Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Keine Anmeldung möglich 10000 Die Jeckes - Deutsche Juden in Palästina/Israel

(Wesel, am Di., 17.9., 19.00 Uhr , )

"Kommst Du aus Zionismus oder aus Deutschland?" Mit dieser Frage sahen sich viele deutsche Juden konfrontiert, die zwischen 1933 und 1939 ins damalige Palästina flohen. Hinter dieser Frage stand der Vorwurf, dass sie Deutschland niemals Richtung Zion verlassen hätten, wenn Hitler nicht gewesen wäre. Die Jeckes, die Juden aus Deutschland, waren ein beliebtes Objekt von Witzen und Spötteleien. Preußische Tugenden schienen mit ihnen Einzug in den Judenstaat zu halten: Ordentlichkeit, Pünktlichkeit, Disziplin und Etikette - Eigenschaften, die man gemeinhin allen Deutschen zuschreibt. Deutsche Juden waren in vielerlei Hinsicht von prägender Wirkung für den späteren Staat Israel.

Priv.-Doz. Dr. L. Joseph Heid, Historiker, Literaturwissenschaftler, Publizist, Venia legendi für Neuere Geschichte hat zahlreiche Publikationen zur deutsch-jüdischen Beziehungs- und Literaturgeschichte, Sozialgeschichte und dem Ostjudentum verfasst.

Dieser Vortrag ist eine Kooperation des Jüdisch-Christlichen Freundeskreises Wesel und der Volkshochschule.
Sie ist ein Friedens- und Wohlstandsprojekt um das uns große Teile der Weltbevölkerung beneiden: die Europäische Union.

Ihr Binnenmarkt ist gemessen am gemeinsamen Bruttoinlandsprodukt der größte Wirtschaftsraum der Welt vor den USA und mit deutlichem Abstand vor China. Noch nie ging es so vielen Europäern nicht zuletzt dank der EU so gut wie heute. Gleichzeitig ist die Gefahr eines EU-Zerfalls so groß wie nie: Das Brexit-Drama der Briten; die Weigerung mehrerer osteuropäischer EU-Mitglieder Flüchtlinge aufzunehmen; das Propagieren einer illiberalen Demokratie durch Ungarns Regierungschef Victor Orban; eine polnische Regierung welche rechtstaatliche Kernprinzipien der EU ignoriert; Italiens hemmungslose Staatsverschuldung und die damit verbundene Blockade einer Reform der Eurozone oder der stotternde deutsch-französische Reformmotor. Kurzum: der Weltwirtschaftsriese EU steht politisch derzeit auf tönernen Füssen.

Rechts-und Linkspopulisten wittern Morgenluft: Marine Le Pen, Matteo Salvini, Geert Wilders & Co. träumen von einer europafeindlichen Bewegung, welche die EU zur Karikatur ihrer selbst macht. Doch es gibt auch Hoffnung: ausgerechnet im EU-skeptischen Großbritannien entstand die größte Pro-EU-Bewegung, der "Pulse of Europe" ist spürbar und das Eurobarometer zeigt in vielen Ländern eine wachsende Europabegeisterung.

Ralph Sina beobachtet seit vier Jahren für den WDR & NDR-Hörfunk das Geschehen in Brüssel. Er gibt Einblicke in die Strukturen hinter den Kulissen und vergleicht die Rolle eines deutschen Korrespondenten an den drei Standorten Nairobi, Washington und Brüssel. Ralph Sina steht im Anschluss an seinen Vortrag dem Publikum für Diskussionen zur Verfügung.

Der Vortrag wird eingeleitet mit einem Begrüßungswort durch die Bürgermeisterin, Frau Ulrike Westkamp.
Am 9. April 1945 wurde Wilhelm Canaris im KZ Flossenbürg erhängt. Der Vortrag versucht zu ergründen, wer der bei Dortmund geborene und in Düsseldorf sowie vor allem in Duisburg aufgewachsene Wilhelm Canaris wirklich war. Nach Ende des Ersten Weltkrieges war Canaris in Kiel ein führendes Mitglied der Konterrevolution und maßgeblich am Aufbau der Marinebrigade Loewenfeld beteiligt. Wenige Monate später stieg er unter dem sozialdemokratischen Reichswehrminister Noske gar zum Vertreter der Belange der Marinebrigaden überhaupt auf. Noch 1926 verteidigte Canaris die überkommenen Werte der kaiserlich deutschen Seeoffiziere und auch die Dolchstoßlegende vor einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 hat Canaris begrüßt und den NS-Staat bald aktiv unterstützt. Spätestens ab 1938 wirkte er jedoch aktiv gegen den Staat. Er stellte die Machtstrukturen des ihm unterstehenden Nachrichtendienstes vielen Widerständlern gleich welcher politischen Richtung zur Verfügung. Er hatte selber aktiven Anteil an Staatsstreichs- und Attentatsplänen. Er setzte sich für eine alternative Außenpolitik gegen den NS-Terror ein. Er rettete Juden und andere Verfolgte des Regimes aus humanitären Gründen vor der Verfolgung. Wie diese zwei Facetten zusammenpassen und welche Persönlichkeitsstruktur beide Ausprägungen erklären kann, wird der Vortrag auf Basis der Ergebnisse einer Dissertation an der Universität Vechta ergründen.

Der Referent Heiko Suhr, geboren 1983 in Aurich/Ostfriesland, ist Historiker und wurde im März 2019 mit einer Arbeit über die Marinelaufbahn von Wilhelm Canaris an der Universität Vechta/Niedersachsen promoviert. Seit Anfang April 2019 leitet er vertretungsweise das Stadtarchiv Wesel.
Rechtsextremismus heute: Nie war das Bild moderner, die Palette der Stile breiter, die Nähe zu den Ausdrucksformen aktueller Jugendkulturen größer. Die neuen Formen sind zeitgemäß und dynamisch, das gewünschte Image ist cool, subversiv und provokant. Die Inhalte sind jedoch im Kern gleich geblieben: rassistisch und demokratiefeindlich.

Erlebniswelt Rechtsextremismus - der Begriff steht für Mittel und Strategien, um junge Menschen für diese Szene zu gewinnen. "Rechts" zu sein verspricht Action, Tabubruch und Anerkennung, zu den Lockmitteln zählen multimediale Angebote im Social Web, Events wie Flashmobs und Konzerte. Gerade an Jugendliche richtet die Szene ihre wichtigsten Werbebotschaften: Kameradschaft und Zusammenhalt in unsicheren Zeiten.

Feindbilder verbinden nach innen und können nach außen Türen öffnen. Zurzeit steht vor allem die Hetze gegen geflüchtete Menschen im Mittelpunkt rechtsextremistischer Kampagnen. Die Propaganda sucht den Anschluss an Stimmungen in der Mitte der Gesellschaft.

Mit welchen Mitteln möchte die rechtsextremistische Szene Jugendliche erreichen?
Welche Inhalte werden in den Medien der Szene vermittelt?

Der Referent, Dr. Thomas Pfeiffer, ist Diplom-Journalist und Sozialwissenschaftler. Er ist zur Zeit wissenschaftlicher Referent für Rechtsextremismusprävention beim Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen und zugleich Lehrbeauftragter an der Ruhr-Universität in Bochum.

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