Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Keine Anmeldung möglich 14002 Über die Freiheit der Kunst und ihre Grenzen

(Wesel, am Do., 12.3., 19.00 Uhr , Dr. Jens Korfkamp)

Moderne demokratische Staaten garantieren in ihren Verfassungen die Freiheit der Kunst als ein Grundrecht. Daher darf sich die Kunst, rechtlich betrachtet, (fast) alles erlauben. Aber die kontroversen Debatten über die Kunstfreiheit nehmen zu. Was kann und darf Kunst? Dürfen der Kunstfreiheit im Einzelfall auch Grenzen gesetzt werden? Oder ist die Freiheit der Kunst und damit letztlich die Demokratie bedroht, wenn etwa in Deutschland Teile eines Schmähgedichts über den türkischen Staatspräsidenten Erdogan verboten werden, auf der Fassade einer Berliner Hochschule ein umstrittenes Gedicht von Eugen Gomringer übermalt werden soll oder in internationalen Museen Bilder mit sexualisierten Sujets (vorübergehend) abgehängt werden? Sind diese Entscheidungen ein Zeichen von Respekt, von falsch verstandener Rücksichtnahme oder Ausdruck einer Scheindebatte, die gesellschaftliche Gruppen gegeneinander aufhetzt?
Im Vortrag werden historische und aktuelle Beispiele vorgestellt und kontrovers diskutiert.

Der Referent, Dr. Jens Korfkamp, Leiter der VHS Alpen-Rheinberg-Sonsbeck-Xanten, ist diplomierter Sozialwissenschaftler und hat im Bereich der politischen Philosophie promoviert.

Keine Anmeldung möglich 14010 Freihandelsabkommen und Handelskriege

(Wesel, am So., 9.2., 11.00 Uhr , Dr. Temilo van Zantwijk)

Internationaler Handel ist häufig unfair: günstige Bananen-, Kaffee- und Kleidungsimporte sind bekannte Beispiele. Auch die Arbeitsbedingungen beim Lithium-Abbau im Kongo machen von sich reden. Beim Handel sucht jeder Akteur naturgemäß den eigenen Vorteil, der durch das zu tragende Risiko gerechtfertigt wird. Dabei kann der eigene Vorteil häufig der Schaden des anderen sein. Moralisch ist das vertretbar, so lange mit fairen Mitteln gespielt wird. Moralisch vertretbarer Handel sucht außerdem nachhaltigen, wechselseitigen Vorteil anstatt kurzfristigen Gewinn durch Übervorteilung und Ausbeutung. Vor diesem Hintergrund genießen Freihandelsabkommen den Ruf, fairen Wettbewerb zu ermöglichen und deshalb moralisch unbedenklich zu sein. Andererseits werden Handelskriege mit ihren Strafzöllen als fortgesetzte Verletzung von Fair-Play-Regeln betrachtet. Aber stimmt das immer? Wo beginnen die moralischen Schranken der Handelspolitik und wie können sie zu einem nachhaltigen internationalen Handel beitragen?

Keine Anmeldung möglich 14011 Militärische Bündnisse und Waffenlieferungen

(Wesel, am So., 8.3., 11.00 Uhr , Dr. Temilo van Zantwijk)

Militärische Bündnisse gewähren nicht nur Schutz, Bündnispartner fordern im Bündnisfall Solidarität und militärischen Beistand. Diese Verpflichtung ist in den Regeln einer fairen Partnerschaft begründet, sie ist jedoch nicht das Motiv der Mitgliedstaaten, Teil eines Bündnisses sein zu wollen. Dies ist ausschließlich die eigene Sicherheit. Das gegenseitige Vertrauen zwischen Bündnispartnern ist zwangsläufig durch Vorbehalte eingeschränkt, sogar unter eng befreundeten Partnern. Üblicherweise wird durch Waffenlieferungen die gegenseitige Abhängigkeit und damit die Verlässlichkeit aller Partner gestärkt. Aber nicht alle Bündnispartner teilen unsere Moralvorstellungen und unsere Rechtsprinzipien, wie die Nato-Osterweiterung zeigt. Das gilt erst recht für Bündnispartner der Bündnispartner, die gar nicht unsere eigenen Partner sind, wie die Geschichte der Waffenlieferungen an Saudi-Arabien belegt. Es darf nicht in Kauf genommen werden, dass ins Ausland gelieferte Waffen für Ziele eingesetzt werden, die moralisch zu verurteilen sind. Wir brauchen moralische Regeln für Waffenlieferungen. Welche Regeln sind dies und was können sie zur Stabilität unserer Bündnisse und damit unserer Sicherheit beitragen?

Keine Anmeldung möglich 14012 Knappe Ressourcen, Verschwendung und Überbevölkerung

(Wesel, am So., 17.5., 11.00 Uhr , Dr. Temilo van Zantwijk)

Wie jeder weiß, benötigt die Menschheit eine Menge Ressourcen zum Überleben: in erster Linie Wasser, aber auch landwirtschaftliche Nutzflächen und Energieträger. Die Menschheit könnte bis 2050 auf 10 bis 15 Milliarden Menschen anwachsen. Das schnelle Bevölkerungswachstum in Afrika und Asien, aber auch der zunehmende Ressourcenverbrauch der modernen Industriegesellschaften, entfalten eine Hebelwirkung, die den Kollaps beschleunigen. Ändert sich nichts, scheinen schon 2050 im ungünstigsten Szenario drei Erden nötig zu sein, um jedem Mitglied der Menschheit ein gesichertes Leben zu ermöglichen. Tatsächlich bleibt dies schon heute vielen verwehrt. In mehreren Regionen Afrikas und Südostasiens, wo die Bevölkerung explosiv wächst, sterben Menschen ohne ausreichende Versorgung an Hunger und Krankheit. Vor dem Hintergrund von Überbevölkerung in armen Regionen und Verschwendung in anderen Teilen der Welt sind die reichen Länder auf eine faire Verteilung von Ressourcen, die armen jedoch auf radikale Geburtenbegrenzung zu verpflichten - alle anderen Optionen scheinen in den Abgrund zu führen.
Hat die Idee einer solchen an Regeln der Fairness gebundenen Kooperation, wobei Ressourcen gegen Geburtenbegrenzung gewissermaßen getauscht werden, eine Chance - und was könnte sie zum Überleben der Menschheit beitragen?

auf Warteliste 14013 Philosophisch ins Wochenende - Glück und Sinnerfahrung

(Wesel, ab Fr., 31.1., 15.00 Uhr , Dr. Temilo van Zantwijk)

Die Fragen, was Glück sei und wie es erlangt werden könne, stehen überall auf der Welt im Mittelpunkt der Philosophie und der meisten Religionen. Eng mit der Frage nach dem Glück verwandt, aber nicht gleichbedeutend mit ihr, ist die Frage nach dem Sinn von Ereignissen, des Lebens oder auch der Wirklichkeit überhaupt. Eine Sinn-Verwiesenheit (Georg Scherer) scheint grundlegend für das sich selbst überdenkende menschliche Dasein zu sein. Glückssucher finden ihre Gegner in den Pessimisten, Sinnsucher in den Nihilisten dieser Welt. Glück kann zufällig sein und ist es häufig auch, Sinn hingegen wird als notwendig erfahren, wenn er sich denn einstellt. Sinnerfahrungen können leidvolle Erfahrungen sein, das Glück hingegen scheint die Abwesenheit von Leid zu sein.
Man kann sagen, dass die Frage nach dem Glück ihren Schwerpunkt in der Antike und im Mittelmeerraum hat, während die Sinnfrage den Norden Europas seit dem Mittelalter zunehmend bewegt hat, um in der neuzeitlichen Verzweiflung allmählich zu verstummen.
In den vierzehntäglichen Gesprächen am Freitagnachmittag wird es nicht um eine kulturhistorische Aufarbeitung dieses umfassenden Themas gehen. Stattdessen werden Leitfragen und kurze Textfragmente den Auftakt zu einer erwartungsgemäß lebhaften Diskussion bilden:

1. Ist das Glück der Lohn der Tugend?
2. Man kann Glück haben, ohne es zu bemerken; kann man auch glücklich sein, ohne es zu wissen?
3. Ist Sinnerfahrung die Erkenntnis, dass ein Zweck erreicht wird?
4. Ist eine Sinnerfahrung eine ästhetische Erfahrung?
5. Ist ein sinnvolles Leben letztendlich immer auch glücklich?

Weitere Fragen sind ausdrücklich erwünscht! Diese Veranstaltung richtet sich nicht nur an Fachphilosophen und Wissenschaftler. Alle, die sich für Themen an der Grenze zwischen Philosophie und ihrer Nachbarwissenschaften interessieren, sind herzlich eingeladen, mitzudenken und mitzudiskutieren.

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