre: Klappern, Schaben, Rumpeln, Knistern, Blubbern, Kichernde Becken und grummelnde Base Drum. Wie es sich für einen echten Hexenschlagzeuger gehört, trommelt Rafat auch auf Kupferkesseln, Totenköpfen und uralten Zauberbüchern. Zwischendurch gibt es drei Gassenhauer aus der magischen Liederfibel: Warzenrumba, Krötenhiphop und den schaurigsten Gruselsong aller Zeiten. Nichts für Hasenfüße! Wie bei allen Lesungen von Sybille Hein kommt der Austausch mit dem jungen Publikum auch bei einer Online-Lesung nicht zu kurz. Im Anschluss können Fragen per Chat gestellt werden.

Sybille Hein, 1970 in Wolfenbüttel geboren, ist Autorin und Illustratorin, daneben Kabarettistin und Modedesignerin. Seit 1999 illustriert und schreibt sie Bilderbücher und Geschichten für Kinder und Erwachsene. Bei Hanser erschienen ihre Illustrationen zu Claudia Schreibers Kinderbuch Sultan und Kotzbrocken (2004) und Sultan und Kotzbrocken in einer Welt ohne Kissen (2014), 2016 folgte ihr Bilderbuch Prinz Bummelletzter. 2019 erschien das von ihr geschriebene und illustrierte Kinderbuch Luca und Ludmilla. Als Illustratorin wurde Sybille Hein u.a. mit dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis und dem Kinderbuchpreis der Stadt Wien ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Berlin.
Arzneimittel gehören zu den größten Errungenschaften der Menschheit. Sie haben zu dramatischen Verbesserungen von Gesundheit und Langlebigkeit sowie zu enormen Kosteneinsparungen durch weniger Krankheitstage und Krankenhausaufenthalte beigetragen. Der globale Markt für Arzneimittel hat derzeit einen Wert von jährlich 1.430 Milliarden Dollar. Rund 800 Milliarden Dollar entfallen dabei auf Markenprodukte, die in der Regel patentgeschützt sind und dadurch sehr teuer verkauft werden können. Die Pharmaindustrie rechtfertigt ihre hohen Produktpreise durch die entstandenen Kosten bei der Forschung und Entwicklung der Arzneimittel. Für ärmere Gesellschaften sind diese hohen Preise oft nicht zu zahlen. Wie könnte eine Lösung aussehen, die einerseits der Industrie genügend Anreize gibt, Forschung zu betreiben und anschließend die Medikamente anschließend zu einem deutlich niedrigeren Preis anzubieten? Thomas Pogge stellt anhand des Health Impact Fund eine mögliche Lösung vor.

Thomas Pogge Professor für Philosophie und internationale Angelegenheiten (Philosophy and International Affairs) an der Yale University an. Er promovierte an der Harvard University bei John Rawls.

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