Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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freie Plätze 10005 Jüdisches Leben in Deutschland

(Wesel, am Do., 9.9., 19.00 Uhr , Dr. med. Guido Sold)

"Ain wasèr flist vor Bóvilon, do sasén mir mit schmerzén" (An Wasserflüssen Babylon, da saßen wir mit Schmerzen) lesen wir in einem jiddischen Liederbuch der Zeit um 1600. Und wir erfahren: Von den Gemeinden in Mainz, Worms und Speyer sei einst die Lehre für ganz Israel und die Welt ausgegangen. In der Tat - beginnend 321 n. Chr. in Köln - entstanden längs des Rheins bis nach Straßburg und Basel bedeutsame jüdische Gemeinden. Mit einem gewissen Schwerpunkt auf den Städten SchUM, benannt nach den Anfangsbuchstaben von Schpira (Speyer), UUarmaisa (Worms) und Magenza (Mainz), soll diese Entwicklung nachgezeichnet und an ihre Bedeutung erinnert werden.
Dabei soll auch von den Gelehrten jener Tage die Rede sein, von der jiddischen Sprache und nicht zuletzt von Edith Stein, deren Lebensweg von Breslau nach Speyer und von dort nach Münster und Köln führte.
Der Dozent Dr. Sold war lange Jahre mit den Schwerpunkten Kardiologie und Angiologie am Evangelischen Krankenhaus Wesel tätig. Mit der Thematik dieses Vortrags kehrt er gedanklich zu seiner Gymnasialzeit in Speyer zurück, wo ihn der Schulweg täglich durch das nahe dem romanischen Dom gelegene von Juden bewohnte Viertel mit den Resten von Synagoge und Mikwe führte. Mit dem Judentum ergaben sich dann während des Studiums und des Berufs unvorhergesehen weitere Berührungspunkte.

freie Plätze 10012 31 Jahre Deutsche Einheit - Ein Fotoreisebericht

(Wesel, am Di., 5.10., 19.00 Uhr , Helmut Westkamp)

"Die Volkskammer erklärt den Beitritt der DDR zum Geltungsvertrag des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland gemäß Art. 23 des Grundgesetzes mit Wirkung vom 3. Oktober 1990" - so heißt es in einem Beschluss der Volkskammer der DDR von 22. August 1990. Im Einigungsvertrag (Art. 2 Abs. 2) wurde der 3. Oktober als Tag der Deutschen Einheit gesetzlicher Feiertag.
Der damals amtierende Bundeskanzler Helmut Kohl hatte 'blühende Landschaften' in Aussicht gestellt, die Euphorie war groß. Wie sieht es 30 Jahre später aus, ist 'zusammen gewachsen, was zusammen gehört' (Bundeskanzler Willy Brandt)?
Helmut Westkamp, pensionierter Jurist, hat 1990 mitgeholfen, die Arbeitsverwaltung in Brandenburg und Berlin aufzubauen und war von 2005 - 2011 Arbeitsamtsdirektor in Schwerin. Kurz vor dem dreißigsten Jahrestag der Deutschen Einheit war er in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen unterwegs. Und hat, wie immer, von seinen Reisen viele Fotos und Eindrücke mitgebracht, die er in seinem Foto-Reisebericht präsentieren möchte.
Die Reise beginnt am Grab des ersten römisch-deutschen Kaisers Otto I. im Dom von Magdeburg, geht über Dessau (Bauhaus), Torgau und Meißen (Porzellan) nach Bautzen. Nach Dresden, Freyburg (Rotkäppchen), Halle (Synagoge) war die Wartburg die Endstation, von der es dann in 4 Stunden zurück nach Wesel ging.
"Selten war ich von einer Reise so beeindruckt wie von dieser! So ein Crash-Kurs in deutscher Geschichte und Gegenwart und so viele sehenswerte Orte - viel mehr 'Wessis' sollten den östlichen Teil Deutschlands erkunden und natürlich sollten auch viel mehr 'Ossis' an den Niederrhein und in andere Gegenden im Westen reisen. Es ist viel geschafft worden, in den Köpfen ist aber noch Potenzial nach oben!" - so sein Fazit.

freie Plätze 10016 Tunisreise - August Macke, Paul Klee und der Norden Afrikas

(Wesel, am Di., 2.11., 19.00 Uhr , Clemens Schmale)

Vor mehr als 100 Jahren lockte der Orient die noch jungen und später berühmt gewordenen Künstler August Macke, Paul Klee und Louis Moillet in den Norden Afrikas. Kurz nach dieser legendär gewordenen 'Tunisreise' verstarb Macke unmittelbar zu Beginn des 1. Weltkriegs, und auch Paul Klee ist seit mehr als 80 Jahren verstorben. Lohnt heute noch eine Reise auf ihren Spuren in den doch so nahe gelegenen Norden Tunesiens? "Unbedingt", sagt der Referent, der sich seit mehr als 40 Jahren immer wieder nach Nordtunesien begeben hat und seine Zuhörer*innen an diesem Abend mitnehmen möchte nach Tunis und in dessen reizvolle, geschichtsträchtige und kulturreiche Umgebung.
Vorgestellt werden in diesem bebilderten Vortrag die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Medina der Hauptstadt mit ihren zahlreichen Baudenkmälern sowie die spätere 'Franzosenstadt' der Kolonialzeit samt dem weltberühmten Bardo-Museum mit der einzigartigen Mosaik-Sammlung. Diese geht u.a. auf das benachbarte Karthago zurück, jener punisch-römischen Metropole im Mittelmeerraum, welche auch von Klee und Macke besucht wurde. Ebenso wie das pittoreske Künstlerdorf Sidi Bou Said welches bis heute Touristen und Hauptstädter an die Küste lockt.
Schließlich führt der Vortrag entlang der historischen Reiseroute von 1914 ins weiße Hammamet am Meer und ins ockerfarbene Kairouan, das schon beinahe am Rande der Wüste im Landesinneren liegt. Hier entstand vor etwa 1300 Jahren die erste arabische Stadt im Maghreb - der bis heute wichtigste muslimische Wallfahrtsort Nordafrikas.
Der Referent wirft erneut einen Blick auf das heutige Tunesien, das Ursprungsland der arabischen Revolution, welches touristisch gut erschlossen und bei Urlaubern beliebt ist.
Clemens Schmale ist gebürtiger Westfale, machte sein Abitur auf einer Nordseeinsel und studierte in Bochum und Paris Sozialwissenschaften, Romanistik, Philosophie, Publizistik und Pädagogik. Er arbeitete als Feuilleton-Journalist für verschiedene Medien und als Deutschlehrer am Genfer See.
Er bereiste alle Länder Europas, zahlreiche Regionen Asiens, Afrikas und Amerikas und vor allem den Großteil der arabischen und islamischen Welt. Er leitet regelmäßig Studienreisen und hält länderkundliche Vorträge seit 1990. Seit über 30 Jahren ist er in der Weiterbildung tätig und arbeitet seit 2007 als Volkshochschulleiter in Waltrop.
Zum ersten Mal war Clemens Schmale 1972 in Nordafrika und besuchte bis heute mehr als zehnmal den afrikanischen Kontinent von den Kapverden bis zur Libyschen Wüste und vom Atlasgebirge über Schweitzers Urwaldhospital in Lambarene bis zur Pazifikküste Mosambiks.

freie Plätze 10018 Die 'grüne Revolution' in Paris

(Wesel, am Fr., 12.11., 19.00 Uhr , )

Fast unbemerkt von der deutschen Öffentlichkeit hat sich in der französischen Hauptstadt ein bemerkenswerter ökologischer und verkehrspolitischer Wandel vollzogen, der gerade in der aktuellen Debatte um den Umweltschutz und Klimaschutz hochinteressant ist. Die Abkehr vom Individualverkehr besonders vom Auto und die Entwicklung alternativer Transportmöglichkeiten ist dabei nur EIN interessanter Aspekt. Genauso wichtig sind die Verbesserungen der Lebensbedingungen der Pariser sowie die Schaffung von 'lebenswertem' Freiraum für die Bewohner*innen der Stadt. Anhand von zahlreichen Beispielen zeigt der reich bebilderte Vortrag diesen Wandel und seine Folgen, die in der ganzen Stadt sichtbar sind. Auch die Akteure von Jean Tiberi über Bertrand Delanoë bis hin zu Anne Hidalgo, vor allem aber viele pfiffige Ideen für ein angenehmeres Großstadtleben werden vorgestellt.

freie Plätze 10022 Uganda

(Wesel, am Mi., 15.12., 19.00 Uhr , Clemens Schmale)

Winston Churchill sprach einst vom Juwel Afrikas, dem reichen, lieblichen und landschaftlich so abwechslungsreichen Land zwischen Albert- und Victoriasee, zwischen Rift Valley und Nilquelle, nördlich und südlich des Äquators.
Zu trauriger Berühmtheit weltweit gelangte es in den 70er Jahren unter Idi Amin, dem gefürchteten Diktator in Kampala, an den viele heute noch denken, wenn die Rede kommt auf Uganda, das touristisch aber längst wieder im Kommen ist - zumindest unter Insidern.
Im Übrigen sollte man andere Namen mit Uganda verbinden, z.B. den von Ernest Hemingway, der zwei Abstürze im Westen des Landes in den 50er Jahren überlebte oder den des großen Afrikaforschers John Hanning Speke, der im 19. Jahrhundert die Quelle des Weißen Nils bei Jinja verortete und damit eine Jahrhunderte währende Diskussion beendete. Auch der weitgehend unbekannte Deutsche Emin Pascha hatte vor mehr als 100 Jahren eine interessante Beziehung zu diesem Teil der Erde.
Der Referent geht auf alle diese berühmten Namen ein und führt in seinem Vortrag an die genannten Orte und durch die großartigen und wichtigsten Nationalparks Ugandas (Murchison Falls, Queen Elizabeth, Lake Mburo, Kibale ...) und zu den letzten Berggorillas der Erde im Grenzgebiet zu Ruanda und dem Kongo. Allein diese Begegnung mit den Menschenaffen südlich der Mondberge, deren Bestände sich langsam erholen, lohnt schon eine Reise nach Ostafrika.
Clemens Schmale, Romanist und Sozialwissenschaftler, Leiter der VHS Waltrop, besuchte mehr als zehnmal den afrikanischen Kontinent von den Kapverden bis zur Libyschen Wüste und vom Atlasgebirge über Schweitzers Urwaldhospital in Lambarene bis zur Pazifikküste Mosambiks.

freie Plätze 13503 Cross-over Seminar zum Thema Heimat

(Wesel, ab Do., 9.9., 19.30 Uhr , Michael Schumacher)

Ich sehe was, was du NOCH nicht siehst. Auch schon gesehen hast, aber anders als ich. Und es ist 'gelb'.
Der Briefkasten, die Leuchtreklame am Eissalon? Die verblasste Schrift auf der Wand? Was stand da früher mal? Und ich möchte es dir zeigen!
Wir stellen uns gegenseitig die Welt vor. So, wie wir sie sehen. Wir fotografieren sie, wir beschreiben sie.
Menschen, Gegenstände im öffentlichen Raum, Orte, die im Verborgenen liegen, verlassene oder alltägliche Orte. Vielleicht umgibt sie ein Geheimnis, was wir teilen möchten, auf jeden Fall haben sie eine Geschichte, meine und deine, und damit werden sie bedeutsam. Für mich, für uns.

Der Weseler Fotograf Johannes Wolsing und der Xantener Autor und Poetry Slammer Michael Schumacher begleiten in diesem, die künstlerischen Möglichkeiten übergreifenden Workshop, die Kursteilnehmer*innen auf einer Entdeckungsreise in ihre Umgebung.

Bilder suchen sich ihre Geschichten, Geschichten suchen sich ihre Bilder. Es geht immer ums Erzählen, Erinnern, mit- und untereinander, zum Abschluss des Kurses in Form einer gemeinsamen Ausstellung oder in einem Buch für alle, die dabei waren. Damit die Erinnerungen erhalten und lebendig bleiben, damit neue Geschichten entstehen - und du und ich die Welt neu entdecken können.
Jetzt sehe ich es auch! Und es ist gelb!
Teilnehmen können an unserer Expedition max. 12 Entdeckungsreisende, ob jung, ob alt, gerne auch als generationenübergreifendes Team, die Freude am Fotografieren und Schreiben haben. Eine eigene Kamera, dazu Stift und Papier, mehr braucht es nicht.

freie Plätze 13504 Friedrich Dürrenmatt - Eine Hommage zum 100. Geburtstag eines Klassikers 

(Wesel, am Di., 7.9., 19.00 Uhr , Wolfgang Schwarzer)

Der Schweizer Friedrich Dürrenmatt (1921 - 1990), zu Lebzeiten umstritten und gefeiert, gehört als Dramatiker, Hörspielautor, Romancier und Essayist zu den ganz großen deutschsprachigen Literaten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Mit scharfzüngiger und immer treffsicherer Ironie bilden seine Werke einen Stachel im öffentlichen Leben seiner Zeit.
Die Schauspielerin Elke Bludau und Wolfgang Schwarzer stellen in Kommentar und Lesung einen Autor vor, der bis heute nichts von seiner Aktualität verloren hat.

freie Plätze 13505 Heimat in Literatur, Propaganda und Film

(Wesel, am Mo., 13.9., 19.00 Uhr , )

Ist Heimat ein typisch deutsches Gefühl? Eine Erfindung der Romantik? Ein Kitschbegriff? Ein politischer Kampfbegriff? Eine moderne Marketing-Strategie, die ganz unterschiedliche Produkte, vom Krimi bis zur Milch, mit dem Label 'Heimat' verbindet und damit bewusst eine emotionale Ebene bei den Leser- und Käufer*innen anspricht?

Brauchen wir einen neuen Heimatbegriff, der Weltoffenheit, Dynamik und Diversität einschließt? Der Referent bietet einen Überblick über die erstaunlich wechselvolle Geschichte des Heimatbegriffs in populären Romanen und Filmen, seinen propagandistischen Missbrauch im 20. Jahrhundert und plädiert für ein modernes Verständnis von Heimat, das die Bindung an einen bestimmten Ort oder Raum nicht vergisst.
Dr. Rainer Neu lehrte bis zu seinem Ruhestand Kirchengeschichte und Religionswissenschaft an der Universität Duisburg-Essen und an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal. Mit seinen Seminaren und Vorträgen, die in erster Linie Themen aus den Bereichen Religion und Kunst-/Kulturgeschichte behandeln, ist der gebürtige Weselaner bereits seit 1983 eng mit der VHS verbunden.

freie Plätze 14001 Kabarettabend mit Michael Schumacher

(Wesel, am Sa., 18.9., 18.30 Uhr , Michael Schumacher)

"Ich sach jetzt mal!" sagt der Niederrheiner gerne. Voller Tatkraft. Und dann sacht er oder sie wat. Oder weiß wat. Oder auch nicht. "Übrigens, wo Se grad´ sagen...", der Flachpass à la Günter Netzer als regionaler Gesprächseinstieg in die Tiefe des Raums.
Schumacher sagt auch. Was ihm so einfällt. Zu Seppelhüten am Niederrhein, zu Wallfahrten für Hunde und zu Dörfern, die immer schöner sein wollen, auch wenn da nix los ist. Nie. Ungereimte Falschnehmungen, messerstumpfe Analysen und die Antwort auf die Frage, warum Füllesophie unnötig ist, wenn 'mensch' sich in neun Wörtern die Welt erklären kann.

Ein Abend voller praktischer Lebenshilfe und der Freude am 'haarscharf daneben' inmitten des alltäglichen Verwirrsinns von einem notorisch Neugierigen, der auszog. Denn er ist eigentlich Wuppertaler und wohnt seit zwanzig Jahren linksrheinisch. Sehr gerne übrigens.

Michael Schumacher (Xanten) ist Autor, Moderator, Literaturveranstalter und seit 2014 als aktiver Bühnen-Literat und Poetry Slammer, solo und mit Partner*innen, unterwegs.

freie Plätze 14002 Marlene Dietrich - Eine musikalische Hommage mit Jola Wolters

(Wesel, am Fr., 1.10., 18.00 Uhr , Jolanta Wolters)

Der stimmungsvolle Liederabend erzählt von Marlene Dietrichs Liebe zum Leben, von ihren Sehnsüchten, ihrem Heimweh, ihrer Weltoffenheit und von ihrem politischen und sozialen Engagement gegen das Hitler-Regime. Es ist die Geschichte einer Persönlichkeit, die sich ihr Leben lang für Frieden, Freiheit und Menschen einsetzte.

Voller Respekt, aber auch mit Eigensinn interpretiert Jola Wolters die weltberühmten Lieder Dietrichs, deren Geburtstag sich Ende des Jahres zum 120. Mal jährt: Immer noch hat die 'Fesche Lola' ihr Pianola, aber es bekommt einen anderen Klang. Immer noch steht 'Lili Marlen' bei der Laterne, doch das Licht ist ein anderes.

Ein leichtes, ein berührendes Programm - mit ihrer beeindruckend vollen und warmen Stimme und ihrer unglaublichen Bühnenausstrahlung, verleiht Jola Wolters dem Abend eine einzigartige Note. Es ist eine sehr persönliche Hommage an diese Weltkünstlerin, die nicht nur wegen ihrer Kunst, sondern auch wegen ihrer besonderen Eigensinnigkeit weltweit zur Legende wurde.

Mit der musikalischen Hommage '... wo die Blumen sind', erfüllt sich die erfolgreiche deutsch-polnische Chanson-Sängerin Jola Wolters einen Herzenswunsch: Schon lange ist Marlene Dietrich, die großartige Sängerin, die beeindruckende Schauspielerin und einmalige Stilikone des 20. Jahrhunderts ein Vorbild für die Duisburger Künstlerin.

Und auch in den Pressestimmen spiegelt sich diese ganz besondere Verbindung der beiden Frauen, die das Publikum in seinen Bann zieht:

"Die deutsch-polnische Chansonnière Jola Wolters spielte ihr mittlerweile drittes Soloprogramm: '... wo die Blumen sind' über den Weltstar Marlene Dietrich - und rührte das Publikum zu Tränen (...) die Blondine fesselte die Gäste von der ersten Sekunde an. Ihre Stärke sind die leisen Töne - die Sehnsucht in ihrer Stimme ist fast mit Händen greifbar. So viel Wärme liegt darin, dass es schon Hitze gleicht (...) Sie singt 'Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt', mit einem Funkeln in den Augen, bei dem man sofort versteht, warum die 'Dietrich‘ sowohl Männer als auch Frauen verrückt machte (...) Es gibt wohl keine Sängerin, die näher an die große 'Dietrich‘ herankommt und dabei trotzdem einen eigenen Stil bewahrt (...) Das Publikum ist restlos begeistert (...)"

Westdeutsche Allgemeine Zeitung von Alexa Kuszlik 29.12.2018

Am Klavier wird Jola Wolters begleitet von Wim Naus. Der Musiker, geboren 1962 in den Niederlanden, schloss 1988 seine Ausbildung am Conservatorium Maastricht ab. Seitdem ist er vielfältig musikalisch tätig. Er ist musikalischer Leiter verschiedener Orchester und Combos. Er lehrt, arrangiert, komponiert und produziert Musik und unter dem Namen 'Theater van ’t Laeve' mit Lottie Boermans eine eigene Theatervorstellung. Als Arrangeur, Komponist, Pianist und Trompeter wechselt er mühelos zwischen Stilen wie Klassik, Jazz und Pop.

freie Plätze 14004 Pierre-Auguste Renoir - Spaziergang durch sein Leben und sein Werk

(Wesel, am Mi., 29.9., 19.00 Uhr , Peter Kösters)

Dieser Abend vermittelt einen Einblick in das Leben und Schaffen eines der bekanntesten französischen Impressionisten, Pierre-Auguste Renoir (1841-1919). Begriffe wie Poesie, Idylle, aber auch Ballett, hier verstanden als Synonym für Bewegung, führen zum Verständnis dessen, was der Kritiker Louis Leroy eher ironisch meinte, als er in seiner Rezension am 24.04.1874 in 'Le Charivari' die Ausstellung einer Malergruppe im Atelier des Fotografen Nadar im Jahr 1874 in Paris als "Ausstellung der Impressionisten" bezeichnete und damit sozusagen den Begriff für eine ganze kunstgeschichtliche Stilrichtung 'erfand'.

An Beispielen aus Renoirs Werk und im Vergleich mit Bildern seiner Malerkollegen und Zeitgenossen erklärt der Referent, Peter Kösters, seit mehreren Jahren regelmäßig mit kunstgeschichtlichen Vorträgen in der VHS Wesel zu Gast, welche Vorstellungen Renoir und seine Künstlerkolleg*innen mit dem Wort 'Impression' verbanden.

freie Plätze 14005 Das Kind in der spanischen Malerei durch die Jahrhunderte

(Wesel, am Di., 26.10., 19.00 Uhr , Prof. Dr. Helmut C. Jacobs)

Anhand ausgewählter Werke der spanischen Malerei und Druckgrafik werden berühmte, aber auch unbekannte, der Entdeckung werte Darstellungen des Kindes präsentiert und gedeutet. Der Bogen zieht sich vom sogenannten Goldenen Zeitalter (16. und 17. Jahrhundert) durch die Jahrhunderte, bis in die Gegenwart.

Bedeutende Darstellungen von Kindern stammen von Malern wie Murillo, Velázquez, Goya, Sorolla, Picasso etc. Hierbei liegt ein besonders spannender Akzent auf dem kulturgeschichtlichen Wandel im Bild des Kindes und der jeweiligen Erziehungskonzepte, aber auch in den Botschaften, die eine bestimmte Kinderdarstellung über die jeweils zeitgebundene Auffassung vom Menschen und seiner Entwicklung beinhalten.

Prof. Dr. Jacobs, seit 1997 Professor für Romanistik mit dem Schwerpunkt Französisch und Spanisch an der Universität Duisburg-Essen, ist nicht nur ein profunder Kenner der spanischen Kunst und Kultur, sondern weiß auch mit dem Akkordeon zu faszinieren. Seinen Vortrag wird er mit charakteristischen Werken der spanischen Musik bereichern.

freie Plätze 14010 Wer bin ich? Das Schiff des Theseus

(Wesel, am Do., 4.11., 19.00 Uhr , Dr. Jens Korfkamp)

Wir verändern uns permanent, sowohl äußerlich als auch innerlich. Dennoch sind wir dieselben Personen wie früher geblieben, auch wenn sich so ziemlich alles an uns verändert hat. Unsere Identität bleibt. Wie kann das sein? Wie kann ich ich bleiben, wenn ich mich doch ständig verändere? Gibt es etwas an mir, das gleich bleibt, wenn ich älter werde? Und muss etwas gleich bleiben, damit ich über die Jahre dieselbe Person bleiben kann? Mit der Frage nach der Identität einer Sache über die Zeit hinweg beschäftigt sich eines der bekanntesten Gedankenexperimente der Philosophie: Das Schiff des Theseus. Das Gedankenexperiment, das eine unterhaltsame Anregung zum Selberdenken bietet, wird an diesem Abend vorgestellt und gemeinsam diskutiert.

Der Referent, Dr. Jens Korfkamp, Leiter der VHS Alpen-Rheinberg-Sonsbeck-Xanten, ist diplomierter Sozialwissenschaftler und hat im Bereich der politischen Philosophie promoviert.

freie Plätze 14012 1. Philosophische Matinee

(Wesel, am So., 19.9., 11.00 Uhr , Dr. Temilo van Zantwijk)

In diesem Vortrag ist zu zeigen, dass ein politisches Verständnis von Heimat, aus dem Aufenthalts- und Bleiberechte abzuleiten wären, aus rechtsphilosophischer Sicht zu kritisieren ist. Denn es ist nicht klar, wer genau Träger solcher Rechte wäre.
Ob wir nun die israelische Siedlungspolitik im palästinensischen Autonomiegebiet, die Erinnerungskultur deutscher Ost-Vertriebener oder umgesiedelte Dorfgemeinschaften aus den Revieren des Braunkohle-Tagebaus betrachten, sobald 'Heimat' juristisch oder politisch definiert wird, erfährt der Begriff eine bisweilen sehr gefährliche ideologische Aufladung. Ein einklagbares 'Recht auf Heimat' gibt es nicht. Andererseits bedeutet der Verlust der Heimat für die meisten Menschen einen kaum kompensierbaren Verlust.

Die für viele vielleicht bittere Wahrheit ist: Dieser Verlust ist hinzunehmen, wenn er eintritt, weil eine Verteidigung der Heimat nur um den Preis ihrer ideologisch-politischen Aufladung möglich ist.

freie Plätze 14013 2. Philosophische Matinee

(Wesel, am So., 7.11., 11.00 Uhr , Dr. Temilo van Zantwijk)

Im zweiten Vortrag wird am Beispiel des Reichserntedankfestes der dreißiger Jahre gezeigt, welche Konsequenzen eine ideologische Instrumentalisierung der Heimat hat. Die groß angelegten Huldigungen eines Bauernstandes durch die Nazis dienten der Kompensation der neuzeitlich-industriellen Entfremdung des Menschen von seiner Gemeinschaft, von der Produktion seiner Nahrung und der Natur im allgemeinen.
Durch die Konstruktion eines authentischen Lebens wurde das propagierte Leben in einer 'Volksgemeinschaft' jedoch nur noch künstlicher, die Entfremdung nur größer.
Aber zeigt die von den Nazis beschworene Heimat nicht nur das Schicksal auf, das jeden Versuch, eine 'Heimat' wiederzufinden, ereilt? Es stellt sich die Frage, ob nicht die Frage oder Suche nach Heimat selbst ein Aspekt ihres Verschwindens ist.

freie Plätze 14014 3. Philosophische Matinee

(Wesel, am So., 28.11., 11.00 Uhr , Dr. Temilo van Zantwijk)

Gibt es eine ursprüngliche Heimat, zu der wir einen unverfälschten Zugang haben? An die Stelle der kritisierten Heimatbegriffe aus den ersten beiden Vorträgen wird hier die Erinnerung an die Landschaft der Kindheit gesetzt. Diese spielt eine grundlegende Rolle für die Orientierung des Menschen in der Welt. Ein kritisch aufgeklärter Begriff von Heimat ist entsprechend in der Pädagogik zu verorten. In diesem Zusammenhang ist nach der Bedeutung von lokaler Stabilität für die Entwicklung des Menschen zu fragen. Welche Rolle spielen räumliche Veränderungen bei der Entwicklung von sozialen und kognitiven Kompetenzen? Wie hängen Eigenschaften wie 'Treue', 'Solidarität' oder 'Aufrichtigkeit' damit zusammen, ob ein Mensch an einem Ort aufwachsen durfte?

freie Plätze 14015 Theater Online-Workshop - wöchentlich

( ab Mi., 25.8., 19.00 Uhr , Marion Bachmann)

Online Theaterkurse sind neue Kursformen, die es ermöglichen, in der eigenen Wohnung und gleichzeitig mit und bei anderen Spielenden zu sein. Dadurch entsteht eine ganz eigene Atmosphäre, die neue Möglichkeiten bietet und die Kreativität anregt.

Dazu muss man nicht besonders viel Ahnung von Computern haben: Der Kurs beginnt mit neuen Versionen beliebter Drama Games, bei denen die Gruppe sich und quasi 'nebenbei' die Bedienung der Software kennenlernt. Danach wird der eigene Ausdruck durch das Schlüpfen in verschiedene Rollen trainiert, mit verschiedenen Schauspieltechniken improvisiert und an den Ausdrucksmöglichkeiten der Stimme gearbeitet. Dies sowohl mit der ganzen Gruppe zusammen als auch in Kleingruppen.

Geeignet für Einsteiger*innen und auch für alle, die bereits Theaterluft 'geschnuppert' und sich ausprobiert haben.

Technische Voraussetzungen: Rechner mit Mikro, Kamera und (eingebautem) Lautsprecher, stabile Internetverbindung möglichst durch Netzwerkkabel

Menschliche Voraussetzungen: Spaß am Spiel
Außerdem: etwas Platz, um vor dem Rechner auch stehen und sich bewegen zu können

Dieser Online-Kurs findet über Zoom statt; Zoom läuft mit den meisten Windows Versionen und vielen anderen Betriebssystemen sowie den üblichen Browsern. Wenn Sie Fragen zu den technischen Voraussetzungen haben, informieren wir Sie gerne.

Wenn Sie sich für diesen Workshop anmelden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihre E-Mail-Adresse an die Kursleiterin weiterleiten, da die Einladungen auf die 'virtuelle Bühne' direkt über sie erfolgen.

freie Plätze 14016 Theater Online-Workshop am Wochenende

(Wesel, ab Sa., 6.11., 14.00 Uhr , Marion Bachmann)

Wer das Spielen am Laptop an einem Wochenende ausprobieren möchte oder bei dem wöchentlichen Kurs zu Beginn des Semesters Lust bekommen hat, mal länger und am Stück online zu spielen, ist hier richtig!
An jeweils drei Stunden am Samstag und Sonntag nutzen wir das erste Wochenende des grauen Novembers, um vor dem Rechner bunte Welten in Szenen und Übungen entstehen zu lassen - selbstverständlich mit kleinen Pausen.
In der eigenen Wohnung und gleichzeitig mit und bei anderen Spielenden zu sein, erschafft neue Möglichkeiten und eine Atmosphäre, die die Kreativität anregt.

Technische Voraussetzungen:
Rechner mit Mikro, Kamera und (eingebautem) Lautsprecher, stabile Internetverbindung möglichst durch Netzwerkkabel

Menschliche Voraussetzungen: Spaß am Spiel

Außerdem: etwas Platz, um vor dem Rechner auch stehen und sich bewegen zu können

Der Kurs findet über Zoom statt; Zoom läuft mit den meisten Windows Versionen und vielen anderen Betriebssystemen sowie den üblichen Browsern. Bei Fragen steht die VHS gerne zur Verfügung.

Wenn Sie sich für diesen Workshop anmelden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihre E-Mail-Adresse an die Kursleiterin weiterleiten, da die Einladungen auf die 'virtuelle Bühne' direkt über sie erfolgen.
Sie wollten schon immer einmal wissen, was die alten Ägypter an geheimnisvollen Dingen geschrieben haben? Dies können Sie in Grundzügen mit diesem Workshop erreichen. Schon am Ende des Wochenendes schreiben Sie ganze Sätze in Hieroglyphen, denn überflüssige Grammatik wird nicht verwendet und Fachbegriffe werden für jeden verständlich erklärt. Die an die modernen Sprachen angelehnte Vermittlungsmethode soll Spaß am Erlernen dieser nur scheinbar komplizierten Zeichen machen. Sie haben damit die Voraussetzungen erlernt, um bei einer Reise nach Ägypten oder beim Besuch eines der großen Museen, verschiedene Dinge an Gräbern, Inschriften oder Papyri zu entschlüsseln.
Außerdem erfahren Sie an diesem Wochenende viele Dinge über eine der faszinierendsten alten Hochkulturen, werden Nachbildungen von bekannten Kunstwerken sehen und hochwertige Aufnahmen von weltberühmten Monumenten bewundern können. Sie erhalten zusätzlich Informationen, wie und wo Sie eigenständig Informationen zur Sprache und Kultur Ägyptens erhalten können.

Gehen Sie mit auf eine hoch interessante Reise in die Vergangenheit.

Dieser Kurs wird online über die vhs.cloud, die Plattform, inkl. Konferenztool des Deutschen Volkshochschulverbandes (dvv) durchgeführt. Nähere Hinweise zur Registrierung erhalten Sie rechtzeitig vor Beginn des Kurses.

Die gesamten Workshopunterlagen werden den Kursteilnehmenden vom Dozenten als PDF-Datei innerhalb der vhs.cloud im Vorfeld des Workshops zur Verfügung gestellt.

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Kontakt

Volkshochschule Wesel Hamminkeln Schermbeck
Ritterstraße 10 14
46483 Wesel

Tel.: 0281/203-2590 o. 0281/203-2342
Fax: 0281/203-49950
E-Mail: vhs@vhs-wesel.de

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Montag Donnerstag
(außer in den Schulferien):

09:30 12:00 Uhr und
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