Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Literaturfrühstück am Sonntagmorgen

Die literarische Matinee am Sonntagmorgen gehört seit vielen Semestern zum festen Bestandteil des VHS Programms.

Auch in diesem Semester laden wir Sie wieder ein, während eines gemütlichen Frühstücks in einem ansprechenden Ambiente, Leben und Werk berühmter Frauen und Männer, die die Literatur geprägt haben, zu entdecken, sich aus ihren Büchern vorlesen zu lassen und sich dabei auch dem Menschen hinter den literarischen Werken zu nähern.

Die literarische Matinee findet statt im Café Vesalia, Wesel, Dinslakener Landstr 5.

Kursgebühr inkl. Frühstücksbuffet
Rücktrittsschluss ist jeweils neun Tage vor der Veranstaltung.

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freie Plätze 13500 Saint-Exupéry: Der kleine Prinz

(Wesel, am So., 29.3., 10.00 Uhr , Dorit Isselhorst)

Wer kennt es nicht, das Geheimnis des Fuchses, das er dem kleinen Prinzen mit auf den Weg gibt - dem wohl bekanntesten Kind der Literaturgeschichte, geschaffen von Antoine de Saint-Exupéry?
Wir finden hier ein zeitlos gültiges Plädoyer für Freundschaft und Menschlichkeit, für die große Bedeutung zwischenmenschlicher Werte.

Lassen Sie sich einfangen vom gesprochenen Wort, von einer Geschichte, die, erzählt mit dem Herzen, ganz sicher den Weg zu Ihrem Herzen finden wird.
Als Hitler und seine Schergen im Januar 1933 in Deutschland an die Macht kamen, traf diese Katastrophe die deutschen Dichter und Intellektuellen, die deutschen Verlage und Zeitungen gänzlich unvorbereitet. Viele von ihnen wollten zunächst einmal die politische Entwicklung abwarten in der Hoffnung, dass der Nazi-Spuk bald wieder vorbei sein werde.

In dieser Situation beschloss der niederländische Verleger, sephardische Jude und Sozialist Emanuel Querido, in Amsterdam einen eigenen Verlag für die deutschen Dichter und Intellektuellen zu gründen. Er tat das für die, welche schon ins Exil gegangen waren, aber auch für diejenigen, die in naher Zukunft ins Exil gehen würden. Als Verlagsleiter und Mitinhaber gewann er Dr. Fritz H. Landshoff, den Geschäftsführenden Mitinhaber des Gustav Kiepenheuer Verlags. Auch Landshoff war jüdischer Herkunft. So entstand im März 1933 nicht etwa in Zürich, Wien oder Prag, sondern in Amsterdam der mit Abstand wichtigste deutsche Exilverlag.

In seinem Vortrag über den Querido Verlag wird der Germanist Rudolf Haffner Emanuel Querido und Fritz Landshoff vorstellen, ihre kaum zu überschätzende Bedeutung für die deutsche Literatur des 20. Jahrhunderts würdigen und die Tragik ihres Lebens schildern. Fast alle wichtigen Exildichter aus Deutschland haben während der Zeit der Nazi-Diktatur im Querido Verlag ein neues Zuhause für ihre Bücher gefunden. Vier von ihnen wird R. Haffner genauer vorstellen: Klaus Mann und Heinrich Mann, Alfred Döblin und Gustav Regler. Während die drei Erstgenannten inzwischen unbestritten zu den bedeutenden Autoren des 20. Jahrhunderts zählen, ist der saarländische Autor Gustav Regler heute fast völlig vergessen. Volker Weidermann hat in seinem "Buch über die verbrannten Bücher" geurteilt, dass Gustav Reglers Leben interessanter als seine Bücher gewesen sei. Deshalb ist Reglers Autobiographie "Das Ohr des Malchus", erschienen 1958, dasjenige Buch, welches auch heute noch spannend und gewinnbringend zu lesen ist.

Rudolf Haffner hat sich nicht nur über Jahrzehnte hinweg intensiv mit der deutschen Exilliteratur und dort besonders mit dem Querido Verlag befasst, er hat in dieser Zeit auch Bücher aus dem Querido Verlag gesammelt und wird die schönsten anlässlich des Literaturfrühstücks zur Ansicht mitbringen.

freie Plätze 13502 "Nasse Gedichte"

(Wesel, am So., 21.6., 10.00 Uhr , )

Bevor die Chemie es den Menschen genauer lehrte, gab es vier Elemente: Luft, Erde, Feuer und Wasser. Besonders das Wasser mit seinen Weiten und Gefahren hatte es den Dichtern angetan. Deshalb gibt es zahlreiche Gedichte, die sich um das Wasser und sein Umfeld ranken. Die Menschen am Niederrhein sind seit Jahrhunderten ganz besonders mit dem Wasser und seinen Chancen und Gefahren verbunden.
Viele spannende Einblicke in die Thematik verspricht die Beschäftigung mit den "Nassen Gedichten", wobei z.B. Theodor Fontanes Gedicht über den Steuermann John Maynard und Goethes Zauberlehrling nicht fehlen dürfen. Und Friedrich Marona spannt den Bogen noch weiter bis zu den 'nassen' Gedichten von Heinz Erhardt.

Friedrich Marona, lange Jahre Direktor einer Gesamtschule in Duisburg, hob bereits 2000 das Projekt "Literatur wird lebendig" aus der Taufe, mit dem Ziel, das Interesse an Literatur und am Lesen bei ganz unterschiedlichen Zielgruppen zu wecken. Seit 2009 ist er Vorstandsmitglied und Rezitator des Freundeskreises Hanns Dieter Hüsch e.V. in Moers.

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