Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
Kursangebote >> Kursbereiche >> Arbeit und Beruf >> berufliche Um- und Neuorientierung
Die gegenwärtige Arbeits- und Erwerbswelt zeichnet sich durch eine hohe Flexibilität und wechselnde Arbeitsverhältnisse aus. Von Arbeitnehmern und Selbstständigen wird lebenslanger Lernen und häufige Anpassung erwartet. Zum einen im Hinblick auf die Aufgaben und zum anderen wird von ihnen erwartet, sich wesentlich selbstständiger und eigeninitiativer um eine berufliiche Veränderung zu kümmern als früher.

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Anmeldung möglich 11001 Die großen Katastrophen der Vergangenheit

( am Mo., 6.9., 18.30 Uhr , vhs.wissen-live)

Katastrophen lassen sich nicht vorhersagen. Sie treten nicht in Zyklen auf. Und dennoch: Wenn das Unheil zuschlägt, sollten wir besser gerüstet sein als die Römer beim Ausbruch des Vesuv, die Menschen im Mittelalter bei der rasenden Verbreitung der Pest in ganz Europa oder die Russen bei der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Aber sind wir das? Haben wir nicht gerade in der Corona-Pandemie alles erlebt an imperialer Überheblichkeit, bürokratischer Erstarrung und tiefer Spaltung?
In seinem Buch "Doom" schaut Niall Ferguson mit dem Blick des Historikers und Ökonomen auf die unterschiedlichsten Katastrophen in der Menschheitsgeschichte. "Wir müssen unsere Lektionen aus diesen historischen Beispielen lernen, damit künftige Katastrophen uns nicht in den Untergang führen."

Niall Ferguson, Professor für Geschichte an der Harvard University, ist einer der bekanntesten und renommiertesten Historiker. Er lehrte u.a. an der Oxford University, Stanford University und London School of Economics and Political Science. Sein Buch über den Ersten Weltkrieg bei DVA (»Der falsche Krieg«) war ein großer internationaler Erfolg.

Anmeldung möglich 11002 Warum es kein islamisches Mittelalter gab

( am Mo., 20.9., 19.30 Uhr , vhs.wissen-live)

Dem Islam wird gerne vorgeworfen, er sei im Mittelalter stecken geblieben. Was aber, wenn es gar kein islamisches Mittelalter gab? Thomas Bauer zeigt an zahlreichen Beispielen, wie in der islamischen Welt die antike Zivilisation und Wissenschaften weiterlebte, während im mittelalterlichen Europa nur Ruinen übrigblieben. Jahrhundertelang waren im Orient die antiken Städte lebendig, mit Bädern, Kirchen und Moscheen. Ärzte führten die Medizin Galens fort, Naturwissenschaften und Liebesdichtung blühten auf. Kupfermünzen, Dachziegel, Glas: Im Alltag des Orients gab es lauter antike Errungenschaften, die Mitteleuropäer erst zu Beginn der Neuzeit (wieder) neu entdeckten.

Thomas Bauer ist Professor für Arabistik und einer der besten Islamwissenschaftler. Er ist von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2013 mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgezeichnet worden. Zuletzt ist von ihm bei C.H. Beck das Buch "Warum es kein islamisches Mittelalter gab. Das Erbe der Antike und der Orient" erschienen.

Anmeldung möglich 11003 IT- Sicherheit: Herausforderungen f. Wissenschaft

( am Di., 21.9., 19.30 Uhr , vhs.wissen-live)

Der technologische Wandel ist ein stetiger Begleiter des Menschen. Doch noch nie war der Wandel so rasant, so absolut und so durchdringend wie durch die Digitalisierung. Die zunehmende Bedeutung digitaler Dienste und Anwendungen wirft Fragen zu deren Sicherheit auf. Gleichzeitig fordert der technische Fortschritt etablierte Methoden der Cybersicherheit immer wieder aufs Neue heraus. Claudia Eckert weckt ein Bewusstsein für aktuelle Herausforderungen im Bereich der Cybersicherheit, für eine neue Sicherheitskultur, die es zu gestalten gilt. Jeder Einzelne kann hierzu einen Beitrag leisten.

Claudia Eckert forscht und lehrt seit über 20 Jahren im Bereich der IT-Sicherheit. Sie ist geschäftsführende Leiterin des Fraunhofer-Instituts für Angewandte und Integrierte Sicherheit AISEC in München und Professorin der Technischen Universität München, wo sie den Lehrstuhl für IT-Sicherheit in der Fakultät für Informatik innehat.

Anmeldung möglich 11004 Auf der Suche nach Eindeutigkeit.

( am Mi., 22.9., 19.30 Uhr , vhs.wissen-live)

Während die Welt immer komplexer wird, ist gleichzeitig - nicht nur in westlichen Gesellschaften - ein Rückgang an Ambiguitätstoleranz festzustellen. Die Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten, Ungewissheiten zu ertragen, andere Sichtweisen gelten zu lassen, ist offensichtlich weltweit im Schwinden begriffen. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Gesellschaft, etwa auf die Akzeptanz von Demokratie, sondern auch auf jene Bereiche der Kultur, die auf Ambiguitätstoleranz angewiesen sind, ja dazu beitragen könnten, Ambiguitätstoleranz in der Gesellschaft zu stärken wie Theater, Kunst und Musik. Auch ein auf möglichst schnelle und effiziente Ausbildung gerichtetes Bildungssystem lässt immer weniger Raum für spielerische Kreativität.

Thomas Bauer ist Professor für Arabistik und einer der besten Islamwissenschaftler. Er ist von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2013 mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgezeichnet worden. Zuletzt ist von ihm bei C.H. Beck das Buch "Warum es kein islamisches Mittelalter gab. Das Erbe der Antike und der Orient" erschienen.

Anmeldung möglich 11005 Realität des Risikos

( am Mo., 27.9., 19.30 Uhr , vhs.wissen-live)

Menschen sind Gefahren ausgesetzt und viele dieser Gefahren sind von Menschen verursacht oder beeinflusst. Wir leben nicht erst heute in der "postmodernen Moderne", in einer "Risikogesellschaft", vielmehr war die Menschheit von jeher Risiken ausgesetzt und hat versucht, diese durch eigenes Tun günstig zu beeinflussen. Bevor Menschheitsgeißeln wie die Pest, die Pocken, Masern etc. durch Hygienemaßnahmen und Impfungen unter Kontrolle gebracht wurden, gehörten Epidemien zu den größten Menschheitsgefahren. Die Realität des Risikos zwingt uns zu einer rationalen Auseinandersetzung: Wie sollen wir auf Risiken reagieren und welche Rolle spielend dabei ethische Kriterien?

Julian Nida-Rümelin gilt als einer der renommiertesten Philosophen in Deutschland und lehrt Philosophie und politische Theorie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Er gehörte als Staatsminister für Kultur und Medien dem ersten Kabinett Schröder an. Er ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Europäischen Akademie der Wissenschaften. Im Frühjahr 2021 veröffentlichte er gemeinsam mit Nathalie Weidenfeld bei Piper "Die Realität des Risikos: Über den vernünftigen Umgang mit Gefahren".

Anmeldung möglich 11006 Ein Elefant für den Papst

( am Fr., 1.10., 19.30 Uhr , vhs.wissen-live)

1514 erreicht Papst Leo X. in Rom ein Geschenk des Königs von Portugal, ein junger weißer Elefant.
Ausgehend von diesem Ereignis, das seinerzeit ungeheures Aufsehen erregte, unternimmt Prof. Dr. Martin Zimmermann, Lehrstuhlinhaber an der LMU München, seinem Vortrag eine Reise ins Zeitalter der "Entdecker". Er erzählt von gefährlichen Überfahrten, der Begegnung mit dem Fremden, kolonialer Gewalt, der Macht der Kartografie und der Kirche als aufmerksamen Begleiter, der an Mission, aber auch an den Reichtümern ferner Länder interessiert war.
In einem aus heutiger Sicht ungeheuerlichen Vertrag teilten sich Portugal und Spanien im Jahr 1494 gar die Welt untereinander auf, indem sie durch den Atlantik eine Linie vom Nord- zum Südpol ziehen - ein Sinnbild herrscherlicher Hybris, das bis heute nachwirkt.

Anmeldung möglich 11007 Die Resiliente Gesellschaft

( am Do., 9.12., 19.30 Uhr , vhs.wissen-live)

In diesem Vortrag wird das Konzept der Resilienz als Leitprinzip für unsere Gesellschaft nach COVID vorgestellt. Anstatt uns auf Kostenminimierung und enge Effizienzgewinne zu konzentrieren, sollten wir unser Denken auf eine widerstandsfähige Gesellschaft verlagern, die in der Lage ist, sich von Schocks zu erholen. Resilienz, bei der es darum geht, Fallen und Wendepunkte zu vermeiden, unterscheidet sich damit vom klassischen Risikomanagement. Im Vortrag wird skizziert, wie sich das Konzept der Resilienz auf die öffentliche Gesundheit und die Makroökonomie anwenden lässt und wie es sich auf Innovation, Verschuldung oder ökonomischer Ungleichheit auswirken kann.

Markus Brunnermeier ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Princeton University und dort Direktor des Bendheim Center for Finance.

Anmeldung möglich 11008 Das Risikoparadox

( am Di., 12.10., 19.30 Uhr , vhs.wissen-live)

Was uns wirklich bedroht und wie wir richtig damit umgehen. Nahezu täglich bringen uns die Medien neue Hiobsbotschaften: steigende Kriminalität, gentechnisch veränderte Lebensmittel oder Elektrosmog. Wird unser Leben nicht immer gefährlicher, unsicherer, risikoreicher? Ortwin Renn, der international anerkannte Risikoforscher und renommierte Technik- und Umweltsoziologe, sagt: nein. Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt beständig, in vielerlei Hinsicht geht es uns immer besser. Wie fürchten uns, so Renn, vor "falschen" Gefahren, verschließen aber die Augen vor Risiken, die uns und unsere Nachwelt erheblich bedrohen. Renn zeigt, welches diese sind, warum wir sie unterschätzen und wie wir im Sinne der Nachhaltigkeit verantwortungsvoll damit umgehen können.

Ortwin Renn ist Wissenschaftlicher Direktor am Institut für Transformative Nachhaltigkeitsforschung in Potsdam und Professor für Umwelt und Techniksoziologie an der Universität Stuttgart. Außerdem leitet er das Forschungsinstitut DIALOGIK. Seine Hauptforschungsfelder sind Risikoanalyse, Bürgerbeteiligung bei öffentlichen Vorhaben, Transformationsforschung sowie sozialer Wandel einer nachhaltigen Entwicklung.

Anmeldung möglich 11009 Die Erziehung des Geschmacks

( am Do., 21.10., 19.30 Uhr , vhs.wissen-live)

Spätestens wenn man bemerkt, wie sehr die sozialen Medien sich zu Paradiesen oder Höllen des Geschmacks entwickelt haben, in denen täglich tausendfach "Followers" ihre "Likes" vergeben oder verweigern, zerstreut sich der Verdacht, die Geschichte des Geschmacks sei beendet oder ein Gegenstand bloß antiquarischen Interesses.
Tatsächlich folgen wir, wenn wir uns vom Gefallen oder Missfallen leiten lassen, einer schnellen, instinktartig funktionierenden Steuerung, die alle Operationen der Vernunft unterläuft. Den Sinnen nah, dem Verstand fern, ist der Geschmack ein Schwererziehbarer, um den sich nach den Philosophen des 18. und den Formerziehern des 19. Jahrhunderts zunehmend Marktinstanzen gekümmert haben, deren Wirken neuerdings von Algorithmen und KI unterstützt wird.

Prof. Dr. Ulrich Raulff ist Historiker. Er war Feuilleton-Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Leitender Redakteur im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung. Von 2004 bis 2018 war Raulff Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach. Seit Oktober 2018 ist er Präsident des Instituts für Auslandsbeziehungen.

Anmeldung möglich 11010 Die Wiederfindung der Nation

( am Fr., 29.10., 19.30 Uhr , vhs.wissen-live)

Bei Intellektuellen steht der Begriff der Nation unter Generalverdacht. Doch wer sagt denn, dass Nation automatisch ethnische Homogenität und eine "Volksgemeinschaft" bedeutet, die andere ausschließt? Das ist die Sicht von Rechtsextremen, die den aufgegebenen Nationsbegriff inzwischen für sich erobert haben. Doch lässt sich nicht auch eine Form von Nation (wieder)finden, die sich als demokratisch, zivil und divers versteht und sich solidarisch auf die gewaltigen Zukunftsaufgaben einstellen kann? Diese und weiteren Fragen diskutieren Aleida Assmann und Herfried Münkler.

Aleida Assmann ist Professorin em. für Anglistik und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Prof. Herfried Münkler ist Politikwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Politische Theorie und Ideengeschichte. Er lehrte als ordentlicher Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Anmeldung möglich 11011 Srebrenica 1995 - ein europäisches Trauma

( am Mi., 10.11., 19.30 Uhr , vhs.wissen-live)

Am Morgen des 11. Juli 1995 stürmten bosnisch-serbische Armee- und Polizeieinheiten nach tagelangem Beschuss die UNO-Schutzzone Srebrenica. Unter den Augen der Staatengemeinschaft ermordeten sie planmäßig über 8.300 Männer und Jungen.
"Srebrenica" wurde zum Trauma europäischer und internationaler Politik. Wie konnte es zu diesem Massenverbrechen kommen? Wer waren die Auftraggeber, was motivierte die Täter? Und welche Lehren hat Deutschland, hat die Welt daraus gezogen?

Marie-Janine Calic ist Professorin für Geschichte Ost- und Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU).

Anmeldung möglich 11012 Adolph Menzels Kunst und Wirklichkeiten

( am Do., 11.11., 19.30 Uhr , vhs.wissen-live)

Adolph Menzel gilt als der herausragende Vertreter des deutschen Realismus im 19. Jahrhundert. Unermüdlich zeichnend beobachtete er gleichsam als Chronist einer "vie moderne en Allemagne" Menschliches und Allzumenschliches. 1996/97 verortete ihn die große Berliner Retrospektive daher auch im "Labyrinth der Wirklichkeit". Aber warum fotografierte der Künstler eigentlich nicht? Menzel, der die lithographische Anstalt des Vaters nach dessen Tod 1832 weiterführte, erwarb zudem 1864 das Photographische Kunst- und Verlagsinstitut Gustav Schauer für seinen Bruder. Nach dessen Tod ein Jahr später unterstützte er auch hier seine Schwägerin in der Fortführung der Geschäfte.
Diesen Fragen geht der Vortrag live aus der Neuen Pinakothek mit überraschenden und spannenden Einsichten in die Gemälde der Neuen Pinakothek nach.

Dr. Joachim Kaak ist zweiter stellvertretender Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und Referent für Malerei und Plastik 1850-1900 in der Neuen Pinakothek.

Anmeldung möglich 11013 Was ist Technik - und was ist der Mensch?

( am Di., 16.11., 19.30 Uhr , vhs.wissen-live)

Technik war in der Kulturgeschichte der Menschheit stets ein entscheidendes Medium für Erfolg und Wohlstand. Dabei ist die Technik nicht bloß Objekt, sondern kann Menschen verändern, individuell wie kollektiv: Handlungsweisen, Lebensstile und Gewohnheiten, Freizeitverhalten und Arbeitswelt, aber auch Werte und Wertschätzungen. Technik wirkt auf ihre Erzeuger und Nutzer zurück. Diese Rückwirkungen tragen zu den Vorstellungen bei, die Menschen von sich machen, aber auch von Natur und Umwelt. Die Frage nach der Technik führt daher auf die Frage nach dem Menschen zurück, beide Fragen sind untrennbar verbunden.

Armin Grunwald, in Physik promoviert und in Philosophie habilitiert, beschäftigt sich mit den Folgen technischer Entwicklungen, mit Technikphilosophie sowie nachhaltiger Entwicklung. Seit 1999 leitet er das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse am Karlsruher Institut für Technologie.

Anmeldung möglich 11014 Femizide - Warum Männer Frauen töten

( am Do., 25.11., 19.30 Uhr , vhs.wissen-live)

Jeden Tag versucht in Deutschland ein Mann, seine Frau umzubringen. Alle 3 Tage wird eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Hinzu kommen die Morde an Frauen durch unbekannte Täter. Diese Verbrechen sind keine Ehrenmorde oder Beziehungstaten, sondern Femizide: Morde, die an Frauen verübt werden, weil sie Frauen sind.
Laura Backes und Margherita Bettoni zeigen in dem Vortrag, dass die Tötung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts auch bei uns ein ernsthaftes gesamtgesellschaftliches Problem ist. Als Familientragödien verharmlost, bleiben viele Frauenmorde verborgen und verdecken die patriarchalen Macht- und Gewaltmuster, die sich tief durch unsere Gesellschaft ziehen.

Margherita Bettoni ist Investigativjournalistin mit den Schwerpunkten Organisierte Kriminalität und sexualisierte Gewalt. Sie ist Co-Autorin der Bücher "Die Mafia in Deutschland." und "Corona: Geschichte eines angekündigten Sterbens".

Anmeldung möglich 11015 Klimawandel und Klimapolitik

( am Do., 2.12., 19.30 Uhr , vhs.wissen-live)

Mittlerweile gibt es aufgrund der erdrückenden wissenschaftlichen Evidenz keinen Zweifel mehr: die Ursache des Klimawandels ist der Mensch. Wir sprechen vom Phänomen des anthropogenen Klimawandels. Noch ist die Zeit zum Handeln da, aber das Zeitfenster, das uns zur Verfügung steht, schließt sich. Nur ein von der gesamten Staatengemeinschaft getragenes globales Abkommen kann die Erderwärmung aufhalten. Vor allem die politischen Entscheidungsträger müssen erkennen, dass Instrumente wie eine CO2-Bepreisung oder ein Emissionshandel wirksame, gerechte Maßnahmen darstellen, von denen - wenn diese mit Sachverstand implementiert werden - alle Staaten profitieren können. Ist der EU Green Deal ein Schritt in die richtige Richtung?

Prof. Ottmar Edenhofer ist Direktor sowie Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Er ist einer der meistzitierten Wissenschaftler der Welt und berät als Experte für Umweltökonomik u.a. die OECD und die Vereinten Nationen.
Der gegenwärtige Aufstieg der Volksrepublik China führt zu einer Neuordnung der globalen Machtverhältnisse. Auch innerhalb des Landes haben sich durch die wirtschaftliche Entwicklung Klassen- und Geschlechterverhältnisse grundlegend verändert. Jedes Jahr verlieren Millionen von Bäuerinnen und Bauern ihr Land, und neue Klassen von freien LohnarbeiterInnen und von KapitalistInnen sind entstanden. Streiks, ländliche Unruhen und ethnische Konflikte sind die Folge. Rückständigkeit zu überwinden und den Westen wirtschaftlich einzuholen, war und ist ein zentrales Ziel der chinesischen Führung.

Felix Wemheuer ist Professor für Moderne China-Studien an der Universität Köln. Zuvor war er Gastwissenschaftler an der Harvard University und studierte "Geschichte der KPCh" an der Volksuniversität in Beijing.

Anmeldung möglich 11017 Der Ursprung der Kooperation beim Menschen

( am Mi., 15.12., 19.30 Uhr , vhs.wissen-live)

Kooperation ist ein Grundstein menschlichen Verhaltens: Hilfsbereitschaft und Zusammenarbeit sind wesentlich für ein erfolgreiches Miteinander. Doch was ist der Ursprung dieses Verhaltens? Sind wir von Natur aus Egoisten, denen Altruismus erst beigebracht werden muss? Woher stammen Teamgeist und unser Sinn für Gerechtigkeit?
Dieser Vortrag zeigt neueste Ergebnisse aus der psychologischen Forschung mit Kindern und gewährt Einblicke in die überraschend frühe Entwicklung von kooperativen Verhaltensweisen bereits im Kleinkindalter. Vergleichende Studien deuten zudem darauf hin, dass auch Schimpansen über einige als bisher einzigartig menschlich angesehene kooperative Fähigkeiten verfügen.

Prof. Felix Warneken, ist Psychologe und Professor an der University of Michigan. Er war Professor an der Harvard University und wissenschaftlicher Mitarbeiter von Michael Tomasello am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie.

Anmeldung möglich 11018 Malerfürst und barocke Üppigkeit - Peter Paul Rubens

( am Do., 16.12., 19.30 Uhr , vhs.wissen-live)

Ambivalenz - mit diesem Begriff lässt sich wohl am besten die Haltung des Museumspublikums gegenüber Peter Paul Rubens fassen. Er gehört zu den bedeutendsten Künstlern aller Zeiten, zugleich wirken seine Bildwelten aus heutiger Sicht aus der Zeit gefallen: Die Dynamik, das Schönheitsideal, die Darstellung von Erotik und Gewalt - all das entspricht nicht mehr unbedingt den modernen Sehgewohnheiten und auch nicht dem gegenwärtig herrschenden Schönheitsempfinden. Wohl kaum ein Künstleroeuvre löst so zuverlässig heftige und sich diametral gegenüberstehende Emotionen aus.

Dr. Mirjam Neumeister ist Oberkonservatorin und Sammlungsleiterin Flämische Barockmalerei in der Alten Pinakothek.

Anmeldung möglich 11019 Schule in Zeiten von Corona - was kosten die Schulschließungen?

( am Mo., 20.12., 19.30 Uhr , vhs.wissen-live)

Die Corona-Pandemie hat Deutschland seit dem Frühjahr 2020 fest im Griff. Eine zentrale Maßnahme zur Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus war von Beginn an die Schließung von Schulen. Studien zeigen, dass sich die Lernzeit der SchülerInnen durch Schulschließungen drastisch verringert, besonders für leistungsschwächere SchülerInnen. Welche kurz- und langfristigen Konsequenzen haben die Schulschließungen für die betroffenen SchülerInnen und das deutsche Bildungssystem insgesamt? Rund um diese Fragen diskutiert der Vortrag die aktuelle Forschung zu den ökonomischen Folgen der Corona-bedingten Schulschließungen.

Dr. Katharina Werner ist promovierte Ökonomin und arbeitet derzeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am ifo Zentrum für Bildungsökonomik in München. Ihre Forschung beschäftigt sich unter anderem mit Fragen der Bildungsfinanzierung und Bildungsungleichheit.

freie Plätze 21001 Qualifizierung von Betreuungskräften im Offenen Ganztag

(Wesel, Die VHS plant die Durchführung der Qualifizierung von Betreuungskräften im offenen Ganztag. Bitte melden Sie sich bei uns telefonisch oder per Mail, wenn Sie an der Fortbildung Interesse haben. Bei Erreichen der notwendigen Zahl an Teilnehmenden benachrichtigen wir Sie über den konkreten Kursstart, das Entgelt und Wochentag, Raum und Zeit., )

Die Offene Ganztagsschule (OGS oder Ogata) ist ein wichtiger Baustein des schulischen Lernens und der Betreuung. Neben hauptberuflichem Personal werden die Bildungs- und Betreuungsaufgaben von Ergänzungskräften geleistet. Die OGS setzt differenzierte Kenntnisse, z.B. von den Entwicklungsstufen von Kindern, Hausaufgabenunterstützung, individuelle Förderung und Freizeitgestaltung, voraus.
Dieser Kurs bietet eine berufsbegleitende Qualifizierung mit genügend Raum, die eigenen Erfahrungen einzubringen und gelerntes im Arbeitsalltag auszuprobieren. Austausch in der Gruppe und die Möglichkeit, von anderen Teilnehmenden zu lernen, sind der pädagogische Rahmen des Kurses. Die Teilnehmenden erhalten bei regelmäßigem Kursbesuch und aktiver Teilnahme ein Teilnahmezertifikat.
Die Kursinhalte sind u. a.: Sicherheit und Aufsichtspflichten, Entwicklungs- und lernpsychologische Grundlagen, Verfahren individueller Förderung, Sprachförderung und Hausaufgabenkonzepte, besondere Förder-, Bildungs- und Erziehungsbedarfe, Kommunikation mit Eltern, Kooperation in der Schule, Erarbeitung von Entspannungs-, Sport- und Bewegungsangeboten, Erste Hilfe beim Kind.

freie Plätze 21003 Assessment Center - Was ist das?

(Wesel, am Fr., 29.10., 17.00 Uhr , Fatma Boland)

Bewerber werden in Bewerbungsverfahren gerne einem sog. "Assessment Center" ausgesetzt, in dem die Bewerber unter (Zeit-)Druck alleine und in einer Gruppe verschiedene Aufgaben unter Beobachtung von Personalern bewältigen müssen. Arbeitgeber erhoffen sich dadurch eine realistischere Einschätzung und Beurteilung als dies in einem reinen Vorstellungsgespräch möglich wäre. Assessment Center sind daher mit vielerlei Mythen und auch Vorurteilen belastet.
In diesem Vortrag wird erklärt, was genau ein Assessment Center ist und in welchen beruflichen Kontexten es eingesetzt wird. Weiterhin wird es einen Überblick über die wichtigsten Methoden inkl. Erklärungen zu den Bewertungskriterien geben.

freie Plätze 21032 Gründerinnenseminar

(Wesel, ab Sa., 6.11., 10.00 Uhr , Constanze Brinkmann)

Frauen gründen anders als Männer ein eigenes Unternehmen. Der genderspezifische Unterschied wird z.B. im Risiko bzw. der Bewertung der eigenen Fähigkeiten sowie der Beurteilung der eigenen Idee deutlich. Was macht eine gute Geschäftsidee aus? Wie und wo finde ich meine Kunden? Welche Schlüsselpartner benötige ich und wie kann ich meine Kompetenzen am besten nutzen?
Gründungsinteressierte, die bislang noch keine (konkrete) Gründungsidee haben, erhalten in diesem Workshop die Gelegenheit, eine solche zu entwickeln oder eine bereits bestehende Idee weiterzuentwickeln und Feedback von Gleichgesinnten zu erhalten. Ferner bekommen sie einen ersten Überblick über die Grundlagen für ein stimmiges Canvas-Business-Modell. Im Mittelpunkt stehen die optimale Geschäftsidee, der Firmennamen und das Logo sowie das Business Modell Canvas.

freie Plätze 21033 Start-up: Was ist das eigentlich?

(Wesel, am Di., 16.11., 18.00 Uhr , Constanze Brinkmann)

Ein Begriff, der nicht erst seit einer Fernsehsendung bekannt ist, ist der des "Start-ups". Hiermit werden Neugründungen von Unternehmen bezeichnet, die mit einer innovativen Idee die Verbraucher begeistern wollen. Die VHS bietet diesen Vortrag an, um eine erste Orientierung zu geben und vielleicht sogar erste Ideen für eine eigene Unternehmensgründung anzuregen. Der Vortrag beleuchtet Aspekte wie: Was ist ein Startup? Was fasziniert daran? Welche Herausforderungen gibt es? Aber auch genderspezifische Unterschiede, Frauen gründen anders als Männer. Und nicht zuletzt, welche Finanzierungsmöglichkeiten es gibt.
Constanze Brinkmann ist seit Jahren als gefragte Kompetenz in der Gründerszene deutschlandweit tätig. So berät sie Start-ups bei Berliner Businessplan-Wettbewerben und schreibt Gutachten in Dortmunder für start2grow.

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Ritterstraße 10 14
46483 Wesel

Tel.: 0281/203-2590 o. 0281/203-2342
Fax: 0281/203-49950
E-Mail: vhs@vhs-wesel.de

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Montag Donnerstag
(außer in den Schulferien):

09:30 12:00 Uhr und
14:30 16:00 Uhr

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