Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Anmeldung möglich 14013 Philosophisch ins Wochenende

(Wesel, ab Fr., 3.5., 15.00 Uhr , Dr. Temilo van Zantwijk)

"Im Menschen ist nicht nur Gedächtnis, sondern auch Erinnerung" (in hominibus non solum est memoria, sed reminiscentia). Dieser Satz aus den berühmten "Untersuchungen über die Seele" von Thomas von Aquin bestimmt das Gedächtnis als ein Vermögen unwillkürlicher Erfassung und Speicherung von Bildern der Sinneswahrnehmung im Unterschied zu unserer bewusst und willkürlich eingesetzten Erinnerung.

Heute ist die Erforschung von Gedächtnis und Erinnerung von der Philosophie in die Psychologie und Neurowissenschaften 'umgezogen' und wird dort verhandelt. Aber die philosophischen Kategorien aus Antike und Mittelalter spielen dabei noch immer eine Rolle und wirken noch heute modern. Dem Gedächtnis, fand schon Thomas von Aquin im Einklang mit der modernen Forschung, kommt im 'Haushalt' der geistigen Leistungen des Menschen eine doppelte Aufgabe zu: Zum einen Bilder von sinnlich erfahrbaren Gegenständen zu erfassen und zum andern, diese zu speichern. Die Erinnerung wiederum ist die Fähigkeit, bewusst und selektiv auf solche gespeicherte Phantasmata zuzugreifen.

In der Veranstaltung sollen einige philosophische Textfragmente zu Gedächtnis und Erinnerung mit einigen Positionen der modernen Forschung verglichen werden. Auf dieser Grundlage lässt sich eine Reihe von Fragen und Problemen diskutieren, die seit eh und je, aber besonders auch wieder heute von Interesse sind, wie zum Beispiel:
- Gibt es angesichts der Vielheit von Gedächtnisbildern 'authentische' Erinnerungen oder ist alle Erinnerung Konstruktion?
- Gibt es eine in der Zeit fortbestehende Einheit des Geistes und der Person?
- Hat jedes Individuum sein eigenes Gedächtnis oder gibt es auch ein kollektives Gedächtnis, womöglich sogar Gedächtnisbilder, die für alle Menschen gleich sind?
- Gibt es auch kollektive Erinnerungen, eine gemeinsame Geschichte von Gemeinschaften und Völkern? Oder sind nur persönliche Lebenserinnerungen in einem bestimmten Sinn 'echt' und ist die Rede von gemeinsamen Erinnerungen nur Konstruktion oder schlimmstenfalls Ideologie?

Weitere Fragen sind ausdrücklich erwünscht! Diese Veranstaltung richtet sich eben nicht an Fachphilosophen und Wissenschaftler. Alle, die sich für diesesThema an der Grenze zwischen Philosophie und Psychologie interessieren, sind herzlich eingeladen.

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