Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Die Volkshochschule Wesel-Hamminkeln-Schermbeck bietet in Kooperation mit der Deutschen Oper am Rhein (DOR) und dem Musiktheater im Revier (MIR) in Gelsenkirchen attraktive Gruppenbesuche von Oper-, Ballett- und Musicalaufführungen an.

An der Deutschen Oper am Rhein in Duisburg (DOR) gibt es für alle Aufführungen einen einheitlichen Preis, in dem die Kosten für die Anreise im Reisebus, die Eintrittskarte für einen guten Platz im Parkett oder Rang sowie ein Programmheft enthalten sind. Vor der Vorstellung gibt es in diesem Semester in beiden Häusern eine komprimierte Einführung in Inhalt und Werkgeschichte des jeweiligen Stückes durch eine(n) Mitarbeiter/-in der Dramaturgie.

Zum Musiktheater im Revier nach Gelsenkirchen (MiR) erfolgt die Anreise ebenfalls im Reisebus, der Preis variiert allerdings je nach Aufführung.

In diesem Semester haben wir folgende Vorstellungen für Sie ausgewählt:

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auf Warteliste 90500 Momo - Ein Tanzabend von Giuseppe Spota (MiR)

(Wesel, am Sa., 1.2., 17.15 Uhr , Claudia Böckmann)

Momo hat eine seltene Gabe: Das junge Waisenmädchen kann sehr gut zuhören. So gut, dass sie mit ihrem offenen Ohr die Herzen der anderen öffnet. Nicht nur ihre Freunde Gigi und Beppo verändern sich in ihrer Gegenwart. Momo prägt auch die Menschen in der Umgebung des verlassenen Amphitheaters, das sie ihr Zuhause nennt - bis die grauen Herren kommen. Diese mysteriösen Vertreter der 'Zeit-Sparkasse' propagieren die Selbstoptimierung. Die Menschen sollen Zeit sparen. Das Ersparte horten die Herren aber für sich. Nur Momo scheint von ihren Machenschaften nicht betroffen. Als selbst ihre Freunde sie kaum mehr besuchen, sieht sich Momo in der Pflicht zu handeln. Der Kampf gegen die grauen Herren ist gefährlich, aber nur sie kann den Menschen den wahren Wert der Zeit wieder nahebringen.

Als eines der erfolgreichsten deutschen Kinder- und Jugendbücher hält 'Momo' gerade Erwachsenen mit ihrem Erfolg- und Leistungsdruck einen Spiegel vor. Obwohl 1973 entstanden, ist Michael Endes Roman für den Choreografen Giuseppe Spota höchst aktuell. Zeitdiebe scheinen am Werk zu sein, wenn das Leben immer schneller, die Zeit immer effizienter genutzt wird, aber am Ende immer weniger davon bleibt. Mit 'Momo' präsentiert der neue Direktor der Mir Dance Company, Giuseppe Spota, seine erste Choreografie für das Musiktheater im Revier.

auf Warteliste 90501 Essen Philharmonie Beethoven

(Wesel, am Fr., 7.2., 18.00 Uhr , Claudia Böckmann)

Die Existenz von Beethovens 10. Sinfonie wurde lange Zeit in das Reich der Legenden verbannt. Mittlerweile wissen wir, dass Skizzen existieren, die zwischen 1822 und 1825 entstanden sind. Diese bearbeitete der englische Musikwissenschaftler Barry Cooper 1988 zu einem vollständigen ersten Satz: Sinfonie Nr. 10 Es-Dur, 1. Satz. Er wurde von der Royal Philharmonic Society, London, zur Aufführung gebracht, der Beethoven einst die Erstaufführung zugesagt hatte. Nach Beethovens Tod 1827 galt es als Delikt, sich an die Gattung der Sinfonie zu wagen.

Franz Schubert wies jedoch im selben Jahr mit seiner "Großen C-Dur-Sinfonie" einen neuen, unabhängigen Weg für die romantische Sinfonie. Die einzelnen Formteile bilden hier epische Landschaften, die musikalisch durchwandert werden. Die Uraufführung der 8. Sinfonie C-Dur, D 944 "Große C-Dur-Sinfonie" fand 1839, knapp elf Jahre nach Schuberts Tod, im Gewandhaus zu Leipzig statt.

Komplettiert wird der Abend von Carl Maria von Webers erstem Klarinettenkonzert, Konzert Nr. 1 f-Moll für Klarinette und Orchester, op. 73, das heute zu den Paradestücken eines jeden Klarinettisten zählt.

Vor Beginn des Konzertes erleben wir unter der Überschrift: 'Die Kunst des Hörens' eine Einführung mit David Danzmayr, Dirigent und den Essener Philharmonikern.

freie Plätze 90502 Roméo et Juliette - Oper von Charles Gounod (DOR)

(Wesel, am Di., 18.2., 17.45 Uhr , Claudia Böckmann)

Ein Sommernachts-Albtraum: In einer heißen Augustnacht trifft Roméo zufällig auf Juliette. Es ist Liebe auf den ersten Blick, allerdings eine verbotene, denn Juliette muss am nächsten Morgen Pâris heiraten. Doch die Macht der Liebe wirkt wie eine Droge, ein dunkel-süßes Gift mit tödlichem Ausgang ...
Charles Gounod (1818-1893) schuf mit seiner Adaption von Shakespeares 'Romeo und Julia' eine der anrührendsten Versionen für die Opernbühne. Bereits die ersten Takte der Ouvertüre machen das drohende Unheil auf eine Weise deutlich, die unter die Haut geht. In vier großen Duetten fokussiert er auf meisterhafte Weise die aufkeimende Liebe und immer größere Leidenschaft. Entstanden ist ein lyrisches Drama, das der französischen Oper im 19. Jahrhundert ganz neue Wege wies - und an der Deutschen Oper am Rhein in der Deutung des jungen Regisseurs Philipp Westerbarkei zu erleben ist, der - nach seinen begeistert aufgenommenen Inszenierungen von Bernsteins 'Trouble in Tahiti', Knussens 'Wo die wilden Kerle wohnen' sowie Mozarts 'Zauberflöte' in Coburg - an der Deutschen Oper am Rhein in dieser Saison auch Puccinis 'La Bohème' inszeniert.

Anmeldung möglich 90503 Die Macht des Schicksals - Oper von Giuseppe Verdi

(Wesel, am So., 29.3., 16.15 Uhr , Claudia Böckmann)

Alles beginnt mit einem fatalen Schuss, der sich aus einer weggeworfenen Waffe löst. Der Schuss tötet den Marchese di Calatrava, als er seine Tochter Leonora di Vargas und ihren Liebhaber Don Alvaro auf der Flucht überrascht. Was als Aufbruch in ein freies und selbstbestimmtes Leben gedacht war, endet durch den tödlichen Zwischenfall in einer Katastrophe. Eine lebenslange Flucht vor Leonoras unversöhnlichem Bruder Don Carlo schließt sich an, der den Tod des Vaters rächen zu müssen glaubt, und dabei ebenso zu Rastlosigkeit verdammt ist, wie das einstige Liebespaar. Giuseppe Verdi griff immer wieder zu großen romantischen Stoffen und verwirklichte hier den Anspruch, unter dem Auge des Schicksals das gesamte Leben in einem großen, tragischen Handlungsbogen abzubilden.

'Die Macht des Schicksals' (La forza del destino), gestaltet nach dem gleichnamigen spanischen Drama von Angel de Saavedra (1835), spielt zu unterschiedlichen Zeiten an weit verstreuten Orten, wo die drei Protagonisten ruhelos ein Leben lang vergeblich Sühne und Frieden suchen. Die Welt, durch die Leonora, Alvaro und Carlo getrieben werden, ist ebenso in Auflösung begriffen, wie der Glaube und die Zuversicht der Menschen. Die Verstrickung von Schuld, Sühne und Schicksal, von persönlicher und gesellschaftlicher Tragödie hat Verdi in 'Die Macht des Schicksals' besonders eindrucksvoll entfaltet. Die Vielfalt der musikalischen Elemente und Emotionen, der Kontraste und der Schauplätze zwischen Schlachtfeld und Kloster, zwischen großen Chorszenen und Arien, ist so groß wie in keiner anderen Verdi-Oper und erhebt 'Die Macht des Schicksals' zum Meisterwerk.

freie Plätze 90504 La Bohème - Oper von Giacomo Puccini (DOR)

(Wesel, am Sa., 2.5., 17.45 Uhr , Claudia Böckmann)

Das Künstlertum ist das 'Credo' von Dichter Rodolfo, Maler Marcello, Musiker Schaunard und Philosoph Colline - der schmale Grat zwischen der Realität des Überlebens und der Flucht in die selbstgeschaffene Welt der Bohème, in der Kunst nicht ausgeübt, sondern lediglich gelebt wird. Doch mit dem Auftritt einer jungen, todkranken Frau wird die Realität zur unbezwingbaren Macht...
Giacomo Puccini (1858 - 1924) gelang mit 'La Bohème' auf einzigartige Weise die Transformation von Emotionen in zutiefst berührende Klänge und Melodien und zugleich eine äußerst präzise Bestandsaufnahme einer fiktiven Subkultur. Liegt der Schwerpunkt der ersten beiden Bilder auf dem ausgelassenen Amüsement und der zarten Poesie des Sich-Verliebens, so bricht schließlich die Katastrophe mit umso größerer Wucht herein und zeigt, dass hinter dem Leben immer die Allgegenwart des Todes lauert.
Philipp Westerbarkei hat mit seinen ersten Regiearbeiten an der Deutschen Oper am Rhein sowie 2018 mit Mozarts 'Zauberflöte' am Theater Coburg gezeigt, dass er zu den interessantesten Regisseuren der jungen Generation zählt.

freie Plätze 90505 b.43 - Ballettaufführung in der DOR

(Wesel, am Fr., 19.6., 17.45 Uhr , Claudia Böckmann)

Dark With Excessive Bright (Uraufführung) Robert Binet
Nach dem großen Erfolg seines Balletts am Rhein-Uraufführung "New World" kehrt der junge Kanadier Robert Binet erneut nach Düsseldorf zurück. "Dark with Excessive Bright" ist der Titel seines neuen Stücks, hinter dem sich John Miltons legendäres Versepos "Paradise Lost" über den Sündenfall des Menschen verbirgt. Als musikalische Basis dienen Robert Binet drei Werke der 2019 für einen Grammy Award nominierten Amerikanerin Missy Mazzoli - Musik, die ihm "Bilder von Weltraum und Spiritualität, mystischer Freiheit und Vollkommenheit" suggeriert. "Vespers" - ein beim Einbruch der Nacht gesungenes Gebet - wird ihm zum - Anfang einer Reise, die uns aus unserem Sonnensystem in ferne Galaxien trägt. Die Materialisierung von Energien wie bei der Entstehung eines Sterns, der aber gleich wieder verglüht, definiert die Dynamik seines Balletts: zunächst strahlend, voller Kraft, dann leise verlöschend.

Notations I-IV Uwe Scholz
"Notations I-IV" sind eine Begegnung eines Solisten mit sich selbst, ein Gang an die Ausdrucks- und Belastungs-Grenzen der eigenen Physis, aber auch ein Ergründen, wie zeitgenössisch das klassisch-akademische Ballettvokabular sein kann. Der Tänzer wird in all den virtuosen Battements, akrobatischen Grands Jetés und schwindelerregenden Pirouetten-Folgen wie von einer unsichtbaren Macht unter Strom gesetzt. Nur selten kommt es zu einem Innehalten, einem Hineinhören in den eigenen Körper. Der russische Ausnahmekünstler Vladimir Malakhov, für den Uwe Scholz dieses 13-minütige Solo zu Pierre Boulez’ gleichnamigen vier Orchesterstücken 1996 kreierte, bekannte: "Wenn man "Notations‘ tanzen kann, dann kann man alles tanzen."
Mit "Notations I-IV" sowie "Siebte Sinfonie" widmet sich das Ballett am Rhein in Programm b.43 seit vielen Jahren erstmals wieder dem bedeutenden Choreographen Uwe Scholz. Aus John Crankos Stuttgarter Talentschmiede kommend, hatte dieser mit nur 26 Jahren die Direktion des Zürcher Balletts übernommen und von 1991 bis zu seinem frühen Tod im Jahre 2004 das Leipziger Ballett geleitet.

Ramifications Martin Schläpfer
Eine Erforschung des Körpers im Raum zwischen gegensätzlichen Polen ist Martin Schläpfers 2005 für die Ballerina Marlúcia do Amaral kreiertes Solo "Ramifications" - eine Bewegungsstudie, die in b.43 einen filigranen Gegenpart zu Uwe Scholz’ "Notations I-IV" bildet. Zu György Ligetis gleichnamigem Orchesterwerk lässt Martin Schläpfer die Tänzerin eine Architektur der Linien und Kurven erschaffen, kreiert Zwischenräume, imaginäre Räume. Ihr Körper wächst weit über seine eigentliche Größe hinaus - und wird dann wieder ganz klein. Alle Bewegung erscheint total gebändigt und offenbart zugleich ein Maximum an Energie, die jederzeit ausbrechen kann. Höchste technische Anforderungen transformieren sich für den Betrachter in eine paradoxe Leichtigkeit. Bekanntes erscheint als Fremdes und umgekehrt. Der Körper wirkt wie eine lebende Skulptur, aber nicht als Abbild von etwas Perfektem, Schönem, sondern wie eine Frage - der Ausdruck einer Sehnsucht nach anderen Zuständen.

Siebte Sinfonie Uwe Scholz
'Uwe Scholz zählte zu den bedeutendsten Weiterdenkern der Tradition des Sinfonischen Balletts wie sie von Künstlern wie Michail Fokine, Léonide Massine und George Balanchine in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts begründet worden war: eine Übertragung der Klangwelten und Strukturen einer musikalischen Komposition in Tanz, welche Sehen und Hören neu verbindet. Für das Stuttgarter Ballett entstand 1991 seine "Siebte Sinfonie" - ein euphorisierendes Tanzfest von strahlender Schönheit zu Ludwig van Beethovens Sinfonie A-Dur. Richard Wagner bezeichnete diese Komposition als "Apotheose des Tanzes", verfolgt sie doch in radikaler Weise nur das eine Ziel: Bewegung und Rhythmus in allen erdenklichen Erscheinungsformen, vom Schreittanz bis zum Furioso, in Klang zu setzen. Mit dem Ballett am Rhein ist Uwe Scholz’ "Siebte Sinfonie" zum Beethoven-Jahr 2020 nun erstmals in Düsseldorf und Duisburg zu erleben.

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