Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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freie Plätze 14000 Autoren in der DDR nach der Ausbürgerung von Wolf Biermann

(Wesel, am So., 8.11., 10.00 Uhr , Steffen Hering)

Als der deutsche Lyriker und Liedermacher Wolf Biermann 1976 nach einer Konzerttournee in der Bundesrepublik Deutschland nicht mehr in die DDR zurückkehren durfte und 'ausgebürgert' wurde, unterzeichneten 38 prominente Kulturschaffende der DDR einen offenen Brief an die DDR-Führung. 1979 folgte ein weiterer Protestbrief, der sich auf die restriktive Kulturpolitik der DDR-Regierung bezog. Das hatte für die Schriftsteller Kurt Bartsch, Adolf Endler, Stefan Heym, Karl-Heinz Jakobs, Klaus Poche, Klaus Schlesinger, Rolf Schneider, Dieter Schubert und Joachim Seyppel zur Konsequenz, dass sie aus dem Schriftstellerverband ausgeschlossen wurden, was einem Berufsverbot gleichkam. Auch sie verließen die DDR Richtung Westen.

Wer waren diese Schriftsteller? Welche Literatur haben sie hinterlassen? Welche Konsequenzen trugen die anderen Unterzeichner? Welche Rolle spielten Literatur und Schriftstellerverband in der DDR?

Der in der DDR aufgewachsene Referent, Steffen Hering, der sich selbst als überzeugter 'Wossi' bezeichnet, wirft beim Literaturfrühstück einen Blick zurück auf diese besondere Zeit und den Umgang mit literaturpolitischen Themen in der DDR.

freie Plätze 14001 Charles Dickens Weihnachtsgeschichte

(Wesel, am So., 29.11., 10.00 Uhr , Jutta Ulrich)

Die Weihnachtszeit ist die Zeit des Erzählens und Zuhörens, die Zeit der Geschichten von Wandlung und Veränderung.
Da ist der geizige, verbitterte Ebenezer Scrooge, der durch den Besuch dreier Geister geläutert und einsichtig wird.
Das Geschehen dieser wohl bekanntesten und am häufigsten gelesenen und gespielten Weihnachtsgeschichte der Welt ist ihnen sicher geläufig - als Film oder als Buch.
Aber ist sie Ihnen auch schon einmal erzählt worden? Haben sie zu Ihnen gesprochen, die Geister der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft?
Treffen Sie sie an diesem ersten Adventssonntag und hören Sie, was sie Ihnen und Ebenezer Scrooge zu sagen haben.

freie Plätze 14004 Kabarettabend mit Michael Schumacher

(Wesel, am Fr., 13.11., 19.00 Uhr , Michael Schumacher)

"Ich sach jetzt mal!" sagt der Niederrheiner gerne. Voller Tatkraft. Und dann sacht er oder sie wat. Oder weiß wat. Oder auch nicht. "Übrigens, wo Se grad´ sagen...", der Flachpass à la Günter Netzer als regionaler Gesprächseinstieg in die Tiefe des Raums.
Schumacher sagt auch. Was ihm so einfällt. Zu Seppelhüten am Niederrhein, zu Wallfahrten für Hunde und zu Dörfern, die immer schöner sein wollen, auch wenn da nix los ist. Nie. Ungereimte Falschnehmungen, messerstumpfe Analysen und die Antwort auf die Frage, warum Füllesophie unnötig ist, wenn 'mensch' sich in neun Wörtern die Welt erklären kann.

Ein Abend voller praktischer Lebenshilfe und der Freude am 'haarscharf daneben' inmitten des alltäglichen Verwirrsins von einem notorisch Neugierigen, der auszog. Denn er ist eigentlich Wuppertaler und wohnt seit zwanzig Jahren linksrheinisch. Sehr gerne übrigens.

Michael Schumacher (Xanten) ist Autor, Moderator, Literaturveranstalter und seit 2014 als aktiver Bühnen-Literat und Poetry Slammer, solo und mit Partner*innen, unterwegs.

Anmeldung möglich 14006 Philosophisch ins Wochenende - Glück und Sinnerfahrung

(Wesel, ab Fr., 11.9., 15.00 Uhr , Dr. Temilo van Zantwijk)

Die Fragen, was Glück sei und wie es erlangt werden könne, stehen überall auf der Welt im Mittelpunkt der Philosophie und der meisten Religionen. Eng mit der Frage nach dem Glück verwandt, aber nicht gleichbedeutend mit ihr, ist die Frage nach dem Sinn von Ereignissen, des Lebens oder auch der Wirklichkeit überhaupt. Eine Sinn-Verwiesenheit (Georg Scherer) scheint grundlegend für das sich selbst überdenkende menschliche Dasein zu sein. Glückssucher finden ihre Gegner in den Pessimisten, Sinnsucher in den Nihilisten dieser Welt. Glück kann zufällig sein und ist es häufig auch, Sinn hingegen wird als notwendig erfahren, wenn er sich denn einstellt. Sinnerfahrungen können leidvolle Erfahrungen sein, das Glück hingegen scheint die Abwesenheit von Leid zu sein.
Man kann sagen, dass die Frage nach dem Glück ihren Schwerpunkt in der Antike und im Mittelmeerraum hat, während die Sinnfrage den Norden Europas seit dem Mittelalter zunehmend bewegt hat, um in der neuzeitlichen Verzweiflung allmählich zu verstummen.
In diesem Gesprächskreis am Freitagnachmittag wird es nicht um eine kulturhistorische Aufarbeitung dieses umfassenden Themas gehen. Stattdessen werden Leitfragen und kurze Textfragmente den Auftakt zu einer erwartungsgemäß lebhaften Diskussion bilden:

1. Ist das Glück der Lohn der Tugend?
2. Man kann Glück haben, ohne es zu bemerken; kann man auch glücklich sein, ohne es zu wissen?
3. Ist Sinnerfahrung die Erkenntnis, dass ein Zweck erreicht wird?
4. Ist eine Sinnerfahrung eine ästhetische Erfahrung?
5. Ist ein sinnvolles Leben letztendlich immer auch glücklich?

Weitere Fragen sind ausdrücklich erwünscht! Diese Veranstaltung richtet sich nicht nur an Fachphilosophen und Wissenschaftler. Alle, die sich für Themen an der Grenze zwischen Philosophie und ihren Nachbarwissenschaften interessieren, sind herzlich eingeladen, mitzudenken und mitzudiskutieren.

freie Plätze 14009 3. Philosophische Matinee

(Wesel, am So., 15.11., 11.00 Uhr , Dr. Temilo van Zantwijk)

Der Vortrag zeigt, woran die politische, wirtschaftliche und militärische Zusammenarbeit am meisten krankt: Es fehlt jegliche Verständigung über das Ziel des Einigungsprozesses. Wann käme es eigentlich zu einem Abschluss? Nur eine klare Antwort auf diese Frage hätte den britischen Wählern bewusst gemacht, gegen was genau sie sich im Referendum von 2016 entschieden haben. Und hätte sie möglicherweise auf andere Gedanken gebracht. Sollen die europäischen Nationen in einen Einheitsstaat aufgehen, die Vereinigten Staaten Europas? Oder soll Europa ein Staatenbund bleiben? Wenn ja, bis zu welchem Grad der Zusammenarbeit werden die Mitgliedstaaten nationale Souveränität an die Union abtreten, was bedeutet ihre Souveränität am Ende noch? Ein allen auferlegter Vielvölkerstaat scheint nicht aussichtsreich. Dagegen soll das Bild einer begrenzten Menge von miteinander interagierenden Völkern mit hinreichend ähnlichen Verfassungen gestellt werden; Völker, die ihre nationale Identität im Interesse an gemeinsam verfolgten, demokratisch ratifizierten Zielen überschreiten.

freie Plätze 14013 Wer bin ich? Das Schiff des Theseus

(Wesel, am Do., 5.11., 19.00 Uhr , Dr. Jens Korfkamp)

Wir verändern uns permanent, sowohl äußerlich als auch innerlich. Dennoch sind wir dieselben Personen wie früher geblieben, auch wenn sich so ziemlich alles an uns verändert hat. Unsere Identität bleibt. Wie kann das sein? Wie kann ich ich bleiben, wenn ich mich doch ständig verändere? Gibt es etwas an mir, das gleich bleibt, wenn ich älter werde? Und muss etwas gleich bleiben, damit ich über die Jahre dieselbe Person bleiben kann? Mit der Frage nach der Identität einer Sache über die Zeit hinweg beschäftigt sich eines der bekanntesten Gedankenexperimente der Philosophie: Das Schiff des Theseus. Das Gedankenexperiment, das eine unterhaltsame Anregung zum Selberdenken bietet, wird an diesem Abend vorgestellt und gemeinsam diskutiert.

Der Referent, Dr. Jens Korfkamp, Leiter der VHS Alpen-Rheinberg-Sonsbeck-Xanten, ist diplomierter Sozialwissenschaftler und hat im Bereich der politischen Philosophie promoviert.

Keine Anmeldung möglich 14015 Geschichte der Tasteninstrumente Teil 2

(Wesel, am Di., 24.11., 19.00 Uhr , Dr. med. Guido Sold)

freie Plätze 14020 30 Jahre Deutsche Einheit

(Wesel, am Do., 12.11., 19.00 Uhr , Helmut Westkamp)

"Die Volkskammer erklärt den Beitritt der DDR zum Geltungsvertrag des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland gemäß Art. 23 des Grundgesetzes mit Wirkung vom 3. Oktober 1990" - so heißt es in einem Beschluss der Volkskammer der DDR von 22. August 1990. Im Einigungsvertrag (Art. 2 Abs. 2) wurde der 3. Oktober als Tag der Deutschen Einheit gesetzlicher Feiertag.

Der damals amtierende Bundeskanzler Helmut Kohl hatte 'blühende Landschaften' in Aussicht gestellt, die Euphorie war groß. Wie sieht es 30 Jahre später aus, ist 'zusammen gewachsen, was zusammen gehört' (Bundeskanzler Willy Brandt)?

Helmut Westkamp, pensionierter Jurist, hat 1990 mitgeholfen, die Arbeitsverwaltung in Brandenburg und Berlin aufzubauen und war von 2005 - 2011 Arbeitsamtsdirektor in Schwerin. Kurz vor dem dreißigsten Jahrestag der Deutschen Einheit war er in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen unterwegs. Und hat, wie immer, von seinen Reisen viele Fotos und Eindrücke mitgebracht, die er in seinem Foto-Reisebericht präsentieren möchte.

Die Reise beginnt am Grab des ersten römisch-deutschen Kaisers Otto I im Dom von Magdeburg, geht über Dessau (Bauhaus), Torgau und Meißen (Porzellan) nach Bautzen. Nach Dresden, Freyburg (Rotkäppchen), Halle (Synagoge) war die Wartburg die Endstation, von der es dann in 4 Stunden zurück nach Wesel ging.

"Selten war ich von einer Reise so beeindruckt wie von dieser! So ein Crash-Kurs in deutscher Geschichte und Gegenwart und so viele sehenswerte Orte - viel mehr 'Wessis' sollten den östlichen Teil Deutschlands erkunden und natürlich sollten auch viel mehr 'Ossis' an den Niederrhein und in andere Gegenden im Westen reisen. Es ist viel geschafft worden, in den Köpfen ist aber noch Potenzial nach oben!" - so sein Fazit.

Aufgrund der begrenzten Platzzahl (Auflagen durch die Corona-Schutzverordnung) bitten wir um vorherige Anmeldung. Das soll eine spontane Entscheidung, den Vortrag zu besuchen nicht ausschließen, die Anmeldung ist am Tag selbst bis 17.00 Uhr möglich.

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Ritterstraße 10 14
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Tel.: 0281/203-2590 o. 0281/203-2342
Fax: 0281/203-49950
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