Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Die Volkshochschule Wesel-Hamminkeln-Schermbeck bietet in Kooperation mit der Deutschen Oper am Rhein (DOR) und dem Musiktheater im Revier (MIR) in Gelsenkirchen attraktive Gruppenbesuche von Oper-, Ballett- und Musicalaufführungen an.

An der Deutschen Oper am Rhein in Duisburg (DOR) gibt es für alle Aufführungen einen einheitlichen Preis, in dem die Kosten für die Anreise im Reisebus, die Eintrittskarte für einen guten Platz im Parkett oder Rang sowie ein Programmheft enthalten sind. Vor der Vorstellung gibt es in diesem Semester in beiden Häusern eine komprimierte Einführung in Inhalt und Werkgeschichte des jeweiligen Stückes durch eine(n) Mitarbeiter/-in der Dramaturgie.

Zum Musiktheater im Revier nach Gelsenkirchen (MiR) erfolgt die Anreise ebenfalls im Reisebus, der Preis variiert allerdings je nach Aufführung.

In diesem Semester haben wir folgende Vorstellungen für Sie ausgewählt:

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fast ausgebucht 90501 MiR Frau Luna

(Wesel, am Do., 31.10., 17.45 Uhr , Claudia Böckmann)

Fritz Steppke hat genug: Die Berliner Luft stinkt, die Mietwohnung bei Frau Pusebach in Mitte ist nicht nur eine Bruchbude, die designierte Schwiegertante droht auch noch mit Rauswurf. Der Berliner träumt davon, die Mondfahrt für Massen zu ermöglichen. Marie, seiner Verlobten, wäre es lieber, wenn er statt zu träumen wieder arbeiten ginge. Seine Freunde hat Steppke dagegen mit der Mondsucht angesteckt und schon nimmt eine verwicklungsreiche Geschichte ihren Lauf ...
Auch wenn es in wenigen Jahren einen Mondshuttleservice geben soll, bleibt die Mondfahrt auch 120 Jahre nach der Uraufführung von Paul Linckes Operette nach einem Libretto von Heinz Bolten-Baeckers, UA 1899, für die meisten eine unerfüllbare Sehnsucht.
Im MiR geht man stattdessen in die Tiefe: Für das Arrangement sorgen Matthias Grimminger und Henning Hagedorn, die der Operette ihren ursprünglichen, verrucht-jazzigen Klang der Roaring-Twenties zurückgeben.

Mit neuen Dialogen des Regisseurs Thomas Weber-Schallauer wird 'Frau Luna' zum Science-Fiction-Abenteuer im Kleinen Haus.

Anmeldung möglich 90502 MiR Strawinsky

(Wesel, am So., 17.11., 16.45 Uhr , Claudia Böckmann)

Die Erfolgsstory des Igor Strawinsky ist eng mit Sergej Diaghilews berühmten Ballets Russes verknüpft. Auf die Triumphe mit 'Der Feuervogel' und 'Petruschka' folgte 1913 allerdings ein riesiger Skandal mit: 'Le sacre du printemps' (Das Frühlingsopfer). Den Unmut des Pariser Uraufführungspublikums entfachte vor allem die Musik mit ihrem ständigen Rhythmus- und Taktwechsel sowie dem vermehrten Einsatz des Schlagwerks. Nicht ganz zu Unrecht hat der Komponist Arthur Honegger das Werk als 'die Atombombe der neuen Musik' bezeichnet. Das Stück, in dem das Verhältnis des Individuums zur Masse thematisiert wird, hat berühmte Choreograf*innen wie Mary Wigman, Maurice Béjart, Pina Bausch oder Sasha Waltz inspiriert.

1923, zehn Jahre später, ging Strawinsky in 'Les Noces' (Die Hochzeit) wiederum neue Wege: Ein Gesangsquartett, Chor, vier Klaviere und umfangreiches Schlagwerk sind vorgesehen. Eine russische Bauernhochzeit wird in streng formalen Bildern erzählt, ohne dass der Rückbezug auf die Tradition ganz aufgegeben würde.

Mit zwei Choreografien namhafter international tätiger Tanzschaffender stellt sich Giuseppe Spotas neue Tanzcompany dem Gelsenkirchener Publikum vor: Der Italiener Mauro Bigonzetti, von New York bis Stuttgart weltweit erfolgreich, hat 'Les Noces' beim berühmten Aterballetto, Reggio Emilia, herausgebracht. Mit seinem 'Sacre' heimste das preisgekrönte junge Choreografen-Duo Uri Ivgi (Israel) und Johan Greben (Niederlande) bereits große Erfolge am Theater Bern und in Breslau ein.

freie Plätze 90503 MiR Makropulos

(Wesel, am Do., 12.12., 17.45 Uhr , Claudia Böckmann)

Prag zwischen den Weltkriegen, eine mysteriöse Frau bringt die entscheidende Wendung im 100-jährigen Prozess 'Gregor vs. Prus'. Die Sängerin Emilia Marty ist ein männerfressender Vamp, aber sie hat Wissen, das nur den Toten vorbehalten sein sollte: Sie nennt nicht nur den Ort, auch den Inhalt des entscheidenden Testaments kennt sie, außerdem pikante Details aus dem Liebesleben des vor 100 Jahren verstorbenen Barons, um dessen Erbe sich die Gregors und die Prus seit vier Generationen streiten. Als die Erben die Sängerin zur Rede stellen, ahnen sie nicht, dass sie keine Hochstaplerin vor sich haben, sondern den weiblichen Methusalem. Seit über drei Jahrhunderten lebt Elina Makropulos unter verschiedenen Identitäten, aber ihr bleibt nicht viel Zeit. Nur das zusammen mit dem Testament versiegelte Rezept für die Verlängerung des Lebens kann sie vor dem Tod bewahren - vorausgesetzt sie will sich erneut den Martern der Unsterblichkeit aussetzen.
Die Abschaffung des Todes ist ein Traum, der die Menschen seit Urzeiten umtreibt. Der tschechische Autor Karel Capek, Erfinder des Begriffs 'Roboter', hat in seiner Krimi-Komödie 'Sache Makropulos' die Unsterblichkeit durchgespielt und eine Figur erschaffen, die nach über 300 Jahren auf der Erde buchstäblich lebensmüde ist, aber sich dennoch vor dem Tod fürchtet. Der Komponist Leos Janácek kitzelt durch seine opulent-emotionale Musik das dramatische Potential dieser als Komödie getarnten Tragödie heraus.
Im 60. Jubiläumsjahr des MiR kommt Dietrich W. Hilsdorf zurück in das Haus, in dem er seine Laufbahn als Opernregisseur begann.

Anmeldung möglich 90504 MiR Momo

(Wesel, am Sa., 1.2., 17.15 Uhr , Claudia Böckmann)

Momo hat eine seltene Gabe: Das junge Waisenmädchen kann sehr gut zuhören. So gut, dass sie mit ihrem offenen Ohr die Herzen der anderen öffnet. Nicht nur ihre Freunde Gigi und Beppo verändern sich in ihrer Gegenwart. Momo prägt auch die Menschen in der Umgebung des verlassenen Amphitheaters, das sie ihr Zuhause nennt - bis die grauen Herren kommen. Diese mysteriösen Vertreter der 'Zeit-Sparkasse' propagieren die Selbstoptimierung. Die Menschen sollen Zeit sparen. Das Ersparte horten die Herren aber für sich. Nur Momo scheint von ihren Machenschaften nicht betroffen. Als selbst ihre Freunde sie kaum mehr besuchen, sieht sich Momo in der Pflicht zu handeln. Der Kampf gegen die grauen Herren ist gefährlich, aber nur sie kann den Menschen den wahren Wert der Zeit wieder nahebringen.

Als eines der erfolgreichsten deutschen Kinder- und Jugendbücher hält 'Momo' gerade Erwachsenen mit ihrem Erfolg- und Leistungsdruck einen Spiegel vor. Obwohl 1973 entstanden, ist Michael Endes Roman für den Choreografen Giuseppe Spota höchst aktuell. Zeitdiebe scheinen am Werk zu sein, wenn das Leben immer schneller, die Zeit immer effizienter genutzt wird, aber am Ende immer weniger davon bleibt. Mit 'Momo' präsentiert der neue Direktor der Mir Dance Company, Giuseppe Spota, seine erste Choreografie für das Musiktheater im Revier.

Anmeldung möglich 90505 Essen Philharmonie Beethoven

(Wesel, am Fr., 7.2., 18.00 Uhr , Claudia Böckmann)

Die Existenz von Beethovens 10. Sinfonie wurde lange Zeit in das Reich der Legenden verbannt. Mittlerweile wissen wir, dass Skizzen existieren, die zwischen 1822 und 1825 entstanden sind. Diese bearbeitete der englische Musikwissenschaftler Barry Cooper 1988 zu einem vollständigen ersten Satz: Sinfonie Nr. 10 Es-Dur, 1. Satz. Er wurde von der Royal Philharmonic Society, London, zur Aufführung gebracht, der Beethoven einst die Erstaufführung zugesagt hatte. Nach Beethovens Tod 1827 galt es als Delikt, sich an die Gattung der Sinfonie zu wagen.

Franz Schubert wies jedoch im selben Jahr mit seiner "Großen C-Dur-Sinfonie" einen neuen, unabhängigen Weg für die romantische Sinfonie. Die einzelnen Formteile bilden hier epische Landschaften, die musikalisch durchwandert werden. Die Uraufführung der 8. Sinfonie C-Dur, D 944 "Große C-Dur-Sinfonie" fand 1839, knapp elf Jahre nach Schuberts Tod, im Gewandhaus zu Leipzig statt.

Komplettiert wird der Abend von Carl Maria von Webers erstem Klarinettenkonzert, Konzert Nr. 1 f-Moll für Klarinette und Orchester, op. 73, das heute zu den Paradestücken eines jeden Klarinettisten zählt.

Vor Beginn des Konzertes erleben wir unter der Überschrift: 'Die Kunst des Hörens' eine Einführung mit David Danzmayr, Dirigent und den Essener Philharmonikern.

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