Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Keine Anmeldung möglich 14001 Oman - das Juwel Arabiens

(Wesel, am Do., 7.2., 19.00 Uhr , Clemens Schmale)

Noch heute muss manch ein Deutscher überlegen, wo es eigentlich liegt - das traditionelle Weihrauchland. Dabei hat sich das Sultanat Oman im äußersten Südosten der Arabischen Halbinsel zu einer Top-Destination unter den islamischen Ländern entwickelt, zählt das Land doch zu einem der politisch und religiös stabilsten Länder zwischen Nordwestafrika und dem indischen Subkontinent. Dabei gehörte der Oman bis zu Beginn der 1970er Jahre zu den ärmsten und verschlossensten Ländern der Welt.
Heute bietet das Land alles, was es zu einer behutsamen, nachhaltigen und vorausschauenden Entwicklung - auch in touristischer Hinsicht - braucht. Und anders als Dubai oder Qatar hat der Oman kulturell und landschaftlich viel zu bieten und blickt auf eine lange und wechselvolle Geschichte, deren Erbe man heute sehr bemüht ist zu wahren. Und so machen gelebte Traditionen auch für den Besucher einen Teil des Reizes aus.
Denkt man etwa an Sindbad den Seefahrer, der Omani war, oder ans afrikanische Sansibar, einst Omans Kolonie, so kann man die historische Bedeutung des Landes erahnen. Und schaut man gar in vorchristliche Epochen, dann stößt man hier im Süden des Sultanats auf das legendäre Land der Weihrauchbäume, wo jenes Harz produziert und vermarktet wurde, nach dem sich viele Hochkulturen der Antike sehnten.
Der Referent führt durch eben jene reiche Geschichte, aber auch durch den heutigen Oman, ein Land, dem viele eine geopolitische Schlüsselrolle zuweisen. Er zeigt die bis zu 3000 Meter hohen Gebirge der Zentralregion, die Küsten, wo zuweilen riesige Meeresschildkröten ihre Eier ablegen, die kolonialen Festungen und UNESCO-Welterbestätten. Auch die Wüsten kommen nicht zu kurz: die Wahiba Sands und die Ausläufer der großen Rub al- Khali, wo sich einst Ubar befand, das legendäre "Atlantis der Wüste".

Der Referent, Clemens Schmale, ist gebürtiger Westfale, machte sein Abitur auf einer Nordseeinsel und studierte in Bochum und Paris Sozialwissenschaften, Romanistik, Philosophie, Publizistik und Pädagogik. Er arbeitete als Feuilleton-Journalist für verschiedene Medien und als Deutschlehrer am Genfer See.
Er bereiste alle Länder Europas, zahlreiche Regionen Asiens, Afrikas und Amerikas und vor allem den Großteil der arabischen und islamischen Welt. Seit über 30 Jahren ist er in der Weiterbildung tätig und arbeitet seit 2007 als Volkshochschulleiter in Waltrop.

Keine Anmeldung möglich 14002 Albrecht Dürer

(Wesel, am Mo., 18.2., 19.00 Uhr , Peter Kösters)

Das Nürnberger Universalgenie Albrecht Dürer (1472 - 1528) gilt zu Recht als der herausragende Vertreter der Renaissance nördlich der Alpen. Er war Grafiker und Maler und beschäftigte sich darüber hinaus mit Kunsttheorie und Mathematik. Denkt man an ihn, dann fallen einem zunächst seine Holzschnitte und Kupferstiche ein.
Freilich musste auch er erst viel lernen. Ausgebildet bei Michael Wohlgemuth, dem wohl besten Nürnberger Maler bis dahin, zog er nach der Lehre für etwa ein Jahr an den Oberrhein und studierte vor allem in Colmar das Werk Martin Schongauers, ging aber auch nach Basel und Straßburg.
Danach kehrte er nach Nürnberg zurück, um seine Frau Agnes zu heiraten. Vor der sich ausbreitenden Pest floh er dann nach Oberitalien, wo er u. a. den Werken Andrea Mantegnas und denen der Brüder Bellini begegnete, die ihn maßgeblich beeinflussten. So wurde aus der Flucht eine Studienreise von besonderer Qualität.

Von Dürers umfangreichem Werk stellt der Referent dessen malerischen Teil in den Mittelpunkt seines Vortrages.

Keine Anmeldung möglich 14003 Die Erfindung des Wanderns im 19. Jahrhundert

(Wesel, am Mi., 20.3., 19.00 Uhr , Dr. Rainer Neu)

Mit der Parole der Aufklärung "Zurück zur Natur!" und einem neuen Gefühl für die Spiritualität der Landschaft wird das Wandern um 1800 zum Ausdruck eines modernen Lebensgefühls. Seit der Romantik erobern sich Künstler die Natur zu Fuß und unter neuen Aspekten. Dem Wandern wächst dabei in der Kunst die sinnbildliche Bedeutung der Lebensreise und der symbolischen Pilgerschaft zu. Die selbstbestimmte Fußreise eröffnet eine neue, intensive Art der Naturbegegnung und eine sinnliche wie auch körperliche Form der Weltaneignung.

Der Vortrag spürt diesem Thema in der Malerei des gesamten 19. Jahrhunderts und in der frühen Fotografie bis hin zur Entstehung der Wandervogelbewegung vor dem 1. Weltkrieg nach.

Dr. Rainer Neu lehrte bis zu seinem Ruhestand Kirchengeschichte und Religionswissenschaft an der Universität Duisburg-Essen und an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal. Mit seinen Seminaren und Vorträgen, die in erster Linie Themen aus den Bereichen Religion und Kunst-/Kulturgeschichte behandeln, ist der gebürtige Weselaner bereits seit 1983 eng mit der VHS verbunden.

Keine Anmeldung möglich 14005 La Traviata

(Wesel, am Mo., 8.4., 19.00 Uhr , Wolfgang Schwarzer)

Giuseppe Verdis "La Traviata" ist seit ihrer Uraufführung im Jahre 1853 auf allen Opernbühnen der Welt ein Dauerbrenner. Ihre Vorlage "La Dame aux Camélias" von Alexandre Dumas fils (1852), gehörte zu den erfolgreichsten Theaterstücken im Paris des 19. Jahrhunderts. Der gleichnamige Roman (1848) war ein Bestseller. Hinter dem unsterblichen Mythos der Violetta Valéry steht die aus ärmlichen Verhältnissen stammende Alphonsine Plessis (1824 - 1847), die in ihrem kurzen Leben zur schönsten und elegantesten Kurtisane ihrer Zeit in Paris werden sollte. Ihr Leben war indes auch in der Realität von der tragischen Schicksalhaftigkeit gezeichnet, welche in Literatur und Musik bis heute Leser und Zuschauer anrührt.

Der Vortrag führt in die Epoche des Bürgerkönigs in Frankreich (1830 - 1848), die nicht nur starke Veränderungen im Pariser Stadtbild und im sozialen Leben der Bevölkerung hervorbrachte, sondern auch in einer Revolution endete, die Frankreich und Europa für immer verändern sollte. Alphonsine Plessis wurde durch Literatur, Theater und Oper zu einer der Ikonen dieser Epoche. Als Zeitzeugen werden unter anderen Heinrich Heine, Honoré de Balzac, Franz Liszt, Giuseppe Verdi und natürlich Alexandre Dumas Fils gehört.

Wolfgang Schwarzer, Romanist, bis 2012 Fachbereichsleiter für romanische Sprachen bei der VHS Duisburg, ist Präsident der Deutsch-Französischen Gesellschaft.

Keine Anmeldung möglich 14006 Don Quijote & Sancho Panza

(Wesel, am Mo., 6.5., 19.00 Uhr , Prof. Dr. Helmut C. Jacobs)

Der große spanische Schriftsteller Miguel de Cervantes Saavedra (1547-1616) lebte in einer Epoche, die aufgrund ihrer kulturellen Höhepunkte in Literatur und Malerei und der politischen Weltmachtstellung Spaniens als Goldenes Zeitalter (Siglo de Oro) bezeichnet wurde. König Philipp II. erlangte 1580 mit der Vereinigung von Spanien und Portugal in Personalunion seine höchste Machtfülle, doch schon wenig später kündigte sich 1581 mit der Unabhängigkeit der Niederlande unter Führung von Wilhelm von Oranien und 1588 mit der Niederlage der spanischen Armada vor der britischen Küste der allmähliche Niedergang der Weltmacht Spanien an. Im Kontext dieser glanzvollen spanischen Epoche wird in dem Vortrag das abenteuerliche und wechselvolle Leben von Miguel de Cervantes dargestellt und ein Überblick über seine wichtigsten Werke gegeben. Vorgestellt werden außer seinem Erstlingswerk, dem Schäferroman La Galatea (1585), vor allem der berühmte Roman Don Quijote, der 1605 und 1615 in zwei Teilen erschienen ist, und die zwölf Novellen von 1613, mit denen Cervantes sich nicht nur von der Tradition der volkssprachigen Erzählkunst seines Landes löste, sondern in der intensiven Auseinandersetzung mit Giovanni Boccaccios Decamerone einen eigenen, originellen Weg fand. Die Titelfigur des Don Quijote und sein schrulliger Diener Sancho Panza sind wohl das berühmteste Herr-Diener-Gespann der Weltliteratur, das zahlreiche Autoren, Maler und Komponisten in allen Jahrhunderten bis in die Gegenwart zu neuen Kunstwerken angeregt hat. Der Vortrag (in Wort und Bild) ist in deutscher Sprache, so dass Spanischkenntnisse zum Verständnis nicht vonnöten sind.

Prof. Dr. Helmut C. Jacobs, seit 1997 Professor für Romanistik mit dem Schwerpunkt Französisch und Spanisch an der Universität Duisburg-Essen, fasziniert seine Zuhörer nicht nur mit seinen profunden Kenntnissen der spanischen Kultur, sondern auch als Akkordeonvirtuose, denn er wird seinen Vortrag mit spanischer Musik untermalen und bereichern.

Keine Anmeldung möglich 14007 Rembrandt

(Wesel, am Mo., 13.5., 19.00 Uhr , Peter Kösters)

Hollands großer Sohn war nicht nur ein bedeutender Maler, sondern auch ein herausragender Zeichner und Radierer. In der bürgerlich geprägten Gesellschaft der Niederlande arbeitete er sehr viel für einen freien Kunstmarkt, unabhängig von fürstlichen oder kirchlichen Auftraggebern und Mäzenen. Nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage regelte sich daher vor allem die Themenwahl seiner Werke. Zeitweise war die Nachfrage so groß, dass Rembrandt als Arbeitgeber eine Werkstatt unterhielt, in der nach seinen Entwürfen und Anweisungen gearbeitet wurde.

In diesem Vortrag werden vorrangig Werke Rembrandts, aber auch solche seiner Schüler gezeigt.

freie Plätze 14014 Religionsgeschichte Europas Teil 2

(Wesel, ab Do., 21.3., 16.00 Uhr , Dr. Rainer Neu)

In einem insgesamt auf drei Semestern angelegten Seminar spannt der Dozent einen weiten Bogen von den Anfängen der Religion und Kunst im Neolithikum bis zu den religiösen und kulturellen Erscheinungsformen der Gegenwart. Die religiöse und kulturelle Vielfalt Europas kommt dabei ebenso zur Sprache wie die großen Hauptlinien europäischer Kulturgeschichte. Jedes Semester bildet eine in sich geschlossene Einheit und kann problemlos für sich belegt werden. Die drei Semester zusammen geben einen komplexen Überblick und eine Einführung in die wichtigsten Epochen abendländischer Religions- und Kunstgeschichte. Stand im ersten Semester im Herbst 2018 die Zeit von den Höhlenmalereien bis zum maurischen Stil in Spanien im Fokus, geht es im zweiten Teil um:

Die Zeit der Karolinger bis zum Barock

Der Dozent behandelt den Zeitabschnitt von der sich entwickelnden mittelalterlichen Kultur- und Geistesgeschichte über die Höhepunkte von Romanik und Gotik bis in die beginnende Neuzeit mit den glanzvollen Epochen von Renaissance und Gotik. Ein in sich abgeschlossenes Semesterthema, das einen komplexen Überblick und eine Einführung in die Entstehung und Entfaltung abendländischer Kultur und Geisteshaltung gewährt.

Dr. Rainer Neu lehrte bis zu seinem Ruhestand Kirchengeschichte und Religionswissenschaft an der Universität Duisburg-Essen und der Kirchlichen Hochschule Wuppertal. Mit seinen Seminaren und Vorträgen, die in erster Linie Themen aus den Bereichen Religion und Kunst- / Kulturgeschichte behandeln, ist der gebürtige Weselaner bereits seit 1983 eng mit der VHS verbunden.

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Ritterstraße 10 14
46483 Wesel

Tel.: 0281/203-2590 o. 0281/203-2342
Fax: 0281/203-49950
E-Mail: vhs@vhs-wesel.de

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Montag Donnerstag
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Vom 21.01. 07.02.2019 erweiterte Öffnungszeiten:
Montag und Donnerstag:
09:30 12:00 Uhr und
14:30 18:00 Uhr

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