Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Anmeldung möglich 14006 Philosophisch ins Wochenende - Glück und Sinnerfahrung

(Wesel, ab Fr., 11.9., 15.00 Uhr , Dr. Temilo van Zantwijk)

Die Fragen, was Glück sei und wie es erlangt werden könne, stehen überall auf der Welt im Mittelpunkt der Philosophie und der meisten Religionen. Eng mit der Frage nach dem Glück verwandt, aber nicht gleichbedeutend mit ihr, ist die Frage nach dem Sinn von Ereignissen, des Lebens oder auch der Wirklichkeit überhaupt. Eine Sinn-Verwiesenheit (Georg Scherer) scheint grundlegend für das sich selbst überdenkende menschliche Dasein zu sein. Glückssucher finden ihre Gegner in den Pessimisten, Sinnsucher in den Nihilisten dieser Welt. Glück kann zufällig sein und ist es häufig auch, Sinn hingegen wird als notwendig erfahren, wenn er sich denn einstellt. Sinnerfahrungen können leidvolle Erfahrungen sein, das Glück hingegen scheint die Abwesenheit von Leid zu sein.
Man kann sagen, dass die Frage nach dem Glück ihren Schwerpunkt in der Antike und im Mittelmeerraum hat, während die Sinnfrage den Norden Europas seit dem Mittelalter zunehmend bewegt hat, um in der neuzeitlichen Verzweiflung allmählich zu verstummen.
In diesem Gesprächskreis am Freitagnachmittag wird es nicht um eine kulturhistorische Aufarbeitung dieses umfassenden Themas gehen. Stattdessen werden Leitfragen und kurze Textfragmente den Auftakt zu einer erwartungsgemäß lebhaften Diskussion bilden:

1. Ist das Glück der Lohn der Tugend?
2. Man kann Glück haben, ohne es zu bemerken; kann man auch glücklich sein, ohne es zu wissen?
3. Ist Sinnerfahrung die Erkenntnis, dass ein Zweck erreicht wird?
4. Ist eine Sinnerfahrung eine ästhetische Erfahrung?
5. Ist ein sinnvolles Leben letztendlich immer auch glücklich?

Weitere Fragen sind ausdrücklich erwünscht! Diese Veranstaltung richtet sich nicht nur an Fachphilosophen und Wissenschaftler. Alle, die sich für Themen an der Grenze zwischen Philosophie und ihren Nachbarwissenschaften interessieren, sind herzlich eingeladen, mitzudenken und mitzudiskutieren.

Keine Anmeldung möglich 14007 1. Philosophische Matinee

(Wesel, am So., 13.9., 11.00 Uhr , Dr. Temilo van Zantwijk)

Als Einstieg sind einige Kategorien unter die Lupe zu nehmen, die verwendet werden, um Europa nach außen abzugrenzen: Geografie, Religion und Geschichte. Gegen diese starren Pseudo-Identitäten sollen Prozesse der sozialen Identifikation als Grundlage einer jeden Zuschreibung von Identität aufgezeigt werden. Man ist kein Europäer, man wird es, indem man sich im Austausch mit anderen als Europäer bestimmt und von diesen anerkannt wird. Akzeptiert man dies, zeichnet sich ab, dass eine kollektive Identifikation von Personen als Europäer nicht ohne eine nationale Identifikation der Teile dieser Menge zu haben ist. Die nationale Zugehörigkeit ist nicht ein Unterbegriff des Europäischen, sondern die Bestimmung als Europäer ist eine Überschreitung einer gegebenen sozialen Identifikation als Nation.

Keine Anmeldung möglich 14008 2. Philosophische Matinee

(Wesel, am So., 4.10., 11.00 Uhr , Dr. Temilo van Zantwijk)

In diesem Vortrag wird die Begründung einer europäischen Einheit aus Zielargumentationen im Ausgang von der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs erörtert. Weil europäische Sicherheit nicht ohne supranationale Institutionen zu haben sei, wäre die Anerkennung solcher Institutionen und die Befolgung bestimmter Anweisungen auf nationaler Ebene nicht verhandelbar. Damit wurden allerdings schon in den fünfziger Jahren bestimmte Zielvorgaben verabsolutiert und der nationalen Selbstbestimmung entzogen, die im Rahmen einer rechtstaatlich-demokratischen Gesellschaftsordnung unter die Souveränität der Völker fallen sollten.

Keine Anmeldung möglich 14009 3. Philosophische Matinee

(Wesel, am So., 15.11., 11.00 Uhr , Dr. Temilo van Zantwijk)

Der Vortrag zeigt, woran die politische, wirtschaftliche und militärische Zusammenarbeit am meisten krankt: Es fehlt jegliche Verständigung über das Ziel des Einigungsprozesses. Wann käme es eigentlich zu einem Abschluss? Nur eine klare Antwort auf diese Frage hätte den britischen Wählern bewusst gemacht, gegen was genau sie sich im Referendum von 2016 entschieden haben. Und hätte sie möglicherweise auf andere Gedanken gebracht. Sollen die europäischen Nationen in einen Einheitsstaat aufgehen, die Vereinigten Staaten Europas? Oder soll Europa ein Staatenbund bleiben? Wenn ja, bis zu welchem Grad der Zusammenarbeit werden die Mitgliedstaaten nationale Souveränität an die Union abtreten, was bedeutet ihre Souveränität am Ende noch? Ein allen auferlegter Vielvölkerstaat scheint nicht aussichtsreich. Dagegen soll das Bild einer begrenzten Menge von miteinander interagierenden Völkern mit hinreichend ähnlichen Verfassungen gestellt werden; Völker, die ihre nationale Identität im Interesse an gemeinsam verfolgten, demokratisch ratifizierten Zielen überschreiten.

Keine Anmeldung möglich 14013 Wer bin ich? Das Schiff des Theseus

(Wesel, am Do., 5.11., 19.00 Uhr , Dr. Jens Korfkamp)

Wir verändern uns permanent, sowohl äußerlich als auch innerlich. Dennoch sind wir dieselben Personen wie früher geblieben, auch wenn sich so ziemlich alles an uns verändert hat. Unsere Identität bleibt. Wie kann das sein? Wie kann ich ich bleiben, wenn ich mich doch ständig verändere? Gibt es etwas an mir, das gleich bleibt, wenn ich älter werde? Und muss etwas gleich bleiben, damit ich über die Jahre dieselbe Person bleiben kann? Mit der Frage nach der Identität einer Sache über die Zeit hinweg beschäftigt sich eines der bekanntesten Gedankenexperimente der Philosophie: Das Schiff des Theseus. Das Gedankenexperiment, das eine unterhaltsame Anregung zum Selberdenken bietet, wird an diesem Abend vorgestellt und gemeinsam diskutiert.

Der Referent, Dr. Jens Korfkamp, Leiter der VHS Alpen-Rheinberg-Sonsbeck-Xanten, ist diplomierter Sozialwissenschaftler und hat im Bereich der politischen Philosophie promoviert.

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