Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Das Programmangebot des Fachbereichs „Politik, Gesellschaft und Geschichte“ umfasst im Kern politische, soziale, ökonomische, ökologische, juristische und geschichtliche Themen.
Die Volkshochschule versteht sich seit langer Zeit als demokratischer Orte des sozialen und politischen Lernens. Ein besonderer Stellenwert kommt dabei der politischen Bildung zu, die keinerlei Belehrung oder Parteipolitik verfolgt; allgemeines Engagement für demokratische Werte, Menschenrechte und gegen Fundamentalismus soll gefördert werden. Bildung für nachhaltige Entwicklung, Umweltbildung und Globales Lernen sind in der jüngeren Zeit als Themenfelder hinzugekommen. Ebenso wichtig ist auch die Vermittlung von politischem Hintergrundwissen, Kenntnissen über historische Zusammenhänge und Fähigkeiten, wirtschaftliche Aspekte gesellschaftlich einzuordnen. Ziel ist einerseits die Stärkung der individuellen Partizipationsfähigkeit in der Gesellschaft und zum anderen ein Transfer an Kenntnissen, um die rationale Urteilsfähigkeit zu stärken.
Die Veranstaltungen sind geprägt durch einen offenen Gedankenaustausch zwischen Menschen. In sachlichen und kontroversen Diskussionen soll ein freier Meinungsaustausch auf dem Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung erfolgen.
Die politische Bildung gehört nach dem Weiterbildungsgesetz in NRW zum Pflichtangebot der Volkshochschulen.

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freie Plätze 10001 "Die rote Linie" - eine politisch-dokumentarische Filmvorführung

(Wesel, am Di., 10.3., 18.30 Uhr , Sebastian Kleiber-Lampe)

Der Dokumentarfilm erzählt den Protest gegen die geplante Abholzung des Hambacher Forstes und den Widerstand gegen den Braunkohleabbau aus Sicht verschiedener Gruppen, die sich erst alleine, dann gemeinsam gegen RWE stellten. Eine lokale 'David-gegen-Goliath-Geschichte', unabdingbar mit den Themen Klimawandel, Energiepolitik und ziviler Protestbewegung verknüpft.
Seit 2015 begleitete die Regisseurin Karin de Miguel Wessendorf Menschen, die sich gegen den Braunkohletagebau im rheinischen Revier wehren: Clumsy, ein junger Waldbesetzer, der im Baumhaus lebt, um die Rodung des Waldes zu verhindern. Antje Grothus, eine Anwohnerin aus Buir, die sich erst mit einer Bürgerinitiative für den Erhalt der Lebensqualität in ihrem Dorf einsetzt und später von der Bundesregierung in die Kohlekommission einberufen wird. Lars Zimmer, ein Familienvater, der in einem Geisterdorf ausharrt, um Sand im Getriebe der Umsiedlung zu sein. Michael Zobel, Naturpädagoge, der erst kleine Führungen anbietet, um für die ökologische Bedeutung eines uralten Waldes zu sensibilisieren und später eine bewegende Ansprache an die Verantwortlichen richtet.
Der Film beobachtet, begleitet und mischt sich ein. Nebenbei diskutieren wir die Fragen, wann die rote Linie überschritten ist und ab welchem Punkt sich Menschen über die persönliche, ganz individuelle Betroffenheit engagieren.
Beschreibung entlehnt aus: https://mindjazz-pictures.de/filme/die-rote-linie-widerstand-im-hambacher-forst/

Diese Dokumentarfilmvorführung ist eine Kooperation zwischen Greenpeace Niederrhein und der VHS. Interessierte seien auf die Exkursion zum Forschungszentrum Jülich und die Besichtigung des Tagebaus Garzweiler, Kursnummer 900.01, am 18.06.2020 verwiesen.

freie Plätze 10002 Der digitale Nachlass - früh kümmern

(Wesel, am Mo., 16.3., 18.00 Uhr , Karin Bordin)

Ein Leben ohne Internet, PC und Smartphone ist für uns kaum noch vorstellbar: In sozialen Netzwerken werden Profile angelegt, persönliche Informationen geteilt, Freundschaften gepflegt und der Kontakt mit der Familie aufrecht erhalten. Verträge werden oft nur noch online abgeschlossen, Waren im Online-Shop bestellt und Anbieter einfach über das Internet gewechselt. Die Zahl der Nutzerkonten und Online-Zugänge nimmt stetig zu.
Was aber passiert mit unseren Daten und unseren Nutzerkonten bei Facebook, Amazon und Co., wenn wir uns nicht mehr kümmern können oder versterben?
Denn nicht nur persönliche Güter, sondern auch Accounts, Abos und Verträge, die online abgeschlossen wurde, werden vererbt. Deshalb ist es ratsam, die eigenen Daten im Blick zu haben, wenn es um Regelungen für die Zeit nach dem Ableben geht.
Für Interessierte wird ein Vortrag angeboten, wie das digitale Erbe selbstbestimmt und für die Angehörigen praktikabel geregelt werden kann.

freie Plätze 10003 Wohnen im Alter, barrierefrei Wohnen

(Wesel, am Fr., 20.3., 18.00 Uhr , Olaf Saddeler)

"Wenn das Leben im Alter schwieriger wird, sollte das Wohnen leichter werden - Tipps zu barrierefreiem Wohnen und Leben in den eigenen vier Wänden, Umbaumaßnahmen, Hilfsmittelversorgung" - ein Vortrag zusammen mit der Wohnberatung der Caritas Wesel

freie Plätze 10004 Vortrag zu den Änderungen in der StVO ab 01.01.2020

(Wesel, am Mo., 27.4., 18.00 Uhr , Michael Rothenhöfer)

Vortrag zu den Änderungen in der StVO ab 01.01.2020 und Fahren allgemein. Was wollen mir die Symbole und Zahlen auf meinem Führerschein sagen? Welche Fahrzeuge darf ich fahren?

freie Plätze 10005 Räuber sind keine Kavaliere - Vortrag der Polizei

(Wesel, am Mo., 18.5., 18.00 Uhr , Markus Köper)

Der Kriminalhauptkomissar Markus Köper von der Abteilung für Kriminalprävention und Opferschutz der Kriminalpolizei Wesel klärt in seinem Vortrag "Räuber sind keine Kavaliere " darüber auf, wie man sich selber schützen kann, warum man jede Starftat zur Anzeige bringen sollte, wie man als Opfer und als Zeuge sich verhalten kann und wie man geschützt wird und erläutert die neuesten Tricks der Kriminellen.

Anmeldung möglich 30001 Inklusiver Kurs - Leichte Sprache

(Wesel, ab Fr., 10.1., 9.00 Uhr , Simone Scholten)

Ideen für das Projekt - und seine Grenzen:

Wenn Menschen Informationen nicht verstehen können, schließt man sie aus. Dann können sie sich nicht beteiligen und sind davon abhängig, dass andere für sie entscheiden. Viele Menschen profitieren von "Leichter Sprache", besonders Menschen mit Lernschwierigkeiten, aber auch Menschen, die nicht gut lesen können, Senioren oder Menschen, die nicht gut Deutsch verstehen.

Der Kurs wird die Teilnehmenden für das Thema Leichte Sprache sensibilisieren und ihnen die Regeln der Leichten Sprache näher bringen.
Die Teilnehmenden "ohne Handicap" (Beschäftigte von Behörden in der Region) werden einfache Texte in Leichter Sprache schreiben. Sie werden einfache Texte in Schwerer Sprache in die Leichte Sprache übersetzen. Ebenso üben die Teilnehmenden, in Leichter Sprache zu sprechen.

Die Teilnehmenden "mit Handicap" (WfbM Lebenshilfe, WfbM SPIX, Kontakte KoKoBe) werden erkennen, dass sie wichtige Experten für Leichte Sprache sind. Nur sie können beurteilen, ob ein Text in Leichter Sprache geschrieben ist. Sie wissen genau, wo sie beim Sprechen oder Lesen Probleme mit dem Verstehen haben. Sie werden gestärkt und sprechen aus, wenn sie etwas nicht verstehen. Sie werden gut verständliche Informationen einfordern. Denn nur so kann ein guter Text in Leichter Sprache gelingen.

Es bedarf sehr viel mehr Übung und Erfahrung als dieser Kurs bieten kann, um umfangreichere Texte entsprechend der Regeln für Leichte Sprache zu formulieren, oder frei in Leichter Sprache zu sprechen.

Der Kurs ist kein qualifizierendes oder zertifizierendes Angebot. Dies wäre viel intensiver und zeitaufwändiger.

Leitung des Kurses: KoKoBe Wesel, Simone Scholten,
Kurs in den barrierefreien Räumen der VHS Wesel
- Menschen mit Handicap aus den Werkstätten: Teilnahme als Arbeitsbegleitende Maßnahme der WfbM (Lebenshilfe Werkstätten Unterer Niederrhein, Standort Wesel, Werkstatt SPIX Wesel ist angefragt)
- interessierte Menschen mit Handicap (Kontakte der KoKoBe)
- Beschäftigte Behörden / Ämtern (werden noch angefragt) im Einzugsbereich der VHS, darüber hinaus wendet sich die KoKoBe Wesel an das Fallmanagement des LVR, Köln

Inhalte des Angebots:
- Informationen/Hintergrund zu Leichter Sprache
- Regeln der Leichten Sprache
- Bilder Leichte Sprache
- Schreiben, Übersetzen und Sprechen üben in Leichter Sprache
Gemeinsame Erarbeitung/Übersetzung von Texten ("Tandem"-Projekt?)

Die Kursleitung macht das Thema von Anfang an "erlebbar":
- Leichte Sprache sprechen
- Rote / Grüne Karten, Time-Timer, Pausenregelungen
- Strukturierung des Kurses / der einzelnen Einheiten

Ziele:
- Sensibilisierung der Region für das Thema Leichte Sprache
- Menschen "mit Handicap" können durch den Kurs ggf. kurze Texte prüfen / Rückmeldungen geben auf Leichte Sprache!!!
- Mitarbeiter von Behörden haben eine gute Grundlage um weiter zu üben, in Leichter Sprache zu sprechen und zu schreiben!!!
- So wird es in Zukunft mehr Texte in Leichter Sprache geben
- Kooperation von Menschen mit und ohne Handicap
- Augenhöhe, Gemeinsames Arbeiten
- Menschen mit Handicap werden zu Experten, es geht nicht ohne sie!
- Abbau von gegenseitigen Hemmschwellen, Öffnung
- Verständnis entwickeln für einander
- Vernetzung der Behörden unter einander; ggf. gemeinsame Interessen im Sinne der Fernziele des Projektes (Büro Leichte Sprache!)
- Politische Arbeit von Menschen mit Handicap: Ich trete für meine Bedürfnisse / meine Rechte ein
- Barrierefreie Texte in Wesel, Menschen mit Handicap (und andere Personengruppen, die von Leichter Sprache profitieren) nehmen mehr Angebote wahr, weil sie besser informiert sind und sich "angesprochen und eingeladen fühlen"
- Der öffentliche Raum wird auf die Bedürfnisse von Menschen mit Lernschwierigkeiten (und anderen Personengruppen, die profitieren) aufmerksam

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Anmeldung möglich
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Kontakt

Volkshochschule Wesel Hamminkeln Schermbeck
Ritterstraße 10 14
46483 Wesel

Tel.: 0281/203-2590 o. 0281/203-2342
Fax: 0281/203-49950
E-Mail: vhs@vhs-wesel.de

Öffnungszeiten der Anmeldestelle

Montag Donnerstag
(außer in den Schulferien):

09:30 12:00 Uhr und
14:30 17:00 Uhr

Download

Hier können Sie unsere Angebote als PDF herunterladen:

Programm des 1. Semesters 2020

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