Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Die Volkshochschule Wesel-Hamminkeln-Schermbeck bietet in Kooperation mit der Deutschen Oper am Rhein (DOR) und dem Musiktheater im Revier (MIR) in Gelsenkirchen attraktive Gruppenbesuche von Oper-, Ballett- und Musicalaufführungen an.

An der Deutschen Oper am Rhein in Duisburg (DOR) gibt es für alle Aufführungen einen einheitlichen Preis, in dem die Kosten für die Anreise im Reisebus, die Eintrittskarte für einen guten Platz im Parkett oder Rang sowie ein Programmheft enthalten sind. Vor der Vorstellung gibt es in diesem Semester in beiden Häusern eine komprimierte Einführung in Inhalt und Werkgeschichte des jeweiligen Stückes durch eine(n) Mitarbeiter/-in der Dramaturgie.

Zum Musiktheater im Revier nach Gelsenkirchen (MiR) erfolgt die Anreise ebenfalls im Reisebus, der Preis variiert allerdings je nach Aufführung.

In diesem Semester haben wir folgende Vorstellungen für Sie ausgewählt:

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auf Warteliste 90500 Die Perlenfischer - Oper von Georges Bizet

(Wesel, am Sa., 19.1., 17.30 Uhr , Claudia Böckmann)

Eine Freundschaft seit Kindertagen verbindet die beiden Männer Zurga und Nadir. Beide jedoch lieben dieselbe Frau, Leyla, eine Tempelsängerin. Um diese Freundschaft nicht aufs Spiel zu setzen, verzichten sie auf diese Liebe, ihre Wege trennen sich. Während Nadir durch die Welt zieht, verbindet sich Zurga mit den Perlenfischern eines Dorfes und wird von ihnen zum Anführer gewählt. Kurz nach der Wahl taucht überraschend Nadir auf, beide, Zurga und Nadir, erneuern ihre tiefe Verbundenheit.
Wenig später kommen die Priester und führen eine verschleierte junge Frau mit sich, die während der Fangzeit der Fischer im Tempel beten soll, um das Meer zu beruhigen. Nadir erkennt in der verschleierten Frau sofort Leyla, seine Geliebte. Auch Leyla erkennt Nadir und wird von Erinnerungen überwältigt. Dennoch bestätigt sie vor der Dorfgemeinschaft ihre Keuschheitsgelübde und zieht mit dem Priester in den Tempel. Nadir lässt seine Sehnsucht nicht ruhen. Nachts dringt er in den Tempel ein und gesteht Leyla seine Liebe. Die beiden werden entdeckt, der geballte Zorn der Priester und der Dorfbewohner bricht über die Liebenden herein. Nur Zurga will ihnen vergeben, bis auch er Leyla wiedererkennt ...

Exotismus, fremde Religionen, Kulturen voller Geheimnisse und mystische Rituale bilden den farbenprächtigen Rahmen nicht nur für Komponisten Mitte des 19. Jahrhunderts. Und genau das ist es, was auch diese Oper Bizets auszeichnet: Üppige Landschaft, eine hochdramatische Dreiecksgeschichte und überwältigend schöne Musik.

freie Plätze 90501 Siegfried

(Wesel, am So., 10.2., 15.15 Uhr , Claudia Böckmann)

Mit "Siegfried" begann bei der Uraufführung der zweite Tag des Bühnenfestspiels: "Der Ring des Nibelungen". Wir erleben "Siegfried" im Jahre 2019 in der Inszenierung von Dietrich W. Hilfsdorf und Axel Kober am Pult.

Der einstige Weltenlenker Wotan ist zu einem machtlosen Wanderer geworden, der aus der Ferne verfolgt, wie sein Enkel Siegfried bei dem Zwerg Mime heranwächst. Unbekümmert, doch ohne jegliches Geschichtsbewusstsein aufgezogen, schlägt er furchtlos alles nieder. So erhofft sich Mime, durch Siegfried den Ring von Alberich zurückzuerobern. Doch Siegfried rebelliert gegen seinen Ziehvater, entlockt ihm das Geheimnis seiner eigenen Herkunft und zieht aus, um das Fürchten zu lernen. Geleitet allein durch seine Intuition findet er die in ewigen Schlaf versetzte Brünnhilde. Als „leuchtende Liebe, lachender Tod“ feiern die beiden schließlich ihre Vereinigung. Es scheint, als hätte die Macht der Liebe die Gier besiegt.

Richard Wagner steht als Revolutionsphilosoph ganz in Bakunins anarchistischer Schule, wonach alte Ordnungen erst zerstört werden müssen, bevor Neues entstehen kann. Siegfried bricht mit allen Regeln: Institutionalisierte Herrscher werden von ihren lachenden Enkeln demontiert. Die neue Generation zeigt kein Interesse an Macht, doch lässt sie sich leicht instrumentalisieren, wie Wagner schließlich in der "Götterdämmerung" zeigt.

freie Plätze 90502 Mahagonny - B. Brecht und K. Weil

(Wesel, am So., 17.3., 16.00 Uhr , Claudia Böckmann)

Vor ihnen endlose Wüste, hinter sich die Konstabler - das ist die Situation des Gaunertrios Begbick, Fatty und Dreieinigkeitsmoses, als ihnen das Fluchtauto verreckt und sie irgendwo im Nirgendwo zwischen Ozean und Ödnis stecken bleiben. Nachdem ihnen klar wird, dass sie in keine Richtung entkommen, machen sie aus einer Not eine Notwendigkeit und gründen eine Stadt. Mahagonny soll sie heißen, die Netzestadt, und jeden einfangen, der auch nur im entferntesten Geld und jede Menge Lust auf Vergnügungen aller Art mitbringt. Und da es genügend Holzfäller, Gold- und Glücksucher gibt, denen auch das schlechteste Vergnügen noch nicht schlecht genug ist, um dafür zu bezahlen, lässt auch das Publikum nicht lange auf sich warten, denn: In Mahagonny ist fast alles erlaubt und wenig verboten! Als die Stadt von einem Hurrikan verschont bleibt, werden selbst die wenigen Regeln, die es bis dahin gab, vollends aufgehoben. Von nun an ist alles möglich bis auf eines: Wer nicht bezahlen kann, wird mit dem Tod bestraft. Eine kapitalistische Macht, vor der zuletzt sogar Gott kapituliert, als er nach einem Besuch der Stadt unverrichteter Dinge wieder gehen muss.

Kurt Weill und Bertolt Brechts Oper konnte nur gegen große Widerstände 1930 überhaupt zur Uraufführung gebracht werden. Die Premiere geriet zu einer politischen Demonstration, die Vorstellung konnte nur mit Mühe zu Ende gespielt werden. Kein Wunder, war und ist diese Oper doch bis heute eine bitterböse Abrechnung mit einer nach wie vor gelebten Huldigung an den Gott des entfesselten Kapitals ...

freie Plätze 90503 Big Fish Musical

(Wesel, am Sa., 6.4., 17.30 Uhr , Claudia Böckmann)

Handelsvertreter Edward Bloom ist ein ganz großer Fisch - zumindest in den Geschichten, die er seinem Sohn Will erzählt: Ein Wunderkind, dem einst von einer Hexe ein außergewöhnliches Schicksal vorausgesagt wurde; ein schillernder Held, der seine Heimatstadt Ashton aus den Fängen eines einsamen Riesen befreite. Zunehmend widerwillig folgt der bodenständige Will seinem Vater in den wild wuchernden Garten seiner blühenden Fantasie, ist es ihm doch auch als Erwachsenem bisher nicht gelungen, im undurchdringlichen Gewirr aus Dichtung und Wahrheit zum Menschen hinter dem Erzähler vorzustoßen. Als bei Edward eine unheilbare Krebserkrankung diagnostiziert wird, beschließt Will noch einen weiteren Versuch zu unternehmen, der wahren Vergangenheit seines Vaters auf die Spur zu kommen. Auf dem Dachboden seines Vaterhauses findet er einen alten Pfandbrief, der ihn nach Ashton zurückführt, jener geheimnisumwobenen Geburtsstadt Edwards, die dieser angeblich einst vor dem Riesen rettete ...

Abenteuerliche Sagen wie die fantastischen Lügengespinste des Baron Münchhausen standen Pate für das warmherzige, berührend komische Vater-Sohn-Drama aus der Feder des amerikanischen Romanciers Daniel Wallace, dessen opulente Verfilmung durch Kultregisseur Tim Burton 2003 mit vier Golden Globe-Nominierungen honoriert wurde. Die Musicalfassung von Andrew Lippa und John August besticht durch seinen mitreißenden, farbenreichen Broadway-Sound. Ermöglicht durch eine besondere Kooperation der Bayerischen Theaterakademie August Everding und dem Musiktheater im Revier erfolgte im November 2016 die Europäische Erstaufführung im Prinzregententheater München. In der aufwändigen Produktion von Andreas Gergen stehen bei "Big Fish" auch am MiR in bester Musicaltradition wieder zahlreiche bekannte und neue Gesichter gemeinsam auf der Bühne des Großen Hauses.

freie Plätze 90504 b.38

(Wesel, am Sa., 18.5., 17.45 Uhr , Claudia Böckmann)

Der Schweizer Martin Schläpfer hat das Ballett an der Deutschen Oper am Rhein 2009 übernommen und zu einem der bekanntesten und beachtesten Ballettcompagnien ausgebaut. Zur Saison 2020/2021 wechselt er an die Wiener Staatsoper.

2019 werden wir noch einmal die Gelegenheit haben, mit "b. 38" einen von ihm gestalteten Ballettabend zu erleben, dem, wie schon so oft, eine Dreiteilung zugrunde liegt.

I
Der Choreographie (Uraufführung) des Rumänen Remus Sucheana liegt die Sinfonie Nr. 1 d-Moll op. 13 von Sergej Rachmaninow zugrunde.
"Mein ist die Rache, ich werde vergelten, spricht der Herr" lautet das biblische Epigramm, das Sergej Rachmaninow über sein erstes großes Werk schrieb und das auch Leo Tolstois Roman "Anna Karenina" einleitet. Ein Zyklus aus Zerstörung und Wiedererwachen, Krieg und Frieden bringt Remus Sucheana auf die Bühne, er kreiiert Bilder des Krieges, der Verwüstung und die daraus folgenden Konsequenzen.

II
William Forsythe choreographiert mit: "One Flat Thing Reproduced" den Mittelteil des Abends, nach Musik von Thom Wilems
Bereits in den 1970er Jahren revolutionierte William Forsythe den Tanz mit einer unerwarteten Weiterentwicklung des akademischen Balletts. In einer Zeit, in der sich andere vom klassischen Genre distanzierten, bereicherte er das Vokabular um Formen, die zuvor als fehlerhaft galten. Bewegungen werden verdreht, verbogen, zerlegt und neu zusammengesetzt in einen anderen Raum gestellt. "One Flat Thing, reproduced" - im Jahr 2000 mit dem Ballett Frankfurt uraufgeführt - steht am Ende des Spektrums dieser Erforschungen. Inspiriert von Büchern über Expeditionen zum Südpol, entwickelte Forsythe eine sich immer mehr verdichtende Choreographie, die ihren Höhepunkt im scheinbaren Chaos der Körper inmitten von zunächst perfekt angeordneten 20 Tischen findet. Der Choreograph vergleicht diese Tische mit Eis, nennt sie glatt und unvorhersehbar gefährlich. Kreiert zu Musik von Thom Willems ist "One Flat Thing, reproduced" eine atemberaubende Choreographie des Pulsierens und Sich-Verlierens.

III
Martin Schläpfers Choreographie: Ulenspiegeltänze (Uraufführung) beschließt den Abend. Fasziniert vom ambivalenten Charakter von Sergej Prokofjews Sinfonie zwischen Oberflächenglanz und tiefer Anklage, Leichtigkeit und Sarkasmus - einer Musik, aus der ihm der Schelm Ulenspiegel entgegenschaut. Dazwischen steht mit "One Flat Thing Reproduced" ein in seiner Körperlichkeit und Virtuosität atemberaubendes Meisterwerk des großen Balletterneuerers William Forsythe.

"Es ist eine Musik wie ich sie noch nie vertanzt habe", bekennt Martin Schläpfer, der selbst unzählige Male in Sergej Prokofjews "Romeo und Julia" auf der Bühne zu erleben war, über seine Wahl der 1951 entstandenen Sinfonie Nr. 7 cis-Moll op. 131 des sowjetischen Komponisten für sein neues Ballett "Ulenspiegeltänze". Fasziniert ist er vom "Versteckten, Weggeschlossenen, leise Gesagten, aber auch dieser manchmal unglaublich vordergründigen Energie und Leichtigkeit, undramatisch hingezaubert von einem Komponisten, der nichts mehr forcieren will, muss und kann" - eine Musik, durch deren "Scheinheiligkeit und Sarkasmus, Schelmisches, aber auch närrisch Anklagendes" ihm Ulenspiegel entgegenschaut, jener rätselhafte, von Daniel Kehlmann in seinem neuesten Roman "Tyll" geschilderte Gaukler, der eines Tages beschloss, niemals zu sterben, "mit einem Lachen durchs Dunkle gehend, das aber auch ein Grinsen sein kann".

Am Pult steht an diesem Abend Wen-Pin Chien.

freie Plätze 90505 Paris im August

(Wesel, am Mo., 10.6., 16.45 Uhr , Claudia Böckmann)

Sie könnten verschiedener nicht sein und doch verbindet sie viel: die beiden 'Grandes Dames' des französischen Chansons Edith Piaf (1915 - 1963) und Barbara (1930 - 1997). Aus unterschiedlichen Generationen stammend, wurde beiden der unbändige Wunsch zu singen in die Wiege gelegt. Für die jüngere Barbara war Piaf ein bewundertes Vorbild und Idol.
Beide Wege zum Erfolg waren hart und voller Hindernisse, führten von ganz unten nach ganz oben. "La môme Piaf", der kleine Spatz, begann als Straßensängerin in Paris, wurde entdeckt und schnell zur bekanntesten Chansonnière Frankreichs mit Hits wie "La vie en rose", "Milord" und "Je ne regrette rien." Ihre Affären, Skandale, Männergeschichten, die ihre beispiellose Karriere begleiteten, sind Legende.
Für die introvertierte Barbara entwickelte sich die Karriere langsam aber stetig in den 50er Jahren. Barbaras klare und poetische Lieder und Texte geben das Lebensgefühl der 60er Jahre ganz direkt und authentisch wieder. Berühmt wurde ihr Chanson "Göttingen" 1964, das nach einem Gastspiel in der deutschen Stadt erscheint und zum Sinnbild einer neuen Deutsch-Französischen Verständigung nach dem Krieg wird.

Christa Platzer widmet sich in ihrem neuen Solo-Programm Liedern und Leben dieser beiden französischen Ausnahmekünstlerinnen. Sehr erfolgreich tourte sie bereits mit "Non je ne regrette rien - Die Geschichte der Edith Piaf" durch ganz Deutschland und interpretierte Chansons von Barbara im Programm "Parce que je t'aime - weil ich dich liebe". Nun gestaltet sie ein Programm mit legendären Höhepunkten aus 40 Jahren Chanson und Sie können Christa Platzer an ihrem letzten Abend im MiR live erleben.

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Montag Donnerstag
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