Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Keine Anmeldung möglich 14003 Die Erfindung des Wanderns im 19. Jahrhundert

(Wesel, am Mi., 20.3., 19.00 Uhr , Dr. Rainer Neu)

Mit der Parole der Aufklärung "Zurück zur Natur!" und einem neuen Gefühl für die Spiritualität der Landschaft wird das Wandern um 1800 zum Ausdruck eines modernen Lebensgefühls. Seit der Romantik erobern sich Künstler die Natur zu Fuß und unter neuen Aspekten. Dem Wandern wächst dabei in der Kunst die sinnbildliche Bedeutung der Lebensreise und der symbolischen Pilgerschaft zu. Die selbstbestimmte Fußreise eröffnet eine neue, intensive Art der Naturbegegnung und eine sinnliche wie auch körperliche Form der Weltaneignung.

Der Vortrag spürt diesem Thema in der Malerei des gesamten 19. Jahrhunderts und in der frühen Fotografie bis hin zur Entstehung der Wandervogelbewegung vor dem 1. Weltkrieg nach.

Dr. Rainer Neu lehrte bis zu seinem Ruhestand Kirchengeschichte und Religionswissenschaft an der Universität Duisburg-Essen und an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal. Mit seinen Seminaren und Vorträgen, die in erster Linie Themen aus den Bereichen Religion und Kunst-/Kulturgeschichte behandeln, ist der gebürtige Weselaner bereits seit 1983 eng mit der VHS verbunden.

Keine Anmeldung möglich 14005 La Traviata

(Wesel, am Mo., 8.4., 19.00 Uhr , Wolfgang Schwarzer)

Giuseppe Verdis "La Traviata" ist seit ihrer Uraufführung im Jahre 1853 auf allen Opernbühnen der Welt ein Dauerbrenner. Ihre Vorlage "La Dame aux Camélias" von Alexandre Dumas fils (1852), gehörte zu den erfolgreichsten Theaterstücken im Paris des 19. Jahrhunderts. Der gleichnamige Roman (1848) war ein Bestseller. Hinter dem unsterblichen Mythos der Violetta Valéry steht die aus ärmlichen Verhältnissen stammende Alphonsine Plessis (1824 - 1847), die in ihrem kurzen Leben zur schönsten und elegantesten Kurtisane ihrer Zeit in Paris werden sollte. Ihr Leben war indes auch in der Realität von der tragischen Schicksalhaftigkeit gezeichnet, welche in Literatur und Musik bis heute Leser und Zuschauer anrührt.

Der Vortrag führt in die Epoche des Bürgerkönigs in Frankreich (1830 - 1848), die nicht nur starke Veränderungen im Pariser Stadtbild und im sozialen Leben der Bevölkerung hervorbrachte, sondern auch in einer Revolution endete, die Frankreich und Europa für immer verändern sollte. Alphonsine Plessis wurde durch Literatur, Theater und Oper zu einer der Ikonen dieser Epoche. Als Zeitzeugen werden unter anderen Heinrich Heine, Honoré de Balzac, Franz Liszt, Giuseppe Verdi und natürlich Alexandre Dumas Fils gehört.

Wolfgang Schwarzer, Romanist, bis 2012 Fachbereichsleiter für romanische Sprachen bei der VHS Duisburg, ist Präsident der Deutsch-Französischen Gesellschaft.

Keine Anmeldung möglich 14006 Don Quijote & Sancho Panza

(Wesel, am Mo., 6.5., 19.00 Uhr , Prof. Dr. Helmut C. Jacobs)

Der große spanische Schriftsteller Miguel de Cervantes Saavedra (1547-1616) lebte in einer Epoche, die aufgrund ihrer kulturellen Höhepunkte in Literatur und Malerei und der politischen Weltmachtstellung Spaniens als Goldenes Zeitalter (Siglo de Oro) bezeichnet wurde. König Philipp II. erlangte 1580 mit der Vereinigung von Spanien und Portugal in Personalunion seine höchste Machtfülle, doch schon wenig später kündigte sich 1581 mit der Unabhängigkeit der Niederlande unter Führung von Wilhelm von Oranien und 1588 mit der Niederlage der spanischen Armada vor der britischen Küste der allmähliche Niedergang der Weltmacht Spanien an. Im Kontext dieser glanzvollen spanischen Epoche wird in dem Vortrag das abenteuerliche und wechselvolle Leben von Miguel de Cervantes dargestellt und ein Überblick über seine wichtigsten Werke gegeben. Vorgestellt werden außer seinem Erstlingswerk, dem Schäferroman La Galatea (1585), vor allem der berühmte Roman Don Quijote, der 1605 und 1615 in zwei Teilen erschienen ist, und die zwölf Novellen von 1613, mit denen Cervantes sich nicht nur von der Tradition der volkssprachigen Erzählkunst seines Landes löste, sondern in der intensiven Auseinandersetzung mit Giovanni Boccaccios Decamerone einen eigenen, originellen Weg fand. Die Titelfigur des Don Quijote und sein schrulliger Diener Sancho Panza sind wohl das berühmteste Herr-Diener-Gespann der Weltliteratur, das zahlreiche Autoren, Maler und Komponisten in allen Jahrhunderten bis in die Gegenwart zu neuen Kunstwerken angeregt hat. Der Vortrag (in Wort und Bild) ist in deutscher Sprache, so dass Spanischkenntnisse zum Verständnis nicht vonnöten sind.

Prof. Dr. Helmut C. Jacobs, seit 1997 Professor für Romanistik mit dem Schwerpunkt Französisch und Spanisch an der Universität Duisburg-Essen, fasziniert seine Zuhörer nicht nur mit seinen profunden Kenntnissen der spanischen Kultur, sondern auch als Akkordeonvirtuose, denn er wird seinen Vortrag mit spanischer Musik untermalen und bereichern.

Keine Anmeldung möglich 14007 Rembrandt

(Wesel, am Mo., 13.5., 19.00 Uhr , Peter Kösters)

Hollands großer Sohn war nicht nur ein bedeutender Maler, sondern auch ein herausragender Zeichner und Radierer. In der bürgerlich geprägten Gesellschaft der Niederlande arbeitete er sehr viel für einen freien Kunstmarkt, unabhängig von fürstlichen oder kirchlichen Auftraggebern und Mäzenen. Nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage regelte sich daher vor allem die Themenwahl seiner Werke. Zeitweise war die Nachfrage so groß, dass Rembrandt als Arbeitgeber eine Werkstatt unterhielt, in der nach seinen Entwürfen und Anweisungen gearbeitet wurde.

In diesem Vortrag werden vorrangig Werke Rembrandts, aber auch solche seiner Schüler gezeigt.

Anmeldung möglich 14008 Erlebnis Niederrhein - Naturschutz und Rheinfischerei 'in einem Boot'?

(Wesel, am Sa., 27.4., 18.30 Uhr , Heiner Langhoff)

Der Landschaftsraum der Rheinaue nordwestlich von Wesel ist geprägt von zahlreichen Wasserflächen, die durch die Gewinnung von Kiesen und Sanden entstanden sind. Die sog. Abgrabung 'Westerheide' ist dabei eine der ganz wenigen, die eine Verbindung zum Rheinstrom hat. Vielfach werden die so entstandenen Seen als weitgehend tote und wertlose Fremdkörper abgetan.
Dass das nicht stimmt, erfahren die Teilnehmenden am Ufer des Sees und auf dem kleinen Schiff 'Paling' des Rheinfischers Gerhard Steinling aus Bislich, dem Weseler Dorf am Rhein.

Die unterschiedlichen Facetten des Natur- und Vogelschutzes sind dabei bedeutsam, aber auch das Leben im Wasser birgt mache Überraschung. Und manches davon zergeht einem im wahrsten Sinne des Wortes auf der Zunge!
Zum gemütlichen Abschluss werden Kostproben dieser besonderen Niederrheinprodukte gereicht.

Für die Anfahrt gibt es zwei Möglichkeiten:

1) Mit dem PKW ist 18:30 Uhr Treffpunkt am südlichen Ende der Rosenallee mit Zufahrtsmöglichkeit von der Bislicher Straße (Kreisstraße 7) aus.

2) An- / Rückfahrt mit dem Fahrrad. Hier treffen wir uns am Eingangsbereich zum Rheinbad um 18:00 Uhr und fahren gemeinsam zur Rosenallee. Wer mit dem Fahrrad zum Treffpunkt am Rheinbad kommt, möchte das bitte bei der Anmeldung angeben.

Die Kosten für einen kleinen Fischimbiss und ein Kaltgetränk oder Wasser in Höhe von 10,00 € pro Person sind im Kursentgelt enthalten. Wir bitten um vorzeitige Anmeldung.
Denken Sie an ein Fernglas und einen Fotoapparat, denn Motive wird es reichlich geben. Wir hoffen auf gutes Wetter, aber wetterfeste Kleidung und Schuhe sind sicher nicht verkehrt sowie natürlich gute Laune.

Anmeldung möglich 14014 Religionsgeschichte Europas Teil 2

(Wesel, ab Do., 21.3., 16.00 Uhr , Dr. Rainer Neu)

In einem insgesamt auf drei Semestern angelegten Seminar spannt der Dozent einen weiten Bogen von den Anfängen der Religion und Kunst im Neolithikum bis zu den religiösen und kulturellen Erscheinungsformen der Gegenwart. Die religiöse und kulturelle Vielfalt Europas kommt dabei ebenso zur Sprache wie die großen Hauptlinien europäischer Kulturgeschichte. Jedes Semester bildet eine in sich geschlossene Einheit und kann problemlos für sich belegt werden. Die drei Semester zusammen geben einen komplexen Überblick und eine Einführung in die wichtigsten Epochen abendländischer Religions- und Kunstgeschichte. Stand im ersten Semester im Herbst 2018 die Zeit von den Höhlenmalereien bis zum maurischen Stil in Spanien im Fokus, geht es im zweiten Teil um:

Die Zeit der Karolinger bis zum Barock

Der Dozent behandelt den Zeitabschnitt von der sich entwickelnden mittelalterlichen Kultur- und Geistesgeschichte über die Höhepunkte von Romanik und Gotik bis in die beginnende Neuzeit mit den glanzvollen Epochen von Renaissance und Gotik. Ein in sich abgeschlossenes Semesterthema, das einen komplexen Überblick und eine Einführung in die Entstehung und Entfaltung abendländischer Kultur und Geisteshaltung gewährt.

Dr. Rainer Neu lehrte bis zu seinem Ruhestand Kirchengeschichte und Religionswissenschaft an der Universität Duisburg-Essen und der Kirchlichen Hochschule Wuppertal. Mit seinen Seminaren und Vorträgen, die in erster Linie Themen aus den Bereichen Religion und Kunst- / Kulturgeschichte behandeln, ist der gebürtige Weselaner bereits seit 1983 eng mit der VHS verbunden.

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Ritterstraße 10 14
46483 Wesel

Tel.: 0281/203-2590 o. 0281/203-2342
Fax: 0281/203-49950
E-Mail: vhs@vhs-wesel.de

Öffnungszeiten der Anmeldestelle

Montag Donnerstag
(außer in den Schulferien):

09:30 12:00 Uhr und
14:30 17:00 Uhr

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Programm des 1. Semesters 2019

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