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Literaturfrühstück am Sonntagmorgen

Die literarische Matinee am Sonntagmorgen gehört seit vielen Semestern zum festen Bestandteil des VHS Programms.

Auch in diesem Semester laden wir Sie wieder ein, während eines gemütlichen Frühstücks in einem ansprechenden Ambiente, Leben und Werk berühmter Frauen und Männer, die die Literatur geprägt haben, zu entdecken, sich aus ihren Büchern vorlesen zu lassen und sich dabei auch dem Menschen hinter den literarischen Werken zu nähern.

Die literarische Matinee findet statt im Café Vesalia, Wesel, Dinslakener Landstr 5.

Kursgebühr inkl. Frühstücksbuffet
Rücktrittsschluss ist jeweils neun Tage vor der Veranstaltung.

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freie Plätze 13501 Saint-Exupéry: Der kleine Prinz

(Wesel, am So., 21.3., 10.00 Uhr , Jutta Ulrich)

Wer kennt es nicht, das Geheimnis des Fuchses, das er dem kleinen Prinzen mit auf den Weg gibt - dem wohl bekanntesten Kind der Literaturgeschichte, geschaffen von Antoine de Saint-Exupéry?
Wir finden hier ein zeitlos gültiges Plädoyer für Freundschaft und Menschlichkeit, für die große Bedeutung zwischenmenschlicher Werte.

Lassen Sie sich einfangen vom gesprochenen Wort, von einer Geschichte, die, erzählt mit dem Herzen, ganz sicher den Weg zu Ihrem Herzen finden wird.
Als Hitler und seine Schergen im Januar 1933 in Deutschland an die Macht kamen, traf diese Katastrophe die deutschen Dichter und Intellektuellen, die deutschen Verlage und Zeitungen gänzlich unvorbereitet. Viele von ihnen wollten zunächst einmal die politische Entwicklung abwarten in der Hoffnung, dass der Nazi-Spuk bald wieder vorbei sein werde.

In dieser Situation beschloss der niederländische Verleger, sephardische Jude und Sozialist Emanuel Querido, in Amsterdam einen eigenen Verlag für die deutschen Dichter und Intellektuellen zu gründen. Er tat das für die, welche schon ins Exil gegangen waren, aber auch für diejenigen, die in naher Zukunft ins Exil gehen würden. Als Verlagsleiter und Mitinhaber gewann er Dr. Fritz H. Landshoff, den Geschäftsführenden Mitinhaber des Gustav Kiepenheuer Verlags. Auch Landshoff war jüdischer Herkunft. So entstand im März 1933 nicht etwa in Zürich, Wien oder Prag, sondern in Amsterdam der mit Abstand wichtigste deutsche Exilverlag.

In seinem Vortrag über den Querido Verlag wird der Germanist Rudolf Haffner Emanuel Querido und Fritz Landshoff vorstellen, ihre kaum zu überschätzende Bedeutung für die deutsche Literatur des 20. Jahrhunderts würdigen und die Tragik ihres Lebens schildern. Fast alle wichtigen Exildichter aus Deutschland haben während der Zeit der Nazi-Diktatur im Querido Verlag ein neues Zuhause für ihre Bücher gefunden. Vier von ihnen wird R. Haffner genauer vorstellen: Klaus Mann und Heinrich Mann, Alfred Döblin und Gustav Regler. Während die drei Erstgenannten inzwischen unbestritten zu den bedeutenden Autoren des 20. Jahrhunderts zählen, ist der saarländische Autor Gustav Regler heute fast völlig vergessen. Volker Weidermann hat in seinem 'Buch über die verbrannten Bücher' geurteilt, dass Gustav Reglers Leben interessanter als seine Bücher gewesen sei. Deshalb ist Reglers Autobiographie 'Das Ohr des Malchus', erschienen 1958, dasjenige Buch, welches auch heute noch spannend und gewinnbringend zu lesen ist.

Rudolf Haffner hat sich nicht nur über Jahrzehnte hinweg intensiv mit der deutschen Exilliteratur und dort besonders mit dem Querido Verlag befasst, er hat in dieser Zeit auch Bücher aus dem Querido Verlag gesammelt und wird die schönsten anlässlich des Literaturfrühstücks zur Ansicht mitbringen.

freie Plätze 13504 Mascha Kaléko

(Wesel, am So., 20.6., 10.00 Uhr , )

Mascha Kaléko (1907 - 1975) wurde um 1930 in Berlin als Autorin bekannt; sie gehörte zur künstlerischen Bohème und verkehrte im berühmten 'Romanischen Café‘. Sie schrieb Gedichte und Prosastücke für die 'Vossische Zeitung‘ sowie Chansons und Texte für das Kabarett. Dann musste die in Galizien Geborene wieder weiter ins Exil.

Sie ist eine der bekanntesten deutschsprachigen Lyrikerinnen. Ihre heiter-melancholischen Gedichte um den Alltag und die Gefühlswelt der Menschen finden bis heute großen Anklang. Sie wollte wie Kästner, Tucholsky oder Ringelnatz, mit denen sie immer wieder verglichen wurde, keine feingeistige Literatur für wenige schreiben, sondern eine zugängliche, unverkrampfte 'Gebrauchspoesie‘ im besten Sinne, aus dem Alltag für den Alltag: keck, gegenwartsnah, voller Ironie und doch voll Gefühl.

André Schneider ist - wie der Name es nicht verrät - Franzose. Er hat an der Universität Saarbrücken Romanistik, Germanistik und Übersetzungswissenschaft studiert. Er war 35 Jahre in der Erwachsenenbildung tätig und hat oft seine Schwäche für deutsche Lyrik mit anderen geteilt. In der VHS Velbert-Heiligenhaus hat er Lesungen u.a. zu Tucholsky, Kästner, Ringelnatz angeboten. Bei der erzwungenen 'Corona-Pause‘ im vergangenen Jahr hat er sich intensiv mit Mascha Kaléko befasst und sich gefragt, warum er nicht früher auf diese beeindruckende Lyrikerin aufmerksam geworden ist und sie nicht früher gewürdigt hat. Bei dieser Sonntagsmatinee will er das Versäumte nachholen und versteht diese Lesung als eine Wiedergutmachung. Er wird Mascha Kaléko ausgiebig zu Wort kommen lassen und möchte ihr Sprachrohr sein.

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