Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Keine Anmeldung möglich 14004 Was ist Heimat?

(Wesel, am Do., 14.11., 19.00 Uhr , )

Im Zeitalter von Globalisierung, Finanzkrise, Migration und Flüchtlingen kommt dem Heimatbegriff laut aktuellen Umfragen eine wachsende Bedeutung zu. Schon im Jahr 2004 gehörte Heimat zu den meistgenannten Wörtern beim Wettbewerb 'Das schönste deutsche Wort', veranstaltet vom Deutschen Sprachrat. Aber was verbinden die Menschen vor allem mit dem Begriff Heimat? Ist es der Ort, an dem sie geboren sind, ist es der Platz, an dem sie leben, an dem sie arbeiten? Oder ist Heimat nur ein Gefühl, das auch als ein rhetorisches Mittel der Ausgrenzung gegenüber 'den Anderen' dient?
Im Vortrag werden die vielfältigen und schillernden Facetten des Heimatbegriffs anhand ausgewählter Epochen nachgezeichnet und ideengeschichtlich in den geistigen Horizont der jeweiligen Zeit gestellt. Hierbei liegt der Schwerpunkt darauf, die Geschichte von 'Heimat' als etwas Kollektives darzustellen, das über den individuellen Herd und das Heim hinausgeht, um die Abhängigkeit des Begriffs von sozialen und politischen Rahmenbedingungen und Konflikten zu erörtern.

Der Referent, Dr. Jens Korfkamp, Leiter der VHS Alpen-Rheinberg-Sonsbeck-Xanten, ist diplomierter Sozialwissenschaftler und hat im Bereich der politischen Philosophie promoviert.

Keine Anmeldung möglich 14007 Georg Wilhelm Friedrich Hegel

(Wesel, am So., 29.9., 11.00 Uhr , )

Heute erleben wir in Deutschland Großdemonstrationen für bezahlbaren Wohnraum. Der Brexit geht hervor aus dem Gefühl vieler Briten, auf 'Diktate' aus Brüssel keinen demokratischen Einfluss zu haben. Frankreich wird monatelang vom Protest der Gelbwesten in Atem gehalten, der sich gegen wirtschaftliche Ungleichheit und eine Ungleichheit der (Bildungs-)Chancen zu Gunsten einer relativ kleinen Elite richtet. Überall in Europa wird das politische und wirtschaftliche "Establishment" heftig für seine Missachtung der Interessen weiter Teile der Bevölkerung kritisiert.
Im Vortrag werden all diese Phänomene als Symptome des tieferliegenden Problems verstanden, dass die Bürger*innen Europas einen Schwund ihres verfassungsmäßig verbürgten Rechts auf Partizipation erfahren und diesen Verlust nicht einfach hinnehmen wollen.
Diese Diagnose kann sich auf Hegel berufen, der als erster die bürgerliche Gesellschaft als Sphäre einer sozialen Realität zwischen dem Staat und dem Individuum begriffen und gezeigt hat, wie jeder Einzelne durch Leistung an ihr partizipiert, jedoch zugleich durch eine systematisch in der bürgerlichen Gesellschaft angelegte Relativierung dieser Leistung von ihr ausgegrenzt wird, was für Hegel eine Leitung der Gesellschaft durch den Staat erforderlich macht.

Keine Anmeldung möglich 14008 Max Horkheimer

(Wesel, am So., 10.11., 11.00 Uhr , )

Der politische Wähler wird heute oft als ein 'rationaler Egoist' verstanden, der einerseits dem Prinzip des Eigeninteresses, andererseits einem rationalen Entscheidungskalkül folgt. Gemäß dieser Vorstellung gibt es in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaftsordnung stabile Formen der Kooperation, weil diese einem rechtverstandenen Eigeninteresse, zum Beispiel an Sicherheit und Wohlstand, am Besten dienen.
Max Horkheimer hat hingegen in den 30er Jahren das Phänomen des Egoismus als bestimmt durch interne Gegensätze beschrieben. Egoismus sei einerseits ein Prinzip des berechtigten Interesses an Selbsterhaltung, andererseits ein Prinzip der Durchsetzung privater Interessen gegen andere oder die Gesellschaft. Die Verwechslung beider Formen von Egoismus macht politische Akteure anfällig für den Glauben an eine absolute Autorität, die ihren reinen Privatinteressen eine Scheinlegitimation gibt.

Vor diesem Hintergrund ist Autorität als politische Versuchung zu diskutieren. In der Türkei, in Russland und womöglich auch bald wieder in den USA, ist zu beobachten, dass autoritäre politische Führer an der Wahlurne nicht abgestraft, sondern im Gegenteil wiedergewählt werden. Lässt sich mit Horkheimer verstehen, warum sich Wähler, wenn sie die Chance bekommen, die Autorität abzuwählen, oft mehrheitlich für die Autorität entscheiden?
Diese Sonntagsmatinee versucht, u.a. darauf eine Antwort zu geben.

Keine Anmeldung möglich 14009 Hans Jonas

(Wesel, am So., 8.12., 11.00 Uhr , )

Die Menschheit scheint eher dazu bereit zu sein, etwas gegen den Plastikmüll in den Weltmeeren zu unternehmen als gegen den Klimawandel, obwohl Klimaforscher wie Friederike Otto zeigen können, dass CO2-Belastung und Temperaturanstieg Extremwetterlagen mit katastrophalen Auswirkungen um ein Vielfaches wahrscheinlicher machen.
Im Vortrag wird dargelegt, dass Plastikmüll ein Problem ist, das mit einem alltäglichen Verständnis von Verantwortung interpretiert werden kann. Jemand verantwortet eine Handlung, deren Ursachen und Folgen eindeutig bestimmt sind, gegenüber jemand anderem, wobei entscheidend ist, dass der Verursacher diese Auswirkungen auch verhindern könnte. Bei Plastikmüll ist das der Fall, aber bei Extremwetter liegen die Dinge viel schwieriger, was erklärt, warum es Klimaskeptiker, aber keine 'Plastikskeptiker' gibt.
Dennoch wissen wir alle, dass eine deutliche Veränderung unseres Verhaltens: weniger Reisen, kleinere Autos, kühlere Wohnungen und Arbeitsräume, weniger Fleischkonsum und dergleichen die Klimaveränderung deutlich bremsen und damit die Wahrscheinlichkeit von Extremwettern reduzieren würde.

Im Vortrag wird ausgehend von Hans Jonas, der eine völlig neue, viel diskutierte und problematisierte Konzeption von Verantwortung eingeführt hat, der Vermutung nachgegangen, dass der Klimawandel nicht zum üblichen und landläufigen Verständnis von Verantwortung passt, das in der Politik leitend ist.
Aktive Sterbehilfe oder Euthanasie ist in Deutschland verboten. Sterbehilfe, die oft etwas irreführend als 'passive Euthanasie' bezeichnet wird, ist erlaubt und wird praktiziert. Mediziner*innen, und nicht nur diese, stoßen dabei auf ethische Probleme am Ende des Lebens. Wo hört die Begleitung von Sterbenden mit bestmöglichen Schmerztherapien auf, wo beginnt ein handelnder Eingriff in den Sterbeprozess? Sind die Therapiemöglichkeiten, die die Ärzte heute haben, ausreichend, oder brauchen sie weitergehende Eingriffsmöglichkeiten, um ihren Patienten zu helfen? Was sind deren Wünsche und Bedürfnisse? Oft ist hier die Rede von einem 'Recht auf ein würdiges Sterben'. Aber was genau heißt 'Würde' im Hinblick auf Sterben und Tod? An welche Kriterien sind Beihilfe zum Suizid und Sterbehilfe in der Schweiz und den Niederlanden geknüpft? Welche Folgen zeitigt die Rechtsprechung in diesen Ländern, und was können wir daraus lernen?

Die Gespräche beginnen mit einer (kurzen) Einführung an Hand von Textbeispielen, an die sich eine ausführliche Diskussion anschließt. Im Laufe des Semesters können verschiedene Themen angesprochen werden.

Weitere Fragen sind ausdrücklich erwünscht! Diese Veranstaltung richtet sich nicht an Fachphilosophen und Wissenschaftler. Alle, die sich für Themen an der Grenze zwischen Philosophie und Psychologie interessieren, sind herzlich eingeladen, teilzunehmen.

freie Plätze 14011 Philosophisch ins Wochenende

(Wesel, ab Fr., 8.11., 15.30 Uhr , )

Philosophie soll in diesem Seminar ihrer eigentlichen und klassischen Bedeutung entsprechend zur Geltung kommen: Als sprachlich-denkerische Möglichkeit des Menschen, Fragen zum eigenen Leben und über dieses hinaus zu stellen, zur Zeitlichkeit und zur Zeitgeschichte, zu Religionen und zu Weltanschauungen. Die Themen sollen im Kreis der Teilnehmenden weitgehend gleichberechtigt miteinander diskutiert werden. Philosophie soll so nicht durch eine besondere Fachsprache oder erforderliches Vorwissen abschrecken. Es werden zudem anhand von kurzen Textauszügen beispielhafte Positionen der Philosophiegeschichte vorgestellt und erläutert, sie dienen ggf. als Anlass oder Illustration der Überlegungen.
In diesem Semester sollen vor allem einige Zitate aus der Frankfurter Schule und der Postmoderne Anlass zu Gesprächen geben.

Der Dozent, Reinhold Sprinz, ist ein seit vielen Jahren hauptberuflich in der Erwachsenenbildung tätiger, studierter Philosoph mit weiteren Qualifikationen in den Bereichen Literatur- und Religionswissenschaften.

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