Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Anmeldung möglich 90005 Frankfurt van Gogh und Lee Krasner

(Wesel, am Di., 5.11., 7.15 Uhr , Claudia Böckmann)

Frankfurt ist nicht gerade um die Ecke und von daher selten Ziel der Kunstexkursionen der VHS. In diesem Semester gibt es in der Stadt am Main aber zwei Kunstausstellungen, die den weiten Weg lohnen.
Die Ausstellung MAKING VAN GOGH im Städel nimmt das Oeuvre van Goghs im Kontext seiner deutschen Rezeption in den Blick, spielte Deutschland doch für die Erfolgsgeschichte des Niederländers eine zentrale Rolle.
"Van Gogh ist tot, aber die van Gogh-Leute leben. Und wie leben sie! Überall van Goghelt’s", formulierte Ferdinand Avenarius 1910 in 'Der Kunstwart' und beschrieb damit die Faszination, die Vincent van Goghs Malerei Anfang des 20. Jahrhunderts vor allem auf junge Künstler*innen in Deutschland ausübte.
Die bis dato größte und aufwendigste Präsentation in der Geschichte des Frankfurter Museums thematisiert die besondere Rolle, die deutsche Galeristen, Sammler, Kritiker und Museen für die Erfolgsgeschichte des Malers spielten. Zum anderen wird die entscheidende Rolle van Goghs als Vorbild für die Kunst des deutschen Expressionismus beleuchtet, seine Rolle als Vorreiter für die Kunst der deutschen Avantgarde, der modernen Malerei im Allgemeinen aufgezeigt.
Zu sehen sind mehr als 120 Gemälde, darunter über 50 Schlüsselwerken van Goghs aus allen Schaffensphasen und 70 Werke weiterer für die Moderne bedeutender Künstler*innen.

Zweiter Programmpunkt bei dieser Fahrt ist die Ausstellung Lee Krasner (1908-1984), einer Pionierin des abstrakten Expressionismus, die nach mehr als 50 Jahren in einer großen Retrospektive wieder in Europa, in Frankfurt in der Schirn, zu sehen ist: Die Ausstellung erzählt die Geschichte einer der unbeirrbarsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts.
Präsentiert wird das Gesamtwerk der US-Amerikanerin, darunter Selbstportraits, Aktdarstellungen in Kohle, die streng geometrischen 'Little Images' oder wegweisende Gemälde der 'Prophecy-Reihe', experimentelle Hauptwerke und späte Collagen.
Lange Zeit stand Lee Krasner als Künstlerin im Schatten ihres Ehemanns Jackson Pollock, berühmt geworden insbesondere durch seine 'Action paintings‘. Nach dessen frühem Tod bei einem Autounfall 1956 entschied sie sich, Pollocks Atelier zu nutzen, und leitete damit eine neue Phase ihrer künstlerischen Karriere ein. Anders als andere Künstler*innen ihrer Zeit, die ebenfalls ungegenständlich malten, entwickelte Krasner nie einen 'signature style‘, sondern reflektierte ihre Praxis mit dem Anspruch, ihre Bildsprache stets neu zu erfinden.

Wem der Kontrast zu groß ist, kann alternativ am Nachmittag die ständige Sammlung des Städels mit ihrem reichen Überblick über 700 Jahre europäische Kunst, vom Mittelalter über die Renaissance, Barock und klassischen Moderne bis in die Gegenwart erkunden.

Im Preis inbegriffen: Fahrt im modernen Reisebus, Eintritt in die Ausstellungen und zwei Führungen im Städel und in der Schirn.

Bei den Zeitangaben können sich leichte Änderungen ergeben. Den genauen Programmverlauf erhalten Sie unmittelbar im Zusammenhang mit der Tagesfahrt.

fast ausgebucht 90006 Münster Turner und Picasso

(Wesel, am Mi., 27.11., 8.45 Uhr , Claudia Böckmann)

Als ersten Programmpunkt steuern wir die Ausstellung des bedeutendsten britischen Landschaftsmalers der Romantik, Joseph Mallord William Turner (1775-1851), im LWL an, die seine Reisen in die Schweiz und nach Italien, seine Begegnung mit den Alpen und der arkadischen Landschaft Italiens in den Fokus stellt.
Die 80 Gemälde und Aquarelle, die die Tate Gallery London zu der Ausstellung 'Horror and Delight' beisteuert, werden um 30 weitere Leihgaben europäischer Museen erweitert, zu denen Werke so bedeutender Meister wie Claude Lorrain, Caspar Wolf und Antonio Canal, genannt Canaletto, gehören.
Turners erste Reise in die Schweiz 1802 und seine Begegnung mit der Bergwelt bedeuteten für den Künstler eine grundlegend neue Erfahrung. Er stellte das 'Erhabene‘ der Natur in den Vordergrund, die mit ihrer Urgewalt auch Grauen und Furcht einflößen kann, wie Darstellungen von Stürmen und anderen Naturkatastrophen, z.B. eines Lawinenabgangs sehr eindrucksvoll zeigen und deren Schrecken er ins Medium des Bildes übersetzt.

Demgegenüber stehen Turners Werke, die das 'Malerische' aufgreifen, also die Ruhe, Ordnung und Schönheit klassischer Landschaftsmalerei, die der Künstler zum Beispiel nach der Rückkehr von seinen Italienreisen im Atelier umsetzte. Die spezielle Atmosphäre und das Licht, z.B. in der Lagunenstadt Venedig, inspirierten ihn zu den stimmungsvollen Aquarellen der 1840er Jahre.

Schrecken und Freude, 'Horror and Delight', liegen hier extrem nah beieinander.

Am Nachmittag besuchen wir zwei Ausstellungen im Kunstmuseum Picasso: 'Im Rausch der Farbe: Von Gauguin bis Matisse' und 'Wie Gott in Frankreich - Picasso kulinarisch!'

Im Licht der Sonne des Mittelmeeres revolutionierten Henri Matisse und André Derain zu Beginn des 20. Jahrhunderts in dem südfranzösischen Fischerdorf Collioure die Malerei der Moderne. Die leuchtenden, expressiven Farben und die vereinfachenden Formen ihrer Bildkompositionen entwickelten eine derartige visuelle Sprengkraft, dass die Gruppe fortan 'Les Fauves' - 'Die Wilden‘ genannt wurde. Das Picasso-Museum präsentiert rund 70 hochkarätige Werke von Malern wie Henri Matisse, André Derain, Georges Braque, Kees van Dongen und Maurice de Vlaminck, die mit ihren Gemälden das Pariser Publikum in einen fauvistischen Farbrausch versetzten.
Vom Post-Impressionismus des 19. Jahrhunderts führt die Ausstellung über den Kubismus zur Klassischen Moderne der 1920er bis 1930er Jahre

Der zweite Teil des Ausstellungsbesuchs: 'Wie Gott in Frankreich - Picasso kulinarisch!' widmet sich der künstlerischen Auseinandersetzung mit gutem Essen und Trinken. Frischgefangene Fische, die in der Pfanne braten, aromatischer Rotwein aus der Provence und dem Languedoc, delikate Langusten, schmackhafte Artischocken und erfrischender Pastis - Picassos kulinarische Bildwelten laden zum Genuss ein. Die Schau beleuchtet darüber hinaus seinen kenntnisreichen Dialog mit der Kunstgeschichte und seine Inspiration durch die spanischen und flämischen Küchenstillleben des Barock. Abgerundet wird die Präsentation durch zeitgenössische Schwarz-Weiß-Fotografien von David Douglas Duncan, die Picasso in seiner am Mittelmeer gelegenen Villa 'La Californie' bei dem mittäglichen Genuss von Wein und Fisch zeigen, wie er die Leichtigkeit des Daseins auskostet, 'wie Gott in Frankreich'.

Zwischen den beiden Ausstellungen oder danach bleibt sicher auch noch ein Moment für einen kurzen Bummel über einen der Münsteraner Weihnachtsmärkte.

Im Preis inbegriffen: Fahrt im modernen Reisebus, Eintritt und Führungen durch die Ausstellungen.

Anmeldung möglich 90007 Düsseldorf Munch

(Wesel, am Do., 9.1., 9.00 Uhr , Claudia Böckmann)

Er gilt als der bekannteste und wichtigste norwegische Autor der Gegenwart: Karl Ove Knausgård. Sein sechsbändiger autobiographischer Roman zählt weltweit zu den meist diskutierten Buch-Veröffentlichungen der vergangenen Jahre. Nun hat sich der Schriftsteller dem Werk des Malers Edvard Munch genähert. Mit seiner überraschenden Auswahl selten oder sogar nie gezeigter Werke entdeckt der gefeierte Autor einen bislang 'unbekannten' Munch.

Der auch in Kunstgeschichte ausgebildete Schriftsteller hat etwa 130 Gemälde, Arbeiten auf Papier und Skulpturen aus dem Archiv und dem Kunstdepot des Munch Museum in Oslo ausgewählt und mit Leihgaben aus internationalen Museen ergänzt. Er öffnet damit eine nie zuvor gesehene Perspektive auf den wohl bedeutendsten Maler der skandinavischen Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts.

Im Preis inbegriffen: Fahrt mit der Deutschen Bahn, NRW-Schöner-Tag-Ticket, Eintritt und Führung im Museum.

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