Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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freie Plätze 10016 Tunisreise - August Macke, Paul Klee und der Norden Afrikas

(Wesel, am Di., 2.11., 19.00 Uhr , Clemens Schmale)

Vor mehr als 100 Jahren lockte der Orient die noch jungen und später berühmt gewordenen Künstler August Macke, Paul Klee und Louis Moillet in den Norden Afrikas. Kurz nach dieser legendär gewordenen 'Tunisreise' verstarb Macke unmittelbar zu Beginn des 1. Weltkriegs, und auch Paul Klee ist seit mehr als 80 Jahren verstorben. Lohnt heute noch eine Reise auf ihren Spuren in den doch so nahe gelegenen Norden Tunesiens? "Unbedingt", sagt der Referent, der sich seit mehr als 40 Jahren immer wieder nach Nordtunesien begeben hat und seine Zuhörer*innen an diesem Abend mitnehmen möchte nach Tunis und in dessen reizvolle, geschichtsträchtige und kulturreiche Umgebung.
Vorgestellt werden in diesem bebilderten Vortrag die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Medina der Hauptstadt mit ihren zahlreichen Baudenkmälern sowie die spätere 'Franzosenstadt' der Kolonialzeit samt dem weltberühmten Bardo-Museum mit der einzigartigen Mosaik-Sammlung. Diese geht u.a. auf das benachbarte Karthago zurück, jener punisch-römischen Metropole im Mittelmeerraum, welche auch von Klee und Macke besucht wurde. Ebenso wie das pittoreske Künstlerdorf Sidi Bou Said welches bis heute Touristen und Hauptstädter an die Küste lockt.
Schließlich führt der Vortrag entlang der historischen Reiseroute von 1914 ins weiße Hammamet am Meer und ins ockerfarbene Kairouan, das schon beinahe am Rande der Wüste im Landesinneren liegt. Hier entstand vor etwa 1300 Jahren die erste arabische Stadt im Maghreb - der bis heute wichtigste muslimische Wallfahrtsort Nordafrikas.
Der Referent wirft erneut einen Blick auf das heutige Tunesien, das Ursprungsland der arabischen Revolution, welches touristisch gut erschlossen und bei Urlaubern beliebt ist.
Clemens Schmale ist gebürtiger Westfale, machte sein Abitur auf einer Nordseeinsel und studierte in Bochum und Paris Sozialwissenschaften, Romanistik, Philosophie, Publizistik und Pädagogik. Er arbeitete als Feuilleton-Journalist für verschiedene Medien und als Deutschlehrer am Genfer See.
Er bereiste alle Länder Europas, zahlreiche Regionen Asiens, Afrikas und Amerikas und vor allem den Großteil der arabischen und islamischen Welt. Er leitet regelmäßig Studienreisen und hält länderkundliche Vorträge seit 1990. Seit über 30 Jahren ist er in der Weiterbildung tätig und arbeitet seit 2007 als Volkshochschulleiter in Waltrop.
Zum ersten Mal war Clemens Schmale 1972 in Nordafrika und besuchte bis heute mehr als zehnmal den afrikanischen Kontinent von den Kapverden bis zur Libyschen Wüste und vom Atlasgebirge über Schweitzers Urwaldhospital in Lambarene bis zur Pazifikküste Mosambiks.

freie Plätze 10018 Die 'grüne Revolution' in Paris

(Wesel, am Fr., 12.11., 19.00 Uhr , )

Fast unbemerkt von der deutschen Öffentlichkeit hat sich in der französischen Hauptstadt ein bemerkenswerter ökologischer und verkehrspolitischer Wandel vollzogen, der gerade in der aktuellen Debatte um den Umweltschutz und Klimaschutz hochinteressant ist. Die Abkehr vom Individualverkehr besonders vom Auto und die Entwicklung alternativer Transportmöglichkeiten ist dabei nur EIN interessanter Aspekt. Genauso wichtig sind die Verbesserungen der Lebensbedingungen der Pariser sowie die Schaffung von 'lebenswertem' Freiraum für die Bewohner*innen der Stadt. Anhand von zahlreichen Beispielen zeigt der reich bebilderte Vortrag diesen Wandel und seine Folgen, die in der ganzen Stadt sichtbar sind. Auch die Akteure von Jean Tiberi über Bertrand Delanoë bis hin zu Anne Hidalgo, vor allem aber viele pfiffige Ideen für ein angenehmeres Großstadtleben werden vorgestellt.

freie Plätze 10022 Uganda

(Wesel, am Mi., 15.12., 19.00 Uhr , Clemens Schmale)

Winston Churchill sprach einst vom Juwel Afrikas, dem reichen, lieblichen und landschaftlich so abwechslungsreichen Land zwischen Albert- und Victoriasee, zwischen Rift Valley und Nilquelle, nördlich und südlich des Äquators.
Zu trauriger Berühmtheit weltweit gelangte es in den 70er Jahren unter Idi Amin, dem gefürchteten Diktator in Kampala, an den viele heute noch denken, wenn die Rede kommt auf Uganda, das touristisch aber längst wieder im Kommen ist - zumindest unter Insidern.
Im Übrigen sollte man andere Namen mit Uganda verbinden, z.B. den von Ernest Hemingway, der zwei Abstürze im Westen des Landes in den 50er Jahren überlebte oder den des großen Afrikaforschers John Hanning Speke, der im 19. Jahrhundert die Quelle des Weißen Nils bei Jinja verortete und damit eine Jahrhunderte währende Diskussion beendete. Auch der weitgehend unbekannte Deutsche Emin Pascha hatte vor mehr als 100 Jahren eine interessante Beziehung zu diesem Teil der Erde.
Der Referent geht auf alle diese berühmten Namen ein und führt in seinem Vortrag an die genannten Orte und durch die großartigen und wichtigsten Nationalparks Ugandas (Murchison Falls, Queen Elizabeth, Lake Mburo, Kibale ...) und zu den letzten Berggorillas der Erde im Grenzgebiet zu Ruanda und dem Kongo. Allein diese Begegnung mit den Menschenaffen südlich der Mondberge, deren Bestände sich langsam erholen, lohnt schon eine Reise nach Ostafrika.
Clemens Schmale, Romanist und Sozialwissenschaftler, Leiter der VHS Waltrop, besuchte mehr als zehnmal den afrikanischen Kontinent von den Kapverden bis zur Libyschen Wüste und vom Atlasgebirge über Schweitzers Urwaldhospital in Lambarene bis zur Pazifikküste Mosambiks.

freie Plätze 14010 Wer bin ich? Das Schiff des Theseus

(Wesel, am Do., 4.11., 19.00 Uhr , Dr. Jens Korfkamp)

Wir verändern uns permanent, sowohl äußerlich als auch innerlich. Dennoch sind wir dieselben Personen wie früher geblieben, auch wenn sich so ziemlich alles an uns verändert hat. Unsere Identität bleibt. Wie kann das sein? Wie kann ich ich bleiben, wenn ich mich doch ständig verändere? Gibt es etwas an mir, das gleich bleibt, wenn ich älter werde? Und muss etwas gleich bleiben, damit ich über die Jahre dieselbe Person bleiben kann? Mit der Frage nach der Identität einer Sache über die Zeit hinweg beschäftigt sich eines der bekanntesten Gedankenexperimente der Philosophie: Das Schiff des Theseus. Das Gedankenexperiment, das eine unterhaltsame Anregung zum Selberdenken bietet, wird an diesem Abend vorgestellt und gemeinsam diskutiert.

Der Referent, Dr. Jens Korfkamp, Leiter der VHS Alpen-Rheinberg-Sonsbeck-Xanten, ist diplomierter Sozialwissenschaftler und hat im Bereich der politischen Philosophie promoviert.

freie Plätze 14013 2. Philosophische Matinee

(Wesel, am So., 7.11., 11.00 Uhr , Dr. Temilo van Zantwijk)

Im zweiten Vortrag wird am Beispiel des Reichserntedankfestes der dreißiger Jahre gezeigt, welche Konsequenzen eine ideologische Instrumentalisierung der Heimat hat. Die groß angelegten Huldigungen eines Bauernstandes durch die Nazis dienten der Kompensation der neuzeitlich-industriellen Entfremdung des Menschen von seiner Gemeinschaft, von der Produktion seiner Nahrung und der Natur im allgemeinen.
Durch die Konstruktion eines authentischen Lebens wurde das propagierte Leben in einer 'Volksgemeinschaft' jedoch nur noch künstlicher, die Entfremdung nur größer.
Aber zeigt die von den Nazis beschworene Heimat nicht nur das Schicksal auf, das jeden Versuch, eine 'Heimat' wiederzufinden, ereilt? Es stellt sich die Frage, ob nicht die Frage oder Suche nach Heimat selbst ein Aspekt ihres Verschwindens ist.

freie Plätze 14014 3. Philosophische Matinee

(Wesel, am So., 28.11., 11.00 Uhr , Dr. Temilo van Zantwijk)

Gibt es eine ursprüngliche Heimat, zu der wir einen unverfälschten Zugang haben? An die Stelle der kritisierten Heimatbegriffe aus den ersten beiden Vorträgen wird hier die Erinnerung an die Landschaft der Kindheit gesetzt. Diese spielt eine grundlegende Rolle für die Orientierung des Menschen in der Welt. Ein kritisch aufgeklärter Begriff von Heimat ist entsprechend in der Pädagogik zu verorten. In diesem Zusammenhang ist nach der Bedeutung von lokaler Stabilität für die Entwicklung des Menschen zu fragen. Welche Rolle spielen räumliche Veränderungen bei der Entwicklung von sozialen und kognitiven Kompetenzen? Wie hängen Eigenschaften wie 'Treue', 'Solidarität' oder 'Aufrichtigkeit' damit zusammen, ob ein Mensch an einem Ort aufwachsen durfte?
Sie wollten schon immer einmal wissen, was die alten Ägypter an geheimnisvollen Dingen geschrieben haben? Dies können Sie in Grundzügen mit diesem Workshop erreichen. Schon am Ende des Wochenendes schreiben Sie ganze Sätze in Hieroglyphen, denn überflüssige Grammatik wird nicht verwendet und Fachbegriffe werden für jeden verständlich erklärt. Die an die modernen Sprachen angelehnte Vermittlungsmethode soll Spaß am Erlernen dieser nur scheinbar komplizierten Zeichen machen. Sie haben damit die Voraussetzungen erlernt, um bei einer Reise nach Ägypten oder beim Besuch eines der großen Museen, verschiedene Dinge an Gräbern, Inschriften oder Papyri zu entschlüsseln.
Außerdem erfahren Sie an diesem Wochenende viele Dinge über eine der faszinierendsten alten Hochkulturen, werden Nachbildungen von bekannten Kunstwerken sehen und hochwertige Aufnahmen von weltberühmten Monumenten bewundern können. Sie erhalten zusätzlich Informationen, wie und wo Sie eigenständig Informationen zur Sprache und Kultur Ägyptens erhalten können.

Gehen Sie mit auf eine hoch interessante Reise in die Vergangenheit.

Dieser Kurs wird online über die vhs.cloud, die Plattform, inkl. Konferenztool des Deutschen Volkshochschulverbandes (dvv) durchgeführt. Nähere Hinweise zur Registrierung erhalten Sie rechtzeitig vor Beginn des Kurses.

Die gesamten Workshopunterlagen werden den Kursteilnehmenden vom Dozenten als PDF-Datei innerhalb der vhs.cloud im Vorfeld des Workshops zur Verfügung gestellt.

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