Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Das Programmangebot "Mensch und Gesellschaft" umfasst im Schwerpunkt Vorträge und Seminare zu gesellschaftlichen Themen aller Art. Dazu gehören Themen mit politischem, kulturellem, sozialem, ökonomischem, ökologischem, juristischem und geschichtlichem Inhalt genauso wie aspekte der Verbraucherberatung, Rentenseminare und Veranstaltungen in Kooperation mit Akteuren des zivilgesellschaftlichen Zusammenlebens wie. z. B. der Fachstelle Frau und BEruf des Kreises Wesel und der Integrationsbeauftragen der Stadt Wesel.

Die Volkshochschule versteht sich als demokratischer Ort des sozialen und politischen Lernens. Ein besonderer Stellenwert kommt dabei der politisch-gesellschaftlichen Bildung zu, die keinerlei Belehrung oder Parteipolitik verfolgt; allgemeines Engagement für demokratische Werte und Menschenrechte sowie das Verständnis gesellschaftlicher Prozesse soll durch Vorträge zu verschiedenen Themen, auch im Hinblick auf Bildung für nachhaltige Entwicklung und Umweltbildung soll gefördert werden. Dies betrifft unter anderem auch die Vermittlung von politischem Hintergrundwissen, Kenntnissen über historische Zusammenhänge und Fähigkeiten, verschiedene Aspekte gesellschaftlich einzuordnen. Ziel ist einerseits die Stärkung der individuellen Partizipationsfähigkeit in der Gesellschaft und zum anderen ein Transfer an Kenntnissen, um die rationale Urteilsfähigkeit zu stärken.
Die Veranstaltungen sind geprägt durch einen offenen Gedankenaustausch zwischen Menschen. In sachlichen und kontroversen Diskussionen soll ein freier Meinungsaustausch auf dem Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung erfolgen.
Die politische Bildung gehört nach dem Weiterbildungsgesetz in NRW zum Pflichtangebot der Volkshochschulen.

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Keine Anmeldung möglich 10000 Postwachstumsökonomie

(Wesel, am Di., 1.9., 18.00 Uhr , Prof. Dr. Rainer Nawrocki)

Leben in einer Welt ohne Wachstum

Wir leben in einer Welt, in der das Wachstum wie ein Gott angebetet wird. Es ist wie eine Droge, ohne die die heutige Welt nicht vorstellbar wäre. Es ist aber eine Welt ohne Zukunft, denn in einer endlichen Welt gibt es kein unendliches Wachstum.
Schaut man genauer hin, so sieht man die Folgen: Klimawandel, Raubbau an Böden und Rohstoffen. Die Menschen hecheln einem "mehr und noch mehr" hinterher - aber glücklicher werden sie dabei nicht. Im Gegenteil - die Menschen leiden unter Burn-out, Stress und Zukunftsängsten. In anderen Teilen der Welt drohen immer noch Menschen zu verhungern und die großen Organisationen müssen die Weltöffentlichkeit anbetteln, um diesen Menschen helfen zu können.
Wie müsste eine Welt ohne einen permanenten Wachstumszwang aussehen? Eine Welt, in der es ein Gleichgewicht zwischen Zufriedenheit, Nachhaltigkeit und globaler Gerechtigkeit gibt. Es wäre eine Welt, in der Geld eine geringe Rolle spielt, die Menschen wieder lokaler agieren und eher mal einen Knopf annähen, als die nächste Karibikreise zu planen. Aber wäre eine solche Welt auch ohne einen individuellen Verzicht denkbar?

Diese und Ihre Fragen wird der Referent, Professor im Fachbereich Wirtschaft & Informationstechnik der Rheinischen Hochschule in Bocholt, an diesem Abend beantworten.

Keine Anmeldung möglich 10001 Zeppelin! Luftschiffe über dem Niederrhein

(Wesel, am Di., 29.9., 18.30 Uhr , Werner Schenzer)

Sie waren die imposantesten Verkehrsmittel in der Pionierzeit der Luftfahrt. Die fliegenden Riesenzigarren galten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als das Symbol des technischen Fortschritts und als Zeichen vermeintlicher nationaler Größe. Mit unbeschreiblicher Begeisterung wurden sie von den Menschen auf allen Kontinenten begrüßt und zugleich als Kriegswaffe von der betroffenen Zivilbevölkerung gehasst. Der Vortrag gibt einen Einblick in die Entwicklung der Zeppelin-Luftschifffahrt, erzählt von deren Protagonisten und berichtet vom Erscheinen der silbernen Giganten am Himmel über dem Niederrhein.

Keine Anmeldung möglich 10002 Bitcoin - Die digitale Währung

(Wesel, am Di., 24.11., 18.00 Uhr , Prof. Dr. Rainer Nawrocki)

Bitcoin, Ethereum und andere Kryptowährungen haben das Potenzial, die ganze Bankenlandschaft und Wirtschaftssysteme umzukrempeln und zu einem neuen Finanzsystem zu führen. Die Technik dahinter - die Blockchain - könnte die weltweiten Handels- und Vertragsbeziehungen komplett neu aufmischen. Aber was ist eine digitale Währung? Wie funktioniert sie? Welche Voraussetzungen sind notwendig? Wie kann ich sie erwerben und wie ausgeben, wie handeln? Was ist ein Bitcoin wert?
Diese und Ihre Fragen wird der Referent, Professor im Fachbereich Wirtschaft & Informationstechnik der Rheinischen Hochschule in Bocholt, an diesem Abend beantworten.

Anmeldung möglich 10003 Filmvorführung "Das Wunder von Wörgl"

(Wesel, am Di., 1.12., 18.30 Uhr , Heinz Baumeister)

Mitten in der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre gelingt dem Bürgermeister einer Tiroler Gemeinde das Unmögliche: Mit einem gewagten Experiment und dem sogenannten Schwundgeld führt er Wörgl zu Vollbeschäftigung und Wohlstand. Doch für manche wird er genau damit zur großen Bedrohung.
http://www.epofilm.com/de/movie/der-geldmacher/

Der Film dient als Einstieg und Diskussion in den Vortrag "Geld drucken..." am 08.12.2020 um 18:30 Uhr.

Anmeldung möglich 10004 Geld drucken...

(Wesel, am Di., 8.12., 18.30 Uhr , Heinz Baumeister)

Reichtum - Hunger - Krieg - Klimawandel. Welche Rolle spielt Geld? Können lokale, nicht zentralistisch organisierte, Währungen einen Ausweg bieten?
Unser Geldsystem mit Zins und Zinseszins führt zu exponentiellem Wachstum der Schulden und der Geldvermögen. Immer mehr Menschen, Betriebe und öffentliche Haushalte sind hoch verschuldet. Wo das Geld fehlt, gerät die Wirtschaft ins Stocken, kommen Angebot und Nachfrage nicht zusammen. Darum schöpfen wir neues Geld, das uns dient und das einen Austausch ermöglicht. Mit Regionalgeldsystemen können Waren und Dienstleistungen ohne Geld (€) ausgetauscht werden. Die Frage lautet nicht mehr, "Wer soll das bezahlen", sondern "Wer macht es".
Insbesondere wird der Minuto detailliert vorgestellt. Zum Abschluss der Veranstaltung haben die Teilnehmer die Möglichkeit selber "Geld" zu schöpfen und in Umlauf zu bringen. Ziel ist es in Wesel und Umgebung einen Minuto-Kreislauf zu etablieren.

Heinz Baumeister hält seit ca. 2 Jahren in Wesel und Umgebung Vorträge zum Thema (Regio)-Geld. Als ehemaliges Mitglied des Tauschrings Voerde und Mitbegründer des Tauschrings Niederrhein beschäftigt er sich seit ca. 20 Jahren mit dem Thema. Eine wesentliche Erkenntnis ist, dass Geld nicht einfach Geld ist, sondern, dass man Geld bzw. Geldsysteme fast beliebig nach Bedarf gestalten kann. So gibt es in Deutschland über 300 Tauschring- und Regiogeldsysteme mit sehr unterschiedlichen Währungen. Er möchte gerne den Minuto - ein Regio-Geld mit vielen Vorteilen, bekannt machen.

Anmeldung möglich 10021 Rentenseminar für Frauen

(Wesel, am Do., 29.10., 9.00 Uhr , Dirk H. Schuchardt)

Frauen übernehmen immer noch den größeren Teil der Familienarbeit und leisten von daher weniger Erwerbsarbeit. Zudem werden "typisch weibliche" Berufe schlechter bezahlt und das nicht nur im Sozial,- Pflege- und Gesundheitsbereich. Diese Rahmenbedingungen haben schlussendlich Konsequenzen auf die Rentenansprüche von Frauen und Müttern. Frauen beziehen durchschnittlich ein um 53 Prozent niedrigeres Alterseinkommen als Männer.

Alle Frauen sind eingeladen, egal ob im Alter von 20, 30, 40 oder 50 Jahren, damit Frauen sich mit 60 Jahren nicht mehr ärgern müssen, weil sie nicht an "später" gedacht haben.

Der Rentenexperte, Dirk H. Schuchardt, Diplom Verwaltungswirt und Chefredakteur von Rentenfernsehen.de, Duisburg, beweist in diesem Rentenseminar, dass das Thema Rente
alles andere als langweilig ist. Er klärt nicht nur über das komplexe Thema auf, sondern er rüttelt auch wach. Zu wissen, wie die gesetzliche Rente funktioniert, ist unverzichtbar, wenn man dem Rentenalter gelassen entgegensehen möchte.

Folgende Inhalte werden angesprochen:
- Die alljährliche Renteninformation lesen und verstehen
- Rentenlücken mit einem Antrag auf "Kontenklärung" aufdecken und schließen
- Bevor es zu spät ist: Das verdrängte Risiko "Erwerbsminderung"
- Achtung (Renten-) Falle! Wie viel bzw. wie wenig Minijob und
- Teilzeitbeschäftigung bringen.
- Die zwei wichtigsten Fragen: Wann kann ich in Rente gehen und wie viel bekomme ich?
- Absicherung im Fall des Falles: Witwenrente, Erziehungsrente und Waisenrente
- Überblicke und Wegweiser: Wie gestalte ich meine Altersvorsorge?

freie Plätze 10022 Scheiden tut weh - Glück im Unglück

(Wesel, am Di., 3.11., 18.30 Uhr , Karin Vengels)

Vor der Hochzeit schon an Scheidung denken? Klingt nicht wirklich erotisch! Vor dem Hintergrund, dass jede dritte Ehe geschieden wird, sollte Frau den Blick jedoch sehr wohl auf mögliche finanzielle Risiken richten, um am Ende nicht mit leeren Taschen dazustehen und sich einreihen zu müssen, in die von Altersarmut bedrohten. Wer sich scheiden lässt, hat vieles zu regeln: da geht es möglicherweise um das Sorgerecht für die Kinder, um die Klärung des Eigentums und immer um finanzielle Fragen. Nach der Scheidung müssen die Ex-Eheleute ihre Rentenanwartschaften aufteilen (Versorgungsausgleich). Hier entscheidet das Familiengericht.

Rechtstipps für Frauen zur Altersabsicherung bei Trennung und Scheidung gibt Karin Vengels, Rechtsanwältin, Fachanwältin für Familienrecht und Fachanwältin für Miet- und Wohneigentumsrecht, Wesel.

Die Rechtsanwältin gibt Antworten auf folgende Fragen:
- Wie verhält es sich mit den Rentenanwartschaften (Versorgungsausgleich)?
- Was gehört in den Ehevertrag?
- Wie werden Vermögen oder Schulden aufgeteilt?
- Wem stehen welche Unterhaltsansprüche zu?

Keine Anmeldung möglich 10023 Happy End: Private Altersvorsorge für Frauen

(Wesel, am Do., 12.11., 18.00 Uhr , Verbraucherzentrale Wesel)

Frauen leben länger, aber wovon?

Um den finanziellen Bedarf im Alter zu decken, gibt es verschieden Strategien der privaten Altersvorsorge. Die private Altersvorsorge ist im Grunde nichts anderes als eine langfristige Vermögensbildung. Je nach individueller Lebenssituation können dafür verschiedene Strategien gewählt werden: Vorsorgeprodukte wie z. B. Wertpapiere, Fonds oder Immobilien und Versicherungen. Bei der Wahl spielen auch Alter und Risikobereitschaft eine entscheidende Rolle.

Barbara Rück, Diplom Kauffrau und unabhängige Beraterin der Verbraucherzentrale NRW (Altersvorsorge, Geldanlage und Immobilienfinanzierung) wird unter anderem einen Einblick in die vielfältigen Strategien der privaten Altersvorsorge geben:
- Anlagestrategien mit und ohne staatlicher Förderung
- Riester-Verträge und betriebliche Altersvorsorge
- Aufstockung der gesetzlichen Rente
- Immobilienentschuldung und Vermögensaufbau

Der Vortrag richtet sich primär an Frauen.
Pandemien, die länder- und kontinentübergreifende Ausbreitung von ansteckenden Krankheiten, sind eine dunkle Seite der Globalisierung, insbesondere des internationalen Flugtourismus. Schon vor dem Aufkommen des neuen Corona-Virus war das bei einer ganzen Reihe von Infektionskrankheiten der Fall; Cholera, HIV (Aids), Influenza, Neue Grippe und Zikafieber sind prominente Beispiele. Mit Blick auf die aktuelle Situation erläutert der Vortrag die Strategien zur Eindämmung von Pandemien sowie ihre Auswirkungen auf Wirtschaft, Politik und die Teilhabe am öffentlichen Leben. Lässt sich ein bislang unbekanntes Virus überhaupt aufhalten oder ist es nur eine Frage der Zeit, bis 60 Prozent und mehr der Bevölkerung angesteckt sind? Was kann der Einzelne tun oder ist er machtlos? Wie weit darf ein demokratischer Staat die Grundvoraussetzungen gesellschaftlichen Lebens außer Kraft setzen, um die Gesundheit der Bevölkerung zu erhalten? Und nicht zuletzt: Lassen sich Pandemien zukünftig vermeiden?

Jörg Hacker ist ein international renommierter Experte auf dem Gebiet der Infektionsbiologie. Er war Präsident des Robert-Koch-Instituts und bis 2020 Präsident der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina.
Babys unterscheiden sich von unseren nächsten Vorfahren, den Affen, dadurch, dass sie die angeborenen Fähigkeit zum Erlernen von Sprache besitzen.
Babys können jede Sprache der Welt erlernen, unabhängig davon, wie komplex sie ist. Im Unterschied zu Erwachsenen können Babys auch scheinbar mühelos zwei und mehr Sprachen erwerben. Die Muttersprache hinterlässt bereits vor der Geburt Spuren im Gehirn, die sich dann in den Melodien der Weinlaute Neugeborener zeigen. Die Sprachentwicklung beginnt "musikalisch", mit einer gerichteten Veränderung der Melodieformen im Weinen in den ersten 2-3 Monaten. In den neuartigen Lautäußerungen ab dem 2. Lebensmonat werden diese frühen Erfahrungen aufgegriffen und weiterentwickelt.
Weinen Mädchen anders als Jungen? Wie werden aus ersten Artikulationsbewegungen Silben? Was verbindet die Sprachentwicklung von Babys mit dem Gesangerlernen junger Singvögel? Welchen medizin-diagnostischen Wert haben Babylautanalysen? Was können Eltern tun, damit Babys Sprache(n) besser lernen?
Der Vortrag wird den Beginn der Sprachentwicklung im ersten Lebensjahr anhand von Ton- und Videobeispielen erläutern.

Prof. Kathleen Wermke leitet das interdisziplinäre Zentrum für vorsprachliche Entwicklung & Entwicklungsstörungen (ZVES) an der Poliklinik für Kieferorthopädie der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg.

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Kontakt

Volkshochschule Wesel Hamminkeln Schermbeck
Ritterstraße 10 14
46483 Wesel

Tel.: 0281/203-2590 o. 0281/203-2342
Fax: 0281/203-49950
E-Mail: vhs@vhs-wesel.de

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Montag Donnerstag
(außer in den Schulferien):

09:30 12:00 Uhr und
14:30 17:00 Uhr

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